Posts by Karlsson

    Bei euren Tiefenbohrungen wär ich ja gerne dabei gewesen... Ihr seit vollkommen irre, einfach super. Ist bestimmt ein Bild für die Götter wenn zufällig Passanten vorbeikommen und da bohrt ein Miniatur-Mog Löcher in die Gegend und ein anderer Minimog beleuchtet die Szenerie...


    Sollte mal jemand vorbeikommen, bitte versteckt euch und filmt das erstaunte Gesicht... :thumbup:

    Aber wo wir gerade beim Anzeichnen sind - mal ne ganz andere Frage: Habt Ihr gute Erfahrungen mit "haltbarer Lackierung" auf Alu? Wie bereitet Ihr das Alu vor? Benutzt Ihr Haftgrund? Gebt Ihr alles "zum Pulvern"?


    Die haltbarste Methode die ich bisher ausprobiert habe war das anschmirgeln, gerade bei eloxiertem Material sehr wichtig, reinigen und dann vorbehandeln mit einem Metall- Haftgrund. Den Haftgrund habe ich bisher ausm Baumarkt, da gibts den gut haftenden aber nur als Pinselwahre. Ist irgend ein wasserverdünnbarer Lack von Hammerlite. Das Zeug braucht ne Weile, dann hält es aber erstaunlich gut, wenn auch nicht ganz so gut wie Pulvern. Aber Sachen zum Pulvern geben, da hab ich keine Lust drauf...


    Habt Ihr da gute Alternativen?

    Hallo, ja, das anzeichnen auf Metall ist immer so eine Sache (finde ich). meistens ritze ich nur mit einer Anreissnadel grad so sichtbar an, wo ich hinwill. Zur "Formfindung" also eher skizzenartiges vorzeichnen nehme ich gerne Bleistift, den ich dann wenn die genauen Linie geritzt sind wieder wegwischen kann. Jetzt habe ich den Edding genommen, weil man das sehr gut sehen kann, und weil es bei den Arbeiten grad nicht "auf den 10tel mm ankommt".

    Die Variante mit Kreppband habe ich auch schon gemacht.

    Eine weitere bei mir sehr beliebte Methode ist, Zeichnungen per CAD zu erstellen (ganz einfache, aber genaue 2D Zeichnungen) maßstäblich auf einem guten Drucker ausdrucken (da muss man dann nachmessen welche "Verzerrung" das Gerät immer noch hat, aber in den letzten Jahren ist die Genauigkeit, Auflösung und Maßhaltigkeit sehr gut geworden, und dann die Drucke mit wieder lösbarem Sprühkleber auf das Rohmaterial zu kleben. Nachdem dann alle Bohrungen, Schnitte usw. gemacht sind, kann das Papier abgelöst werden, Klebereste mit Waschbenzin oder Verdünner abwaschen. Das Aufkleben geht auch mit Fixogum, aber dann liegt das Papier nicht so schön plan auf dem Werkstück.

    So, die zukünftige "Skidplate" hat noch einige Transformierungsschritte vor sich, aber bis heute ist das geschafft:

    Anzeichnen (wegen oller Drecksoberfläche mit feinem Edding, damit mans auf der Dekupiersäge auch sehen kann...

    Bohren...

    Grobschnitt an der Dekupiersäge:

    noch mal Probeliegen und anzeichnen was noch weggefeilt werden muss (und weil ich auf den hohgehenden Kante nicht gut sägen kann, muss das wirklich alles mit der Feile weg, hoffentlich gibts keine Blasen, aber das werde ich heute wohl nicht mehr rausfinden...)

    so, von der Ausrichtung passts schon mal, aber es muss noch viel passieren...

    It´s a long way to Tipparary...

    Bevor es jetzt daran geht neue Links zu fertigen, muss ich erst noch was ausprobieren. Da liegen schon seit geraumer Zeit Alu-Teile in der Recyclingbox herum, die irgendwie darum flehen, eine neue Daseinsberechtigung zu kriegen...

    Preisfrage: wo solls denn hingehen?

    Das Getriebe benötigt dringend Schutz vor rücksichtslosen Fahrern und die Anschlagpunkte für die unteren Links sollen tiefer (hört man selten hir im Forum, ich weiss, aber sieht sonst komisch aus und die zu steilen Links verzerren stark den Radstand beim Einfedern).

    Also los Alu-Flach mit Doppeltape aufeinanderkleben und Formfindung beginnen...

    Nach etwas Bearbeitung...

    Dann trennen und mal probeliegen...

    sieht noch komisch aus, aber muss ja auch noch nix...

    So, habe wieder was geschafft, bzw. an den hinteren Achsen eine tiefere Befestigungsmöglichkeit für die Dämpfer gebaut:

    Hier der bisherige Zustand:

    Dann ein weiteres Loch...

    sieht dann so aus...

    bzw. so...

    vielleicht muss ich da aber noch was wegfeilen, denn beim Verschränken stößt der Federteller an der oberen Öse an...

    "Plaste", diese Wortwahl lässt auf deine Herkunft schließen...

    nein, lässt nicht auf meine Herkunft schließen, aber gewollte "Irreführung" ist damit geglückt - ne mal ganz im Ernst, es gibt einige Errungenschaften aus "dem Osten" die gar nicht falsch sind, das Wort "Plaste" visualisiert meines Erachtens sehr schön die Materialqualität, warum also nicht einen solchen Begriff verwenden.

    Weiter gehts, damit die vorderen Dämpfer wieder senkrecht stehen dürfen.

    Aus Aluwinkel zwei Stücke gesägt, und mit Bohrungen versehen:

    Dann die Winkel etwas zugeschnitten

    Bei den bisherien Winkeln "den Winkel" abgesägt, und die neun Winkel draufgesetzt. Erst mal mit doppelseitigem Tape, um die vorhandenen Bohrungen punktgenau übertragen zu können...

    nach dem Flug über den Tellerschleifer sind auch die Ecken nicht mehr so garstig

    Dann mal ein Teil probemontiert...

    Und den Dämpfer ganz grob reingehangen...

    Jetzt ist Platz um allerlei Einstellungen vornehmen zu können, aber bedeutet auch, dass ich an meiner Wanne noch ganz schön umbauen muss, ist aber ja nur Plaste, das geht recht einfach...

    So habe ich das mit den Wellen gemacht, außerdem die Wellen die an die Tamiyakardane gewöhnt wahren etwas gekürtzt, jetzt siehts so aus:

    Jetzt muss ich nur noch an den Achsen die löcher bohren, dort sind schon Sacklochbohrungen vorhanden, die nur noch durchgebohrt werden wollen...

    ..."positives Verstärken" nennt man das was Ihr da macht, zumindest in der Pädagogensprache. macht aber Spass, und darum gibts jetzt auch was Neues aus der Werkstatt:


    Habe mal den Antriebsstrang mit den notwenigen Löchern versehen. Da ich ja eine hochqualitative Standbohrmaschine aus dem Hause wos immer nur "einmal hell" wird mein Eigen nenne, habe ich da ja keine großen Stücke auf Maßhaltigkeit, Rundlaufgenauigkeit usw. gesetzt, sicher zu Recht. Also habe ich mir aus dem Achsstück eines lang verblichenen Glattbahners vom blauen Claus eine Bohrlehre geschnitzt. Das Stück hat nämlich exakt 5mm durchmesser und eine Bohrung für den Mitnehmerpin.

    Hier das gute stück bevor es eine neue Bestimmung bekam:

    Und dann weiterbearbeitet als Qualitativ hochwertiges Werkzeug:

    So, weiter gehts mit dem Beliebten Maschienenschraubstock, dem zu bohrenden Stück Welle,

    einem Stückchen Holz und einer zwischenlage aus Messing (was eben so da ist..)

    Auf der Welle markieren wo das Loch hinsoll, unten in den Schraubstock einlegen, die Bohrlehre oben auflegen, duch das Loch peilen wo man hinwill...

    halbfestspannen und dann mit einem eingesteckten Bohrer mal die Senkrechte peilen...

    Wenn alles stimmt, schön festzurren, das Holzstückchen sorgt dafür das beie Wellen festliegen, weil minimale Toleranzen durch das weichere Holz ausgelichen werden, dann gehts ab unter die Bohrmaschine, und weil das Loch in der Bohrlehre nur 2mm hat, vorbohren mit 2mm

    Mit 2,5mm nachbohren...

    Saubermachen und entgraten

    passt

    Nö, keine Angst, Stress habe ich woanders, aber so schön ist das Schräge doch nicht, und hinterher ärgert man sich, wenn man nochmal alles zerlegen muss um so ne Bausünde zu beheben. Habe auch schon Ideen wie das ganze ohne gigantischen Impact gelöst werden könnte.

    Senkrechte federungen sind auch für den resultierenden max. Federweg besser, also wird das nochmal geändert. Ich freue mich ja schon, dass meine sehr eigenwillige Befestigung der Dämpfer "auf" der Achse funktioniert, jetzt also dranbleiben...

    Das einzige was mir derzeit etwas aufs Gemüt drückt ist, dass ich immer nur so in Trippelschrittchen voran komme, aber nach einem 9 - 10Std Arbeitstag ist einfach nicht mehr drin. So ab 22:30Uhr ist kein konzentriertes Arbeiten mehr möglich...