Mein Double E E101-003 Defender 1/8 und seine Veränderung

  • Hallo,


    ich hatte in einem anderen Beitrag schon angekündigt, dass ich nach der Ankunft meines Double E E101-003 etwas zu den vorgenommenen Veränderungen schreiben werde. Es wird kein ganz so ausführlicher Bericht werden, dazu fehlt mir einfach die Zeit. Außerdem werde ich sicherlich -im Vergleich zu manch beeindruckenden Werken hier aus dem Forum- kein Hexenwerk vollbringen. Ich betreibe dieses „Hobby“ erst seit kurzer Zeit und war bisher eigentlich eher im gröberen handwerklichen Bereich aktiv. Bastelleien im Kleinformat waren bisher eher nicht meine Baustelle. Grobmotorik gepaart mit einer Portion Ungeduld werden für einige Pannen sorgen :tischkante:. Dennoch habe ich in meiner kurzen "Modellbastelkarriere" schon diverse Sachen zweckentfremdet, sogar Bügelperlen kamen zum Einsatz. :lol2:


    Zunächst noch ein paar Eindrücke.


    Die Optik vom Double E ist wirklich gut, auch wenn hier und da etwas nachgearbeitet werden muss (bspw. an den hinteren Türen, welche nicht sauber eingepasst wurden und deshalb etwas offen stehen). Der Rahmen und die Federelemente wirken solide. Die Technik hingegen -wen wundert das bei dem Preis- ist, nunja, stark verbesserungswürdig. Gefahren bin ich nun ein wenig auf dem Grundstück, funktionieren tut zwar alles irgendwie, aber dolle ist es nicht. Da das Fahrzeug ohnehin nicht so bleiben soll, haben mich die noch vorhandenen technischen Unzulänglichkeiten nicht sonderlich gestört.

    Die Innenausstattung finde ich sehr gelungen, ein ganz besonderes "Designelement" habe ich bei Betrachtung der Innenausstattung entdeckt, die Tachoarmaturen stehen Kopf (der Aufkleber hat die richtige Form, der Druck ist aber verkehrtherum), da hat wohl jemand geschlafen. :wut::lol2:


    Zum Lieferumfang gehört, die Anleitung, eine einfache Funke, ein 3000 mAh Li-Ion Akku, ein USB-Ladekabel sowie ein Werkzeug zum Lösen der Radmuttern.

    Die Felgen (Beadlockprinzip) gefallen mir recht gut, ich finde allerdings die Reifen vom Profil her mehr als unpassend. Kennt jemand „scalige“ Reifenalternativen für derartig große Felgendurchmesser (ca. 73mm am Felgenhorn)?


    Noch ein paar Maße:

    - Raddurchmesser ca. 125mm, Felgendurchmesser ca. 73mm
    - Radstand ca. 375mm
    - Breite ca. 264mm an der Radaußenseite, max. Breite an der Kotflügelverbreiterung ca. 243mm
    - Länge ohne Stoßstangen ca. 550mm
    - Achslänge von Mitnehmer zu Mitnehmer ca. 216mm


    Was habe ich vor?

    -
    Motortausch, rein soll der Holmes Hobbies Trailmaster 27T aus meinem DF-4J, der DF bekommt seinen Originalmotor zurück oder den Trailmaster 45T, der hier noch rumkullert.

    - Getriebetausch, verbaut werden soll ein 2-Gang Vollmetallgetriebe, welches inzwischen angekommen ist (Amazon ASIN: B01LSARMOW), ich denke, alles ist besser als das verbaute Kunststoffding. In irgendeinem Video auf youtube hat sich das Getriebe nach einem Motortausch zerlegt. Für das neue Getriebe möchte ich mir zunächst eine Ritzelabdeckung basteln um das Fahrzeug (uuuuuuund natürlich die Umwelt) vor Fett und die Ritzel vor Dreck zu schützen. Kombiniert werden soll das Ganze mit einer dazu passenden Getriebeplatte aus Aluminium.

    - Tausch der Kardanwellen (Amazon ASIN: B07LF7JKS9), die verrichten schon in meinem DF-4J problemlos ihren Dienst, sofern die Madenschrauben erstmal mit Schraubensicherung versehen sind…… blackeye Ich gehe davon aus, dass die Wellen verlängert werden müssen, was aber kein Problem ist, da der 4mm Sechskantstab ausgebaut werden kann, dann müssen leider zwei 4mm Inbusschlüssel daran glauben.

    -
    Tausch der Kunststoffachsen gegen welche aus Metall vom Chinamann, sind noch auf der Reise, habe hier bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, ggf. Einbau eines Differentiales in die Vorderachse.

    -
    Zudem Austausch des Reglers gegen einen Hobbywing QuicRun 1080 und des Empfängers gegen einen Absima R6FS mit passender Funke (CR6P).

    -
    Diverse optische (Stoßstangen, Astabstreifer etc.) und elektrische Veränderungen (Winde und Licht über Funke etc.).


    Den ganzen Krempel (insbesondere Motor und Getriebe) zu verbauen, wird sicherlich für mich zur Herausforderung, da ich versuchen möchte, die Innenausstattung möglichst zu erhalten, ggf. wird der Defender aber zum Zweisitzer. Was hierbei erschwerend hinzukommt ist, dass ich das Vehikel viel zu hoch finde :scratch:, ich möchte die Karosserie gerne um ca. 1-1,5cm absenken, was den Platz unter der Innenausstattung natürlich weiter beschränkt. Ggf. erfolgt das Ganze aber auch in Verbindung mit einer geringen Absenkung des Fahrwerks, was ich aber eigentlich vermeiden möchte.


    Bisher sind nur kleinere optische Veränderungen vorgenommen worden, u.a. wurden Lampen- und Fenstergitter (jeweils vorgesehen für den TRX 4) und andere Kotflügelverbreiterung (noch die vom TRX 4) angebracht, die gefallen mir einfach besser… Ggf. werden die aber nochmals getauscht, das Gummizeug kam derart „zerknüllert“ bei mir an, dass auch ein längeres Bad in heißem Wasser die ursprüngliche Form nicht wieder richtig hergestellt hat.

    Eine Weile rumgebastelt habe ich am Überrollkäfig und dem Dachträger. Käfig und Träger sind eigentlich für einen DF-4J bestimmt, der allerdings viel breiter, etwas niedriger und kürzer als der Double E ist. So wurde das Ganze in der Breite verschmälert, in der Länge und Höhe verlängert. Mir gefällt das Ergebnis recht gut.


    Auf dem 2. und 3. Bild (Fotos Teil 2) habe ich an der Hinterachse mal eine alternative (einfache) Rad/Reifenkombination montiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass, sofern man die originalen Achsen behalten möchte, nur Felgen mit ordentlich Offset (ich hoffe das ist der richtige Begriff) oder aber breitere Mitnehmer verwendet werden müssen. Das Gewinde auf den Achswellen fängt derart weit außen an, dass man die anderen Felgen nicht festgeschraubt bekommt, weil das Gewinde (nach innen hin) vorzeitig endet...


    Gerne würde ich aber die originalen Felgen behalten, finde aber keine passenden Reifen mit einem Innendurchmesser von ca. 70mm. golly

    Ich habe bisher kein Zubehör für den Double E E101-003 gefunden, es ist bisher alles mit Anpassungsarbeit, Kompromissen und Glück verbunden.


    Gruß

    Daniel



    Hier noch einige Fotos (Teil 1):



  • da lese ich doch mal hier mit . Ich habe mir gestern einen in Grün bestellt. Der soll voraussichtlich am 19.12 ankommen.

    Geplante Umbauten sind bei mir erst mal Motor, Lenkservo und Regler . Räder wollte ich auf 1.9er Beadlock mit 120mm Reifen aufbauen und das Fahrwerk mittels anderer Dämpfer und Federn leicht absenken. Gibt ein paar schöne Videos bei YouTube wo der eine gute Figur am Strand gemacht hat

  • Bei mir hat sich der Kaufpreis soeben auf ca. 150 € reduziert, ich hatte ein paar optische Mängel gerügt (auf dem Dach waren Kratzer vorhanden, welche mit schwarzem Edding übermalt wurden), mir werden 40 € erstattet. Die Kratzer sieht man durch den Dachträger nun nicht mehr.


    Ich bin aus Zeitgründen nicht wirklich weiter gekommen, aktuell improvisiere ich an einer Ritzelabdeckung (Motor+Getriebe) rum schön ist allerdings anders... Ich warte auf die Achsen, die sollen als erstes rein.

    Gruß
    Daniel

    Edited once, last by dhfly ().

  • Hallo,

    ich wollte mich mal wieder mit einem kleinen Update melden. Es geht langsam voran, die benötigten Teile sind nun nahezu vollständig angekommen. Mühsam ernährt sich das Eichhorn...

    Bisher habe ich die Karosserie um ca. 10 mm abgesenkt. Realisiert wurde dies durch Verlegung der Auflagen der Karosserie nach unten, siehe Bilder. Verwendet habe ich hierfür Winkelprofilstücken aus Alu i.V.m. mit angepassten Aufnahmen für die neuen Stoßstangen.





    Das Gepäckabteil musste dafür „gechanneled“ werden, siehe Bild, sieht noch etwas wüst aus, der Kofferraum bekommt noch einen neuen Boden.



    Auch die neuen Achsen aus Aluminium sind eingebaut (gedacht für den SCX10), die oberen Verstrebungen/Links mussten hierbei gekürzt werden. Da die Streben aus Vollmaterial sind, habe ich sie einfach gekürzt und das Gewinde für die „Rods“ verlängert.




    Ein weiterer positiver Effekt konnte durch die Achsen erreicht werden. Die Aufnahme der Federbeine ist an den neuen Achsen ca. 5 mm tiefer angebracht als bei den originalen Achsen, was eine weitere Tieferlegung bewirkte und ich mir neue kürzere Federbeine zunächst sparen kann.
    Insgesamt konnte ich also eine Tieferlegung von ca. 15 mm erreichen, wobei das Fahrwerk ansich nur ca. 5 mm nach unter wandern musste und die Bodenfreiheit nicht zu sehr beschnitten wurde.

    Die seitlichen „Wannen“ unten den Türen (wie heißen die richtig?) müssen entsprechend der Karosserieabsenkung auch noch etwas nach unten versetzt werden. Bei den Achsen verwende ich 15mm Mitnehmer, i.V.m. den neuen Felgen und Reifen passt das alles recht gut, ich finde die Spurbreite perfekt. Die "Federtürme" wurden gegen welche aus Aluminium ersetzt, die sind eigentlich für irgendein Axial-Modell gedacht.




    Das Lenkservo wurde auf der Achse montiert, ist mir so lieber, im Motorraum musste dafür Platz dafür geschaffen werden (fürs Einfedern). Da das originale stabilisierende Kunststoffteil fast vollständig weichen musste, habe ich hinter den Federbeinen zwischen den Rahmenstreben noch eine Querverstrebung eingebaut. Im Motorraum ist noch genug Platz um das große Soundmodul dort unterzubekommen, einzig für den Akku muss ich mir noch etwas überlegen. Als nächstes möchte ich mir etwas bauen, um die Karosserie schneller abbauen zu können, diese ist normalerweise mit diversen Schrauben mit dem Chassis verbunden, mal schauen was daraus wird.



    Die Getriebe-/Motorplatte ist ebenfalls getauscht, es ich habe nichts passenderes gefunden, deshalb musste ich den Breitenunterschied ausgleichen, zunächst habe ich mir da etwas aus Siebdruckmaterial geschnitzt. Das mache ich aber noch mal aus Kunststoff, der passende Materialspender ist schon im Blick (Schneidebrett ;-) ).




    Als nächsten geht es darum, die neue Motor-/Getriebeeinheit im Innenraum unterzubringen, davor graut es mir etwas, ich möchte die Innenausstattung nicht komplett zerstören müssen.


    Im nächsten Beitrag findet ihr noch ein paar Gesamtansichten. Die Radlaufverbreiterungen habe ich doch nochmals gegen andere getauscht, die vorderen Radläufe muss ich noch etwas mehr ausfräsen.


    Gruß

    Daniel

  • da hast du aber ordentlich was geschafft . Ich war heute das erste Mal mit meinem draußen. Der Motor ist echt enttäuschend von der Kraft. Jetzt liegt meiner zerlegt auf dem Tisch und wird überarbeitet.


    Ich werde das bei Dir mal weiter verfolgen. Das tieferlegen der Karo gefällt mir .

  • Ich war heute das erste Mal mit meinem draußen. Der Motor ist echt enttäuschend von der Kraft. Jetzt liegt meiner zerlegt auf dem Tisch und wird überarbeitet.

    Moin,

    mit der originalen Technik habe ich gar nicht erst rumprobiert. Auch die Achsen haben dermaßen Spiel, das ist nix... Was meinst du ansonsten zu deinem Kauf?

  • Bin zufrieden für den Preis . Ich werde jetzt erst mal einen stärkeren Motor verbauen und alles auf Kugellager umbauen. Dsnn ist auch das Spiel in den Achsen weg . Anderen Regler noch rein und dann schauen wir mal.


    Bei uns in der Gruppe hier in Kiel fahren jetzt 3 von den Defendern . Schauen wir mal wie haltbar die Originalteile sind .

  • habe auch gerade umgebaut. Original Motor ist mir gleich mit neuer Technik um die Ohren geflogen. Hab erstmal nen 35t verbaut. Mal testen ob das okay ist. Denke aber 55t passt besser. Werde Original Getriebe und Achsen erstmal lassen. Fand das Spiel nicht so schlimm.

  • Guten Morgen,

    auch von mir mal wieder eine kleine Aktualisierung. Es hat sich ein wenig was getan, dennoch habe ich viel Zeit dafür verwenden müssen, Pannen zu beheben.....


    Zunächst war mir aufgefallen, dass die Zubehör Chinaachsen diesmal nicht so ein guter Griff waren. Die Hinterachse ist in Ordnung, die Vorderachse eher nicht so. Die Räder zeigten von vornherein nach innen. Stellte ich bspw. das linke Rad gerade, zeigte das rechte deutlich nach innen.

    Achsvermessung doofy:



    Nachdem ich ein neues Lenkgestänge gebaut hatte, habe ich das Problem halbwegs in den Griff bekommen.


    Die vordere Aufnahme der Stoßstangenhalterung habe ich abgeändert bzw. neu gemacht, auch die Abstandshalter der Getriebeplatte (hin zum Rahmen) habe ich aus Schneidebrettkunststoff neu gemacht (zunächst waren die aus Siebdruckmaterial). Die Aufnahmen für die Karosserie vorne und hinten sind auch fertig.

    Die Karosserie wird nun komplett mit Rändelschrauben bzw. Rändelmuttern befestigt.




    Erste Anprobe von Motor und Getriebe:



    Das Schaltservor habe ich nach unten verlegt um nach oben hin Platz für die Innenausstattung zu gewinnen. Bitte nicht über meine Ritzelabdeckung schmunzeln, die Abdeckung passte einfach nicht über das große Hauptritzel (gehört eigentlich zu einem anderen Getriebe). Ich musste die Abdeckung komplett zerschneiden und irgendwie zusammenfügen. Ich wollte mich schon lange mal im Alu-Löten versuchen, doch die Aufgabe war mir für den Anfang dann doch eine Nummer zu schwierig. Alukaschiertes Klebeband ergibt ab einer gewissen Lagenzahl auch eine recht stabile Verbindung . :hand_head:



    Weiter geht es im nächsten Beitrag.

  • Als nächstes habe ich mich mit der Anpassung der Innenausstattung befasst. Es war ein Dremelgemetzel. Aber in groben Zügen ist sie erhalten geblieben, alle fünf Sitze konnten bleiben.



    Danach wollte ich die LED-Beleuchtung umlöten und die Dachscheinwerfer einbinden. Ich hätte vorher mal prüfen sollen, wie vie Volt der originale Regler/Empfänger ausgibt. :wut: Nachdem ich gelötet hatte, habe ich die Beleuchtung getestet (mit den üblichen 6 Volt). Die originalen LEDs des Double E leuchteten sehr hell.... kurz... dann nicht mehr, die zusätzlichen Dachscheinwerfer leuchteten munter weiter. Ich gehe davon aus, dass die originale Spannung für die LEDs deutlich geringer ist. Ich habe dann neue LEDs verbaut und verkabelt.


    Ordnung gemacht:



    Ich mag die Heißkleberbefestigung von Kabeln nicht, daher nutze ich Klebeband, sieht eh keiner :aetsch:


    Ich habe mich bezüglich der Reifen nochmals umentschieden:



    Auch diese Aktion hat deutlich länger gedauert als erwartet. Für den Reifenwechsel habe ich die nachgekauften Felgen von der ursprünglichen Bereifung befreit und die schmaleren Reifen aufgezogen. Beim Anziehen der Schrauben (2,5 mm) der ersten Felge habe ich schon gemerkt, das wird nichts. Diese Buttergewinde waren nur in die Mitnehmeraufnahme reingehaucht, sodass das Ergebnis absehbar war..... Ich habe dann 20 2,5er Gewinde auf 3 mm abgeändert und dann hat es geklappt.


    Gruß

    Daniel

  • habe auch gerade umgebaut. Original Motor ist mir gleich mit neuer Technik um die Ohren geflogen. Hab erstmal nen 35t verbaut. Mal testen ob das okay ist. Denke aber 55t passt besser. Werde Original Getriebe und Achsen erstmal lassen. Fand das Spiel nicht so schlimm.


    Hast du auch andere Federn / Federbeine verbaut?

  • Ich habe den Brocken nach den bisherigen Veränderungen heute erstmals mit der Karosserie fahren lassen. Der 45t Holmes Hobbies hatte im hohen Gang kräftig zu tun um das schwere Ding über ein Hindernis zu bewegen. Muss morgen mal das Gewicht ermitteln.


    Eines ist mir heute deutlich geworden, die Vorderachse aus dem Zubehör ist absoluter Murks.... Schon lange vor dem maximalen Lenkeinschlag sperren die Gelenke der CVDs so dermaßen, dass ein normales Fahren nicht möglich ist. Der ganze Wagen schüttelt sich. Da habe ich wohl kräftig daneben gelangt und Pech gehabt <X