Wird es vielleicht ein Mad Max Wraith?

  • Nachdem ich hier längere Zeit mitgelesen habe und als Newbie dabei viel interessante Sachen gefunden habe, dachte ich mir, dass es an der Zeit ist kurz den Werdegang meines Axial Wraith 2.2 zu schildern. Bisher hatte ich nur ab und zu schnelle Fragen gestellt oder Kleinigkeiten gepostet...


    Angefangen hat es mit meinem Sohn, der auf die Idee kam, sich einen Crawler zuzulegen. Natürlich fragte er da bei mir nach, da ich schon seit fast immer Modellbau betreibe (Schwerpunkt Arbeitsschiffe und U-Boot). Also recherchiert, gelesen und viele Bilder von fertigen Fahrzeugen gesichtet. Mein Sohn war schon wieder auf ner neuen Party unterwegs aber mich hat das Thema nicht losgelassen. Hatte ich doch zwischendurch auch einige Crawler im "Mad Max" Style gesehen, die ich ganz schick fand. Die detailgetreuen Scaler fand ich auch ganz nett, ist aber nicht so meins. Da habe ich schon genug Gefrickel bei den Schiffen... .


    Was mich bei den Crawlern besonders fasziniert hatte, war das langsame Kraxeln in den felsigen Bereichen und was die Fahrzeuge da abliefern - Kurzum, sowas musste her. Als Anfänger im Spannungsfeld von Budget vs. Bauspaß vs. Performance vs. Teileverfügbarkeit verlor ich natürlich recht schnell den Überblick. Aber, der Gebrauchtmarkt hilft oft bei Entscheidungen. Bei mir in Form eines gefühlt günstigen Wraith 2.2 "Rock Bouncer". Wohl eine Eigenkreation des Vorbesitzers, der dem Wraith ein Metall-Cage spendiert hatte, alles andere war dann wohl mehr oder weniger vom einem RTR.



    Tja, im Nachhinein hätte ich vielleicht doch mehr lesen oder fragen sollen.... Egal, nun war er da und ich erstmal glücklich. Akku besorgt, Regler, Funke u. Empfänger hat man natürlich und raus in die freie Wildbahn. Die ersten Ausritte waren auch sehr spannend. Es hat sich aber herausgestellt, dass der Cage für mich nicht das Gelbe vom Ei ist. Wer schnell auf der Ebene unterwegs ist, freut sich bestimmt über die Stabilität. Geht es jedoch langsam rauf oder runter kippt die Fuhre mehr als sie fährt. Und das Lenkgestänge, sowas von Schrott. War wohl das Erste, was im Eigenbau gewechselt wurde.



    Blöd nur, dass der originale Rohrrahmen nicht dabei war und der zudem einen stolzen (Neu)Preis hat (wenn er denn zu bekommen ist). Ungefähr zu der Zeit bin ich hier im Forum gelandet und habe angefangen Fragen zu stellen.... Zudem musste unbedingt ein passender Regler her (wurde ein WP1080, wen wunderts).

    Nebenbei habe ich das Unterforum mit den Shaftys entdeckt und da schöne Eigenkreationen gesehen, alle ohne Rohrrahmen. Also Fusion360 an, Druckbett gelevelt und schon ging es los. Es sollte aber kein Shafty werden, habe mir erstmal nur die Idee geschnappt, die Kiste ohne Rohrrahmen zu betreiben.


    Das Ergebnis hatte ich schonmal gepostet: Wraith im neuen Kleid



    Ok, vom Design her nicht der Heuler, dafür im Gelände schon sehr viel besser. Kein vorschnelles Kippen mehr, steile Auffahrten gehen jetzt ohne große Probleme und das Langsame fing an deutlich mehr Spaß zu machen. Ok, mit seinen knapp 2,5 Kg war er gefühlt wieder etwas zu leicht, insbesondere auf der Vorderachse. Da gerade nichts anderes zur Hand war, wurden es erstmal Bleikügelchen für die Felgen...


    Felgengewicht etwas anders...


    Bis dahin hatte ich mich noch nicht besonders mit der eigentlichen Fahrzeugtechnik beschäftigt. Habe natürlich hier im Forum einiges aufgeschnappt, es aber wegen fehlender Praxis/Erfahrung nicht immer sinnvoll einordnen können. Insbesondere die Spreizung bei den Motoren-/Getriebe-Kombis hat mich immer wieder irritiert. Von 13T bis 80T ist eigentlich alles vertreten. Auch BL-Kombis, von denen ich aber als Schiffskapitän mal null Ahnung habe.


    Auch wenn ich bisher keinerlei Vergleiche habe und auch die Erfahrung fehlt, finde ich die eigentliche Basis vom Wraith schon gelungen. Da geht (bisher) nix kaputt, robuste Kunststoffe, leicht zu zerlegen und sie macht was sie soll. Trotzdem musste ich mir langsam eine Einkaufsliste anlegen, da ich einige Punkte angehen wollte.


    Schon da:

    * Andere Reifen --> 2.2 Champ Louise auf Plastefelgen sind schon drauf.

    * Neuer Akku --> Ist ein 3s 2,1Ah P-Ion geworden.

    * Hauptzahnrad/Ritzel-Kombis, Motoren --> 1x GoolRC-35T und 1x Surpass-45T, 87er und 80erHZ und 16er/20er Ritzel, hatte als Basis den Axial 55T Motor mit abgenagter 87/14-Kombi.

    * Licht vorn/hinten+Schalter.

    * Original Rohrrahmen.


    Kommt noch irgendwann:

    * Antriebsachsen mit Kardangelenk um Lenkeinschlag etwas zu erhöhen.

    * Federn/Dämpfer (habe vorn/hinten unterschiedliche Federhärten drin, was für den Metall-Cage gepasst hat, sich jetzt aber eher ungünstig wirkt).

    * Evtl. noch Underdrive hinten und irgendwas gegen den ausgeprägten Torque Twist.

    * Air-Brush-Farben und Spritzfüller.

    * Ach ja, das Interieur fehlt ja auch noch...


    Das mit dem Mad Max Style hatte ich natürlich immer noch auf dem Radar. Aber erstmal musste das Thema Rohrrahmen gelöst werden. Ich habe meinen Metall-Cage einfach als Tauschobjekt online gestellt. Nach einigen Wochen hat sich doch glatt jemand gemeldet und wollte ihn gegen einen leicht entstellten Rohrrahmen vom Rock Racer tauschen (Hecksektion fast komplett entfernt). Vor sowas hat ja der Modellbauer eigentlich keine Angst, lässt sich bestimmt irgendwie machen...



    Wie immer, wenn es dann richtig losgehen soll, kommt irgendwas dazwischen. Diesmal war es der abgelaufene Nutzungszeitraum meiner Fusion360 Privatlizenz. Eigentlich kein Problem außer, man ist mit dem falschen Browser unterwegs. Hat dann doch glatt 2 Wochen gedauert, bis es gelöst war.

    Jetzt konnte es endlich mit dem Mad Max losgehen. Kurze Sammlung, was alles an dem Cage an- bzw. eingebaut werden soll:


    - Akkuhalter für vorn.

    - Halter für den Regler, auch vorn.

    - Fette Motorhaube mit Ausschnitt für die Motoratrappe.

    - Motorattrappe.

    - Was Massives für das Frontfenster.

    - Massive Seitenteile.

    - Neues Dach mit Einstiegsluke.

    - Trägerplatte für den Empfänger im Heck.

    - Massives Heckfenster.

    - Heckplatte mit Rücklichtern.

    - Ladefläche mit Fass, Lachgasflaschen und/oder anderem Krimskram.


    Fangen wir doch mit simpel an, den Haltern für Akku, Regler und Empfänger. Sind in der Unterwäsche also wird es nicht schön sondern funktional. Nicht über die Filamentfarbe wundern. Das nette Kackbraun war noch da und eignet sich als Basisfarbe hervorragend. Am Ende bestimmt ja eher Rost und Dreck das Erscheinungsbild.

    Der Akku findet längs eingebaut seinen Platz unter Motorhaube und Motorattrappe. Die Halte sind so geneigt, dass der Akku durch das vordere Rohrgeflecht gerade so entnommen werden kann.

    Jetzt wurde auch gleich der wichtige Teil der Elektrik anprobiert. Passt.



    Die Motorhaube und den Motor hatte ich im Netz gefunden. Etwas für meine Belange angepasst (Motorhaube zum leichteren Druck längs geteilt und beim Motor das ganze Unterteil weggeschmissen). Bin noch unschlüssig, ob ich mit dem Druckergebnis zufrieden bin. Waren eigentlich als Probedrucke mit 0,3mm Schichten gedacht aber MAD Max soll ja nicht unbedingt schön sein. Die Haube braucht auch noch eine kleine Aussparung, damit der Akku daran vorbeipasst.



    So, muss jetzt nach dem Drucker schauen, der ist an der Front"Scheibe" dran... vain


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    Da hast Du ja eine "Leidensgeschichte" hinter Dir - man oh man :wut:


    "Fenster" würde ich vielleicht nicht massiv machen, sondern mit Fliegengitter arbeiten, nicht diesem feinmaschigen Kunststoff sondern dem aus Metall, was schon in Richtung "Hasengitter" geht - passt dann auch zum Thema "Mad Max"


    Mal sehen wie es bei Dir weiter geht...


    Herzliche Grüße! Detlef

  • Hallo Detlev,


    als Leidensgeschichte würde ich es jetzt nicht sehen. Ich stolper eher durch Ungeduld aber mit sehendem Auge in sowas. Macht dann trotzdem ungeheuer viel Spaß, dem Ganzen die für mich richtige Richtung zu geben...


    Gruß Jürgen

  • Uiuiuiuiui.....

    Ich hab das Gefühl, da wird was Heißes nach meinem Geschmack draus....

    Des will ich sehe:popcorn:

    Gruß Schreddl

    If you don't live for something....

    You'll die for nothing!

  • "Fenster" würde ich vielleicht nicht massiv machen, sondern mit Fliegengitter arbeiten, nicht diesem feinmaschigen Kunststoff sondern dem aus Metall, was schon in Richtung "Hasengitter" geht - passt dann auch zum Thema "Mad Max"

    Danke für die Anregung aber ich hatte das was Anderes im Sinn. Für die Seiten kann ich mir das aber schon vorstellen. Müsste so ein feines Drahtgeflecht auch noch irgendwo rumliegen haben...



    Was zum Durchschauen für vorn und hinten


    Das Teil vorn ist ein STL-Netzfund, habe ich natürlich gleich genommen und hat auch sehr gut gepasst. Wird nur zwischen die Rohre eingeclips und hält ohne weitere Befestigung. Aktuell noch der Probedruck, das Gleiche in fein läuft gerade im Drucker.

    Für hinten musste Fusion360 ran. Da es hier nicht so massiv zugehen sollte, musste ich mir eine andere Befestigung überlegen. Ich versuche es mal mit kleinen Kabelbindern und hoffe, dass die nachher weder das Gesamtbild noch die Dachkonstruktion stören.




    Vorschau Dach mit Luke


    Warum ich mir eine Luke einbilde, kann ich nicht genau erklären. Macht eigentlich auch wenig Sinn, da hier die Dachverstrebungen im Weg sind. Egal, der Wille zählt.

    Für die Vorlage habe bei den alten Humvees geschmult, da gab es doch welche mit sowas. Konstruiert ist das Ganze schneller als gedruckt. Da die Luke auch aufgehen sollte, muss ich wohl mit etwas Stützstruktur drucken, was in der Regel bei mir schief geht (egal welche Einstellung ich nehme, entweder geht sie nicht ab oder sie war umsonst). Wird wohl auf intensive Nacharbeit hinauslaufen.



    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen, klasse geschrieben, deine Einleitung und die Fotos machen Lust auf mehr! Ich setze mich dazu...


    Danke für die Blumen....


    Der Drucker war wieder fleißig und hat das Dach inkl. Luke ausgespuckt. Das Dach hat noch eine kleine Wärmebehandlung erhalten, damit es vorn schön der Neigung vom Rohrrahmen folgt. Wie erwartet hat der Lukendeckel natürlich nicht gepasst. Waren dann 2 Versionen + Nacharbeit nötig... . Bin aber nicht unzufrieden.



    Dach und Lukenaufnahme werden am Ende miteinander verklebt. Werde hiermit aber noch warten, bis das Farbkonzept steht.

    Grundsätzlich habe ich eine eher pazifistische Grundeinstellung - beißt sich aber irgendwie mit dem Mad Max Konzept. Normalerweise müsste jetzt noch ne ordentliche Wumme auf das Dach... wäre aber auch für die geplante Fahrzeugnutzung eher kontraproduktiv. Überlege gerade, ob ich das Accessoire hinten auf der Ladefläche platziere. Quasi als Sonderausstattung BGM-71 :lol2:.



    BGM 71 + TOW Raketen in offenen Holzkisten... mal sehen, ob sich das sinnvoll drucken lässt und hinten überhaupt noch Platz hat.



    Vorschau Ladefläche

    Womit wir schon bei der Ladefläche angelangt sind. Hier der erste Entwurf in CAD.



    Die Ladefläche hat keine direkte Verbindung zum Heckfenster. Sie liegt nur auf dem Rohrahmen auf, wird vorn am Querrohr eingeschuht und hinten mit dem beiden oberen Schrauben der Heckplatte befestigt. Damit reicht es lediglich diese beiden Schrauben zu lösen um an die Empfängerbox zu gelangen. Die beiden Befestigungen vorn/hinten werden mit der Ladefläche verklebt. Gibt etwas etwas Stabilität, da hier auch die beiden losen Dachholme befestigt werden sollen. Das Ölfass wird dann mit Seilen auf der Ladefläche verzurrt (wozu hat man denn nen Modellsegler, da finden sich bestimmt passende Seile...).


    Gruß Jürgen

  • Irgendwie habe ich das Gefühl im Krebsgang unterwegs zu sein. Nachdem die Ladefläche und die Befestigungen gedruckt waren, ging es ans Kleben. Ist ja nun keine Raketentechnik, mache ich nun auch schon seit mehr als 25 Jahren mit den unterschiedlichsten Klebstoffen. Diesmal jedoch habe ich beim Mischen des 2K-Epoxy wohl echt geträumt. Der wollte auch nach 3 Tagen nicht wirklich fest werden...


    Daher erstmal nur ein Bild der Teile.



    Als Lückenfüller habe ich dann einfach mal versucht zwei Holzkisten zu bauen. Die sollten eigentlich auch noch auf der Ladefläche verzurrt werden. Blöd nur, wenn sie dann irgendwie zu groß geraten sind - egal, kommen in die Restekiste und werden wohl noch irgendwann einer Verwendung zugeführt.



    Dafür sind die Seitenteile fertig gedruckt. Ist ja auch schon was.



    Langsam frage ich mich, wer die ganzen Teile schleifen/vorbereiten soll :aufreg:

    Zudem habe ich mich entschieden, die Dachluke nochmal neu zu konstruieren. Hatte hier im Forum Bilder vom HG P408 gesehen und festgestellt, dass da vom Detailierungsgrad noch Luft nach oben ist. Aber erstmal gehe ich jetzt kleben rofl


    Gruß Jürgen

  • Die zweite Runde kleben hat wieder einwandfrei funktioniert, obwohl der 2K-Epoxy sein Haltbarkeitsdatum längst überschritten hat...

    Habe mir gleich mal die Zeit genommen alle bisherigen Teile für eine erste Komplettanprobe zu verbauen. Passt bisher alles recht ordentlich, lässt sich einfach montieren/demontieren und sieht so aus, wie ursprünglich geplant.



    Das gedruckte Seitenfenster gefällt mir leider überhaupt nicht. Hier werde ich wohl die Idee von Detlef mit dem Fliegengitter aufgreifen.



    Jetzt kommt wohl der unangenehme Teil - Schleifen und lackieren. Bin noch total unschlüssig, welche Grundfarbe passen könnte, ob der Käfig mit lackiert wird (falls er sich das überhaupt gefallen lässt) und, wie sich Details wie Schweißnähte/Flexoberflächen darstellen lassen.

    Dafür habe ich aber schon eine Menge Rost produziert. Mal sehen wie ich das verarbeitet bekomme. Kann spannend werden...



    Vorher muss ich mir aber erst eine neue Lackierkabine bauen. Die Letzte war für mein U-Boot und ist mit knapp 1,2m x 0,5m x 0,7m dann doch etwas zu groß um damit in meiner kleinen Butze zu lackieren.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen!


    Die Stabilisation des zersägten Käfig durch das Einbinden von den gedruckten Teilen finde ich als gute Lösung! Mal gespannt wie das Auto lackiert wird und wie es dann wirkt!


    Herzliche Grüße! Detlef

  • Hallo Detlef,


    danke. Der Lösungsansatz hat sich geradezu angeboten. Ich musste die Stabilisatoren nur etwas warm verformen, damit nicht zu viel Zugspannung auf die Ladefläche wirkt. Ist ja erstmal nur PLA...


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    ich finde, daß der Wagen jetzt shon Hammer mäßig aussieht. Weiter so!

    Grüße aus dem Münsterland - Reinhard - und jetzt :) stolzer Besitzer eines Honcho :) und Chevy Blazer K5

  • Habe gerade einen Recaro-Sitz im Netz entdeckt. Schauen wir mal ob er in den Wraith passt, der Drucker läuft schon. Irgendwie muss ich ja auch an etwas Interieur denken. Die Kiste hatte ich ja absolut leer erstanden...


    Gruß Jürgen


    Hallo Jürgen,

    ich finde, daß der Wagen jetzt shon Hammer mäßig aussieht. Weiter so!

    Danke für das Lob, wird immer gern genommen vain

    Edited once, last by Huskz510: Ein Beitrag von Huskz510 mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Da hat die Post heute was Schöne gebracht...



    Die Kardanantriebsnwellen von KYX machen einen ordentlichen Eindruck, bin gespannt ob sie dann auch passen und wie oft ich die Achse falsch zusammenbauen werde....


    Gruß Jürgen

  • Tja, lief bis jetzt nicht so dolle...

    Habe die alten Antriebswellen demontiert und erstmal nur die Wellen von KYX probiert. Erste Seite top, also auch gleich das Alu-Knuckle rein, da die Axial-Knuckles ja den Lenkeinschlag begrenzen. Immer noch alles gut. Bei der zweiten Seite dann das Drama. Egal was ich gemacht habe, läuft die zweite Seite schwergängig. Alles, soweit möglich, quergetauscht. Hat aber keine Abhilfe gebracht. Habe die neuen Kardan-Antriebswellen jetzt mal vermessen und siehe da, die schwergängige Seite ist zwischen Lagerstelle C-Hubs und Lagerstelle Knuckle um 3 Zehntel länger und wird wohl dadurch zwischen den beiden Lagern verspannt.


    Was lerne ich daraus?

    1. Die Maßhaltigkeit der Axial-Teile ist überraschend gut.

    2. Der Spruch: "Ich kann es mir nicht leisten billig zu kaufen" hat sich wieder bewahrheitet.

    3. So eine Achse ist schon komplex in der Fertigung.


    Die alten Teile wieder rein zu machen ist für mich keine Option. Nennt sich ja Modellbau, da sollte mir doch ne Lösung einfallen...


    Gruß Jürgen

  • Deckt sich mit meinen Erfahrungen bei GPM, deren gut getarnter Schrott wohl vom selben Band fällt wie der von KYX (ja, ich übertreibe 😊).


    Bei mir war es eine Deadbolt-Achse, die hinten zurechtgefeilt werden musste. Die Maßhaltigkeit ist bei denen einfach erschreckend schlecht! :D

  • Alternatives Maßhaltigkeitsproblem, dass mir mit gleicher Wirkung mal begegnet ist: Das differentialseitige, abgeflachte Ende der Achse war nicht weit genug abgeflacht, und die gesamte Steckachse stand dadurch zu weit außen. Auch gerne genommen: Die Alu-Knuckles haben den Lagersitz an einer anderen Stelle als das Original. War allerdings nicht beim Wraith, sondern beim SCX10 (Achse), bzw. Yeti (Knuckle) - aber dennoch betraf es Axial-Alternativteile.


    Alu, bzw. Metall alleine reicht halt noch nicht - aber so hast Du es wenigstens für Andere getestet ;).


    Gruß

    Derk

  • Werde am Nachmittag mal schauen, ob ich der Achse mit Drehmaschine und Proxxon-Schleifer die 3 Zehntel sauber abtrotzen kann. Will nicht die Originalteile aufs Spiel setzen. Am Lagersitz des Alu-Knuckle ist kein Rankommen, das bekomme ich mit meinen Bordmitteln nicht gespannt... - werde berichten.


    Gruß Jürgen