Fuegos letzter Ritt - und Suche nach einem Nachfolger

  • Hallo Freunde des lustigen Modellbaus aus der Klamottenkiste,


    anlässlich eines verschenkten Coronaprojekts muss ich jetzt meinen einzigen mehr oder weniger funktionierenden Buggy noch mal flott machen. Aber erst mal von Vorne...


    Ich habe dem Sohn eines Kumpels, der mir immer viel hilft, nie auch nur eine Kleinigkeit dafür haben will, einen Tamiya Neofighter mit notwendigem Zubehör geschenkt. Der Junge findet schnelle Buggys prima, hatte bisher so einen Carson Destroyer Buggy, der natürlich auf Grund filigranster Bauweise recht häufig auf Ersatzteile angewiesen ist (oder Anders, die Karre ist zu schnell für die Stabilität). Jetzt hat er den Neofighterbausatz mit Papa zusammen gebaut, und will natürlich mal ein Rennen fahren. Und da kommt meine alte Karre ins Spiel...


    Ich habe vor Jahren mal den recht günstigen Robbe Fuego erstanden, aber nicht sooo oft gefahren. Geht meines Erachtens auch nicht, denn die Karre ist so wabbelig, und verliert die Schrauben schneller als man se neu eindrehen kann. Und schön isser auch nicht. Die Karre liegt seit seinem letzten Einsatz an einem französischen Strand bei mir im Keller im Karton, jetzt hab ich sie mal wieder rausgeholt...

  • So, da ist das gute Stück..

    - Heckflügel gebrochen und getapt

    - Karo gebrochen und getapt

    - Antriebsknochen rostig

    - Dämpfer dreckig

    - Motor leicht koorodiert

    aber läuft noch, nix festgerostet


    Man beachte die Urlaubsreparaturen mit Spaxschrauben, die halten wenigstens in dem weichen Kunststoff

  • Also, mal schauen was man auseinandernehemn muss, damit die Karre wieder fluppt...

    Stoßdämper in erbrämlichen Zustand (hinten sind es die Überbleibsel eines länsgt verstorbenen Tamiya Thundershot, vorne irgendwelche vom blauen Claus, aber auch schon so 15 Jahre alt)...

    Antriebswelle (nennt man wohl "scaligen Rost")

    Beim auseinaderbauen errinere ich mich an die bei Robbe blöde Montage des Mitnehmers, der ist auf eine konische Welle aufgepresst, ist immer etwas doof zu lösen, aber zum Glück noch keine galvanische Verbindung eingetreten...

    Und hier die stoßdämpfer nach dem reinigen und neu befüllen (im Hintegrrund nehmen die Kugellager ein Bad in Ballistol...

    Die Dämpfer würden ambitionierte Fahrer in den Wahnsinn treiben, für mich reichts dreimal...

  • Und dann mal einen Blick hinter die erste Klappe des Getriebes gewagt...

    sieht erstmal nicht sooo schlecht aus.

    In der zwischenzeit hat auch die erste Verklebung der Karobruchstellen geklappt, jetzt muss ich das spröde Zeugs noch irgendwie verstärken, Lexan kann das nicht sein, viel zu spröde...

  • Spröde und bricht? Evtl. man mit Bremsenreiniger in Berührung gekommen?


    Gruss Hardy

  • ne, die Karo war von Anfang an Sheyce und ist dann aber nicht besser geworden. Die vereinigt die Nachteile einer Lexanhaube mit denen eines Hardbodies: Wenig Details, Wenig Stabilität...

    Das ich die fenster ausgeschnitten habe, hat natürlich auch nicht zur Stabilität beigetragen. Der Heckflügel ist an einigen Stellen schon vom Tiefziehen so dünn, dass es eher sowas wie Folie ist...


    Insgesamt hat es der Fuego nie so richtig in mein Herz geschafft. Mal sehen, ob ich irgendwann mal dazu komme aus einigen Teilen was Neues zu basteln.


    Auf Kurz oder lang werd ich mir wohl mal so einen Neofighter zulegen, um die hin und wieder aufkommenden Buggygelüste zu befriedigen...

  • Hoffentlich wird es NICHT für den LETZTEN Einsatz. Es ist ja doch eine Menge Aufwand den Du betreibst, da sollte es schon etwas länger halten. Du wirst berichten... Viel Erfolg!

  • Lexan kann das nicht sein, viel zu spröde...

    Also so wie die Fehlstelle am Dach aussieht, wird das vermutlicht irgendein Polyvinylchlorid / PVC mit schlechten oder zuwenig Additiven sein ( oder einfach nur zu alt ), ist als Karosseriematerial gar nicht mal so selten anzutreffen, weil billiger als Polycarbonat / PC ( gebräuchlichste Handelsnamen u.a. : Lexan, Makrolon ).


    Evtl. man mit Bremsenreiniger in Berührung gekommen?

    Bremsenreiniger ist nur dann ein Problem, wenn er Aceton enthält. Der macht nämlich viele Kunststoffe u.a. spröde, das Zeug ist echt übel. Daher sollte man beim Kauf immer drauf achten, das man welchen ohne kauft !


    Aber auch bei acetonfreien BR sollte man eine Karo nicht sprichwörtlich dauernd drin baden, völlig harmlos ist natürlich auch der nicht. Aber bei normaler, kurzfristiger Anwendung, wie bspw. beim Fingerdöppen wegwischen oder Klebereste entfernen, droht keine Gefahr, weil BR ohne Aceton weitaus weniger aggressiv zu Kunststoffen ist als welcher mit Aceton.


    Ist in etwa das selbe wie mit Wasser. Beim duschen kann man selbiges warm immer wieder super aushalten, kocht es aber, darf man zum Arzt. ;)






    Gruss,

    Axel.

  • Die Erfahrung habe ich in den 90ern mit meinem Flachbahner gemacht. Wollte damit Spritrückstände entfernen. Beim nächsten Einschlag in die Bande hatte ich lauter kleine Brocken.


    Gruss Hardy

  • Die Karo vom Fuego hab ich allerdings nie mit irgendetwas gereinigt. Also entweder doofes Material, oder Alterserscheinungen. Wobei ich eher glaube, das es doofes Material ist, den meine andere Lexankaro von Robbe ist nach 20 Jahren kein Stück spröde...

  • Och, so ne leichte 1cm Betonschicht wär sicher nicht verkehrt. pump:D


    Aber mal im ernst, viel machen kann man da nicht mehr, ausser die Karo innen reinigen + entfetten und dann komplett mit ShoeGoo behandeln. Frag nicht nach der Dauer oder der Sauerei, aber es hilft tatsächlich, eine Karo am Leben zu halten.


    Man darfs nur nicht übertreiben, sonst wird da ne Bleiente draus. ;)




    Gruss,

    Axel.

  • Wenn man sich vorher bereits u.a. ne komplette Tiefziehbox, ne geeignete Hitzequelle und genug Plattenware für die Fehlversuche besorgt und die nächsten Wochen nix vor hat, dann ja, dann könnte man sich an Karosserien tiefziehen versuchen. Weil ohne das alles wirds etwas schwierig. ;)


    Tiefziehen ist leider nix, was man "mal grad so eben" macht, das Thema ist alles andere als trivial und braucht Geduld, Übung und leider auch ein wenig Geld. Deswegen gibts auch nur wenige Privatleute, die Karosssen ( bzw. komplexe Formen ) erfolgreich tiefziehen, und noch viel weniger, dessen Ergebnisse dann auch anderen gefällt; sprich die Teile halbwegs gleichmässig, faltenfrei und ohne Luftbläschen gezogen sind, und dabei auch noch von der Optik her passen !


    Was nützt eine perfekt gezogene Karo, wenn die Proportionen der Form total vergeigt sind, oder sie nicht penibelst erstellt worden ist ( jede noch so kleine Unebenheit, auch jedwede Kratzer, sieht man nachher sofort ).


    Aber das Drama fängt ja schon beim Abformen an. Wie sorge ich dafür, das sich die Karo durch das Gewicht der Gussmasse nicht verformt, welche Abformmaterialien kann ich überhaupt nehmen, kann ich mit dem Abguss auch gleich tiefziehen oder brauchts dafür wieder ein anderes, geeigneteres Material, welches Trennmittel nehm ich, etc.pp.usw... und das sind erst die ersten Legoklötzchen vom Todesstern 75159... X/



    Aber am besten bei Interesse mal die jeweiligen Foren und Youtube durchstöbern, hier würde das jetzt zu weit führen.






    Gruss,

    Axel.

  • Also, Tiefziehen kommt vorerst, vor Allem für die Karre nicht in Frage.

    Außerdem habe ich gestern Abend Getriebe und Diff auseinandergenommen, deshalb muss ich diesen Fred jetzt mal umbenennen. Für die Karre gibts nämich sicher keine Ersatzteile und selbst wenn es sie gäbe, müsste man quasi ein 100% Ersatz schaffen....

  • Karlsson

    Changed the title of the thread from “Robbe Fuego - flott machen für vermutlich letzten Einsatz” to “Fuegos letzter Ritt - und Suche nach einem Nachfolger”.
  • ne, ich glaube das lohnt nicht, so gut war er auch neu wieder nicht, der darf ins Altersheim. für paarn70 Tacken kriegste schon einen Neofighter, der hat alles was ich brauch...

    Aber einmal muss er noch ran...

    Gleich mach ich mal ne Aufstellung über die Defekte, und die sind durch gefühltes 3mal fahren gekommen...