Ländi Serie 3 - Karlsson baut seinen ersten Scaler

  • hi Flo


    die starke Krümmung Deiner Blattfedern sind das Problem :jaja:

    :scratch: 2x7mm da verändert sich der Radstand um 14mm :no::no::no:


    Versuch es mit anderen Blattfedern hmm

    IcH nehme die von TAMIYA "Toyota Bruiser"

    die sind schön Flach und es gibt Zusatzlagen dafür :jaja:


    bei meinem Eigenbau waren es 2x3mm/6mm gesammt bei 4,5Kg


    aber Du bekommst das schon hin :thumbup:



  • Ich glaube das die Krümmung am Ende nicht das Problem ist, und langsam fuchse ich mich ein. Ich hoffe ich langweile hier niemanden mit theoretischen Experimenten, aber die helfen mir gerade enorm beim verstehen und dann auch reagieren.

    Ich habe heute lange arbeiten müssen, und musste dann noch die Kids versorgen, weil die Frau unterwegs war. Darum nur ein kleines Exkursiönchen ins Land der Blattfederproblematik.


    Erstmal habe ich den Versuchsträger mit mehr Bohrungen für den Schäkel und einem um weitere 3mm noch vorne verlagerten Fixpunkt erweitert...

    Ich hab dann noch das ein oder andere Stück weggeschnitten, um mehr Platz für die Bewegung zu kriegen.

    Dann hab ich das Konstrukt auf ein Brett festgespannt...

    Jetzt bewegt sich vom Rahmen nix mehr "über Grund" und ich kann den Schäkel variieren um Erkenntnisse über das Federverhalten zu erlangen.

    Und dann das ganze mit einem Bleistift als Achse...

    Ergibt einen schönen Radius...

    Daran sieht man, sobald die Feder etwas eingefedert ist, dann wird der seitliche Versatz immer geringer, würde irgendwann gegen Null laufen, und wenn man weiter Federn könnte, dann sogar rückläufig sein. Der Mittelpunkt des beschriebenen Kreises scheint jedoch nicht exakt am vorderen Fixpunkt zu sein, sondern leicht darüber.

  • Phase 2:


    Versetzen des Schäkel:

    So ist der Schäkel schon stark verdreht in der ausgefederten Position.

    Das Einfedern erfordert fast keine Kraft, dafür geht es nicht sehr weit, weil der Schäkel sehr früh gegen den Rahmen schlägt...


    Mittelposition:

    Sieht eigentlich gut aus, aber auch hier:

    ...ist da schon Schluss. Das Einfedern erfordert etwas mehr Kraft, aber die meiste, und konstanteste Kraftentfaltung hat die Feder in dieser Position: der Schäkel ist gerade eben noch stabil gegen ein Kollabieren in die falsche Richtung...

    ...wo der Schäkel erst bei der normal eingefederten Mitte....

    ...nicht mehr senkrecht steht...

    ...und noch genug Raum zum voll Einfedern ist.

    Das ist dann wohl auch erstmal meine Startposition für das erste Experiment- Chassis...

  • Die bei Land Rover standen damals wohl vor dem Rahmen und haben gesagt: Komm, knall das hier hin, und das da, dann paßt das schon.


    Du machst hier deinen Doktor........vain

  • ...ich habe eben keine Werkstatt der ich Prototypen beauftragen kann, wie die Inschenöre von Autofirmen, ich muss den Scheiss selber bauen. Darum will ich durch solche Experimente die ganz großen, oder teuren Fehlschläge vermeiden. Hoffe das klappt... fie

  • Ich hoffe ich langweile hier niemanden mit theoretischen Experimenten, aber die helfen mir gerade enorm beim verstehen und dann auch reagieren.

    Bei sowas kommt überhauptnienimmergarkeine Langeweile auf. Das ist das prikelnde am Modelbau, raus zu finden wie es geht.

    Ich hab hier noch 2 Rahmenfotos, bezüglich der Form des Rahmens und der Position der Schäkelbefestigung.

    Oder anders herum, warum befestigst du den Schäkel da oben in der Waagerechten?



    Viele Grüße

    Frank,


    Nichts ist unmöglich,

    nur morgens meine Frisur.

  • Ich habe diesen Punkt ermittelt, damit das Federblatt nicht zu schräg steht. Ich glaube, es ist etwas irreführend, das mit dem Original zu vergleichen, weil im Original das Blattfederpaket weniger gebogen ist, und der Schäkel im Verhältnis viel kürzer. Die Feder Geometrie ist völlig anders.

    Wenn ich den Schäkel an einer Schrägen befestige, dann schlägt er bei der Hälfte des Federweg an...

    Ich habe auch Fotos vom Chassis, und auch technische Zeichnungen vom Chassis. Aber das kann ich mit den Federn und dem Schäkel unmöglich auch nur annähernd nachbauen.

    Ich brauche einen deutlichen Höhenversatz zwischen vorderem Fixpunkt und der hinteren Schäkel Befestigung. Das Original hat durch den kürzeren Schäkel nur extrem wenig Versatz.

    Kann aber sein, das ich meinen Versatz noch etwas verkleinere, denn ich hab jetzt deutlich mehr "Gefühl" gewonnen, und glaube zu wissen, an welchen Stellschrauben ich noch drehen kann...

  • Klasse, klasse - Dein Bericht mit der bebilderten und verständlich beschriebenen Herangeehensweise ist für einen "Nicht-Fahrzeuschinschenör" und KFZ-Laie wie mich super interessant und aufschlussreich - mir macht das einen heiden Spaß da zuzusehen :cheers:

  • ...ähöm... crazy bin doch selber sowas von Laie... Ich hab Hochbau gelernt, da bewegt sich nix, ist groß und schwer... hat nüscht zu tun mit KFZ...


    Ich würde die Komplimente mal ans ganze Forum abgeben wollen, denn da gucke ich mir das ganze Wissen ja ab.

    Glaubt ihr denn ich hätte vor der Anmeldung im Forum gewusst was "Panhardt" oder "Ackermann" usw. bedeutet? :lol:

  • Ich glaube, dass Forum ersetzt zum Teil das Studium in Fahrzeugtechnik :lol!!:


    mfg

    Thomas

    Fuhrpark: Reely Freemen und irgendwas mit TRX-4 Achsen im Bau :lol!!:

    Taranis Q X7 (ACCST) mit IRange Multimodul

  • Hallo Floh,


    evtl. solltest Du mit einem definierten Gewicht testen, per Daumen dürfte zu ungenau sein.


    Alleine zum vergleichen sollte bei allen Varianten die gleiche Kraft wirken, dann erkennt man die Unterschiede besser

    wie sich das dann aber zum Fahrzeuggewicht verhält, weis ich nicht ob das 1:1 oder in einem bestimmten Verhältnis (0,761:1)

    und ob das dann linear verläuft oder nicht.


    evtl. den Aufbau zum testen auch definiert auf eine Waage setzen um Kraftverläufe/zunahmen im Verhältnis zum Weg zu sehen.


    crazy

    Gruß - Rainer - Das Passwort für das Leben heist: "Humor" 8) - There ISNO other way


    "Zuviel Gelehrsamkeit kann selbst den Gesündesten kaputt machen."

  • Hallo Florian....habe bei meinem 101er und 109er (nur an der HA) das gleiche durchgemacht.....ich hab zum ermitteln der befestigungspunkte nur die oberste Lage der Federpakete auf die Achsen montiert......habe hier auch so stark gekrümmte federpakete vom Chinamann rumliegen die allesamt erstens zu hart und zweitens zu stark gebogen sind....hab mir dann welche von rc4wd besorgt . .... in vorgebogener -belasteter- Position der ersten Lage ist die Sache schon wesentlich einfacher...wie frank auch schon schrieb verändert sich der radstand dann nicht mehr soo stark...und verschränkung bei Blattgefederten Ländis wird eh überbewertet:D.....ich hoffe ich konnte mich verständlich genug ausdrücken......und schau dir weiter zu...ein paar bilder der verschränkung meines 109er häng ich zu Anschaung hier dran

    Gruß

    Martin

  • Sind das die Bruiser Federn? Ich hatte mir auch zu Testzwecken Tamiya Federn bestellt. Die werde ich noch Mal rauskramen.


    Bis dahin ist die Planung so:

    Erstmal habe ich eine Position ermittelt, in der die Achse in halb eingefederter Position exakt steht. Um später diese Position zu erreichen kann ich mit den Lagen arbeiten.


    Die gezeigten Blattfedern sind die von Boomracing aus der Schlangengrube. Von der Quali sind die deutlich besser als der Injora Rotz den ich mir auch testweise bestellt habe.

  • Tach.


    Warum bestellt ihr euch immer Sachen, die nicht richtig passen und/oder taugen?

    Fühlerlehrenband in epischen metern ist einfach mit einer guten Metallschere zu schneiden und gibt es in allen benötigten stärken.

    Einzig die augen biegen ist mit etwas hitze verbunden. Bei der Baugröße reicht dazu aber auch ein krem-brüll-brenner.


    ok. die sind dann nicht schwarz.


    nur so als hinweis zu einer alternative. :bier:

  • So, zwischendurch ein paar Überlegungen, zum Realisieren des richtigen Ackermann.

    Die TRX Achse hat null Ackermann. Die Punkte der Lenkhebel liegen genau fluchtend zum Gelenk.

    Bei einer Spurstange vor der Achse, müssten die Punkte aber weiter außen liegen. Ich habe im Plan des Chassis mal die Linien mit dem Lineal gezogen und ermittelt, das der Punkt ziemlich genau außen neben dem Lenkhebel liegt.

    Die Aufnahme hab ich momentan mit RC4WD Rodends bestückt...

    Die Kugeln haben eine Höhe vob ca. 6mm

    Ich könnte mir vorstellen, an dieser Stelle Alu- Rodends vom blauen Claus, mit 2mm Bohrung und M3 Gewinde zu nutzen.

    Die Kugeln sind nur 4mm hoch...

    Das heißt, dass ich in der ca. 7mm Aufnahme

    , die Kugel, und ca. 3mm Material unterbringe...