Suzuki LJ 80 1:6 Low Budget Holz Karo

  • Halli, Hallo,


    ich hab´n Holzauto gebaut. :tischkante:


    Nee - doch - jetzt im Ernst.


    Basis ist ein Axial SCX II Chassis, die Karo ist ein 1:6 er Suzuki LJ 80 aus Holz. Das ist mein erstes Projekt gewesen und es sollte so gut wie kein Geld kosten. Das ganze hat allerdings viel, viel mehr Stunden gedauert als ich mir vorgestellt habe. Dabei sind es eigentlich ja nur 6 Bretter und ein bisschen Kleinkram. :scratch:


    Ich stelle mal nachträglich einen Baubericht ein, leider hab ich nur wenig Fotos gemacht vor lauter Bastelei.


    Zum Material:

    Schichtholz ( Multiplex), 3mm Sperrholz Pappel und Vollholz ist immer vorhanden

    Aluprofil und Rohr auch


    Zugekauft wurde:

    Hart PVC Platten 1, 2 , 3 mm

    Balsa Holz

    Epoxydharz

    Epoxy Gelcoat

    Glasfasermatten

    Farb Spraydosen aus dem billigen Baumarkt

    2 Servos

    Kunstlederreste und ne´n kleines Stofftierchen


    Das war´s erstmal. Der Bericht wird nach und nach fertig geschrieben.

    Fuhrpark bestehend aus JJRC Q 60, WPL C44, Suzuki LJ auf SCX II Chassis - is aber alles nicht mehr orichinal !

  • So - also nur noch mal vorweg, da ich ja neu im Forum bin und auch in der Materie.

    Sinn der ganzen Aktion ist eine 1:6 er Karo die Preisgünstig und im Rahmen meiner Kenntnisse einigermaßen scalig aussehen sollte. Auf 100% Originalität hab ich keinen allzu großen Wert gelegt - geht ja allein wegen dem Axial Chassis nicht. Es sollte ein geländegängiges und stabiles Fahrzeug werden.


    Einige hier im Forum haben es ja echt super drauf, das kaum erkennbar ist ob es ein original oder ein Modell ist. Da kann ich nicht mithalten.

    Aber seht selbst.


    Erst die richtige Auswahl eines guten Fotos genau von der Seite , vorne , hinten.

    Seitenansicht auf die größe vergrößern - also Radstand 313 mm ergibt ca. 1: 6,1

    Dabei hab ich das Foto längs geteilt und das Papiermaß beim Drucker auf Max Breite und ca 510 mm Länge eingestellt. Papier entsprechend verklebt.

    Eine etwas nervige Prozedur- aber am Ende hat´s geklappt.



    Multiplex für die Seitenteile grob zugesägt ( von hinten bis kurz hinter die Tür) beide Seitenteile zusammengeschraubt. Für den Radausschnitt hinten und Türausschnitt einen weiteren Ausdruck punktuell auf das Holz geleimt und ausgeschnitten. Der Rad Ausschnitt mit Stichsäge, die Tür mit einer Dekupiersäge um einen dünnen Sägeschnitt zu erhalten. so hab ich 2 gleiche Seitenteile. Radausschnitt gleichmäßig beischleifen. Die Seitenteile trennen und die Türen wieder leicht punktuell einleimen ( Sekundenkleber Gel geht auch gut), damit sie später leicht ausgesägt werden können.

    Als Leim benutze ich D3 Leim mit Vernetzer ( wie Härter) und erhalte so D4 Leim der absolut wasserfest ist ( wie beim Holz Fensterbau).


    Das sind jetzt Seitenteile eines 66 er Ford Bronco, den ich eigentlich bauen wollte, aber er passte Maßstabsmäßig nicht.



    So in der Art geht es weiter - aber so genau will ich es nicht weiter beschreiben - sonst wird es ein dickes Buch.

    Ich packe die wenigen Fotos die ich habe mit kurzer Beschreibung einfach rein. Ich beantworte auch gerne Fragen.

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  • Ich war lange, lange angestrengt beeram Basteln, so das Fotos fehlen aber ein Ergebnis ist erkennbar.



    Die Seitenteile hab ich auf 2° der Höhe nach schräg geschnitten ( Kreissäge) dabei aber den hinteren Radlauf ausgelassen, da er nicht nachträglich aufgeleimt werden sollte. Weitere Bearbeitung mit Japansäge, Dremel und Schleifpapier.

    Mitteltraverse und hintere Traverse an die Seitenteile, das ein fertiger Rahmen entsteht.


    Die vorderen Kotflügel: 2 Schichtholzteile ( einiges größer als Fertigmaß) verleimt und Radausschnitt mit Stichsäge ausgeschnitten, Aussenrundung und Verjüngung nach hinten dann mit Bandsäge. Auf vorderes Seitenteil leimen und alles mit Dremel schön nach innen schräg Fräsen und schleifen.


    Kühler, Scheiben- und vordere Traverse an die vorderen Seitenteile und die Verjüngung nach hinten anpassen. Zum Schluss einen Radlauf aus Buche aufgeleimt und schon sieht es nach einer Karo aus. :/


    Ladefläche und hintere Radkästen sind quasi zum ausruhen gedacht.

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  • Öhh - na ja - die Räder drehen nicht mehr durch :oops:


    Das ganze Gefährt wiegt ca. 5,5 kg. Laut meiner billig 25 kg Waage. Der 45T Motor packt das noch ganz gut, wie ich finde.

    Später stell ich noch ein Video ein.


    Schönen Gruß

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  • Der Kühlergrill:


    Aus 4 mm Buchensperrholz wieder erst ein deutlich größeres Rohmaß, Kühlrippen gefräst mit Oberfrästisch und Anschlag ( in der Mitte wieder ausreichend Platz für den Gehrungsschnitt), aus 2 mm Hart PVC den Suzukischriftzug per Freihand ausgedremelt. ( Das S ist der Knackpunkt) und in Ausschnitt geklebt. Leuchtenausschnitt gebohrt. Auf Gehrung geschnitten verleimt und von der Hinterseite lackiert. Der Kühler und die Traverse hinter dem Schriftzug wurden vorher auch lackiert.

    Die fertig lackierte Rückseite des Kühlergrills schon abkleben, damit bei der Endlackierung kein Sprünebel alles versaut. Das ganze dann an die vordere Traverse geleimt und beigeschliffen.



    Ach ja - ich vergaß zu erwähnen, das alle fertig verarbeiteten Bauteile vor dem Lackieren mit Epoxydharz ( zum Laminieren also recht dünnflüssig) eingestrichen wurden, so das das Harz schön ins Holz einziehen kann. An beanspruchten Stellen ( Radläufe etc.) mit Epoxy Gelcoat als 2 Schicht.

    Das dient dazu das Holz abzusperren um bei späteren Lackschäden zu verhindern, das Feuchtigkeit ins Holz eindringen kann. Ansonsten würde es dort aufquellen und die Lackschicht weiter schädigen.

    Die Trocknungszeit kann bis zu 1 Woche dauern bei 18 - 20 Grad. Staubtrocken nach 1- 2 Tagen. Auch sehr gut für Hart PVC geeignet, da die Lösemittel ( auch von Kunststoff Primer) das PVC angreifen und spröde machen. Die Oberfläche ist dann relativ hart und nicht mehr so empfindlich für Macken.


    Also - ganz wichtig!!! - das Holz muss überall auch in Bohrungen abgesperrt werden.





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  • Das ist der Grund, warum meistens Kunststoff verbastelt wird. Ist halt feuchteresistenter. Aber deine Holzschnitzkunst ist schon cool. Der Schriftzug ist dir sogar sehr gut gelungen für freihändig...

  • Schönen Dank für die Blumen!

    Bin halt n`Holzmensch.


    Die Motorhaube:


    Aus Balsaholz gedehmelt und mit Epoxy Glasfasermatten ( dünn) stabilisiert. Aufnahmen für das Haubenscharnier mit Buche Einleimer.


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  • Weiter gehts:


    Nachdem die Seiten nochmal geschliffen und mit Gel Coat gestrichen wurden, hab ich die leicht eingeklebten Türen mit einem Metall Puksägeblatt herausgetrennt. Waren ja nur 3 Stellen beim Türausschnitt 2 oben, eine unten.


    Aber jetzt wurde es Schwierig.

    Wie der geneigte Leser ;) vielleicht schon bemerkt hat. Was mach ich mit dem riesigen Getriebe in der Mitte.


    Lösung:

    einfach mal Freestylemäßig anfangen und gucken wie`s geht.


    Aus 2 mm Hart PVC die obere eckige Grundform in der mindest möglichen Breite verklebt. Die Seitenwände sind noch sehr breit ( hoch) gehalten. Diese wurden mit einem Heißluftfön erhitzt und so dann über das Getriebe gestülpt. Das Ganze wurde mehrfach durch Anpassung der Breite/ Höhe in die Endgültige Form gebracht.
    Der Mitteltunnel wurde auf dem Chassis aufliegend mit Epoxy und Glasfaser von aussen laminiert, nach Trocknung dann dünn die Innenseite mit dem Empfängerfach.

    Jetzt wurde der Mitteltunnel an den Fußraum verschraubt usw. und mit Gel Coat allseitig gestrichen.

    Die Aussparungen sind für den Regler, der ja am Chassis bleiben soll und zur Motorbelüftung.


    Da ich auch die Belegung des Chassis mit den Bauteilen nicht ändern wollte, um auch evtl. die 1:10 Karo zu verwenden, muss ich jetzt mit dem recht breiten Mitteltunnel klar kommen. :scratch:




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  • Ja - da haste eigentlich recht. Aber da es ja mein erstes Modell dieser Art ist wollte ich es nicht weiter ausufern lassen. Die Karo hat ja so schon lange gedauert.


    Die Getriebe Motoreinheit versetzen, so dass die Kardanwellen noch passen, Platz für den Akku usw.


    Mit anpassen, angleichen und Auge zudrücken, is es bis jetz noch immer jutjegange =O :)

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  • Chester Great ist von der Wundersamen Maschine erschaffen worden. Es ist der jüngere Zwillingsbruder :scratch: von Chester Grey, der ja im C44 sitzt. Der Name kommt vom grauen Brustkorb des Kleinen.


    Schönen Dank an jasonwelsh der die Dateien auf dem großen Portal der Dinge freigegeben hat. Es muss eine riesige Arbeit gewesen sein eine Figur mit 70 Bewegungen zu entwerfen. Und vor allem das Gesicht ist ein normales Gesicht, nicht so´n Fantasy mäßiges.


    Die original Figur ist glaub ich 45 cm hoch dafür lässt sich die Figur super auf 1:12 herunter scalieren. Nur die Gelenke waren recht eng und mussten nachgearbeitet werden.

    Bei der 1:6 er musste nichts nachbearbeitet werden, nur der Lenkarm, der sollte sehr leicht beweglich sein.


    Chester hat auch gleich Probesitzen wollen. Scham kennt er nicht.




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  • Hi Jungs!

    Cool, selber zu schnitzen!

    Vielleicht kennt ihr ihn ja noch nicht:

    Guckt mal bei Headquake's RC bei Facebook oder YouTube. Er hat das 3D schnitzen voll drauf und schon über 100 Karosserien geschnitzt.

    Link kann ich über Handy irgendwienicht einfügen...


    Nette Grüße


    Jens:bier:

  • Jau - danke für den Hinweis. Den kenn ich und hab mir ein paar seiner Videos angeschaut. Das hat mich dazu gebracht, es auch mal zu probieren.


    Ich find den Typ voll super - erst mal mit´m Fuchsschwanz n`Brett auftrennen usw. Und das Quitschen und Knatschen der Fzg - ist schon scale - würd ich sagen.

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