Das wäre einfach haben sie gesagt.

  • Habe mich aufgrund des letzten Urlaubs an der Ostsee wieder mit dem Schiffsvirus anstecken lassen.

    Ich habe schon vor über 30 Jahren mit dem Schiffsmodellbau meine Zeit vertrieben und bin dann doch letztendlich bei den RC Cars hängen geblieben. Während meiner Boots Ära habe ich so ziemlich alles zusammengeklebt was man irgendwie aufs Wasser setzen konnte.

    Da Waren historische Standmodelle, Krabbenkutter, Rohrleger und eine Dampfbarkasse vertreten. Hinzu kam noch ein Wettbewerbssegler der 1 Meter Klasse. Ein Segelflieger, ein Fesselflieger und ein RC Car ( ein sogenanntes Hackbrett) waren der Vollständigkeit halber auch noch dabei.

    Ein 1:5er Verbrenner von Gröschl nannte ich auch mein Eigen.

    Und nun sollte es wieder mal ein Standmodell sein. Angeregt durch die Segelverrückten an der Ostsee haben es mir die Jollen angetan.

    Vor Ort fing ich dann schon sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte an im Internet nach entsprechendem Bastelmaterial zu schauen.

    Und siehe da, die Fa. Krick hatte eine solche Jolle im Programm und das auch noch in unserem geliebten Maßstab 1:10.

    Da ich schon ein halbes Leben nichts mehr mit der eigentlichen Holzverarbeitung und dem Verkleben von Spanten zu tun hatte kam mir die Aussage "für Anfänger geeignet" sehr entgegen.

    Vorausgesetzt man war nicht absolut schmerzfrei, stellte sich das Anfängermodell im Nachhinein als ausgesprochen schwierig dar.

    Wenn man Wert auf ein einwandfreies Äußeres legte war das ganze kaum zu bewältigen.

    Aber die Schmuddelwetterzeit ist ja relativ lang und ich hoffe das das kleine Schmuckstück irgendwann einmal in fertigem Zustand die Vitrine ziert.

  • Auf der Packung ist ein Druckfehler: da steht "Modellbau vom Besten", müsste aber heißen "Modellbau für die Besten", ist ja schließlich Krick und nicht Tamiya...:D

  • Naja, ich weiß ja nicht, woher die Info "für Anfänger geeignet" kommt,

    aber auf der Herstellerseite

    https://www.krickshop.de/pirat…article&ProdNr=21202&p=80

    wird das Teil mir Schwierigkeitsstufe 3 gelistet:

    "Es sollte bereits ein Modell dieser Art gebaut worden sein. Die Anleitung geht nicht unbedingt auf alle Grundlagen ein."

    Aber da du ja schon Erfahrungen im Schifflebauen hast, bekommst du das gaanz bestimmt super hin!

  • Um das Ganze komplizierter zu machen hab ich aus den vorgestanzten Teilen mal Planken raus geschnitten. Damit kriegt man die Form besser hin und man muss ja schließlich nicht alles nachmachen was die einem vorschreiben. Dann wirds halt eine Pirat aus dem Jahre 1938. Old school halt. rofl

    you can go fast - I can go anywhere! :blazer:

  • Du legst aber ein Tempo vor!

    Sei froh, dass es ein Level-3-Modell ist, sonst wärst du schon fertig und der ganze Spaß vorbei.

    Ein sehr schönes Modell!

  • Bei den Pfadfindern haben wir mal nen Pirat restauriert, war irgendwo inne DDR gebaut worden, hatte dann Jahre in irgendeinem Stall gelegen. Schönes Holzboot, rattenschwer. Da haben wir dann ein bischen segeln gelernt... Erinnert mich irgendwie daran...

  • Dann hast du ja auf der Jolle schlechthin die Seemannschaft gelernt. Auf so nen Scheunenfund hätte ich auch mächtig Bock. So ein Holzpirat ist doch ein absolutes Sahnehäppchen gegen die Plastepiraten. Sehen zwar noch von der Form her genauso aus strahlen aber nicht dieses Flair eines echten Oldies aus

    you can go fast - I can go anywhere! :blazer:

  • Von wegen Hei Tegg Alu Mast :lol2:Die spinnen doch.:aufreg:

    Wer wie ich ne Vorbildung als technischer Zeichner (Fachrichtung Maschinenbau) hat ist klar im Vorteil. Und wenn man dann noch des Lesens der mehr als spärlichen Beschreibung mächtig ist, sollte das schon in erhöhtem Maße von Nutzen sein. rofl

  • Das ist aber sowas von einfach:aufreg:Das haben die zwar nicht gesagt aber die spinnen die Krickler. Maßstab hin oder her aber wie soll man aus diesen winzigen hauchdünnen gelaserten Messingteilen ein funktionierendes Ruderscharnier oder Segelblöcke zaubern. Da ist ja Blattgold dicker. Selbst Feinmotoriker sind anschließend reif für die Klapse. Ich hab den ersten Versuch einen Segelblock zusammen zu kleben verzweifelt unterbrochen und das Teil in die Ecke geknallt. Man kann mich schwer aus der Balance bringen aber das ist einfach zu viel des Guten. Zum Glück gibt es von der Fa. Jojo das gleiche Modell mit einem fertigen Beschlagsatz und fertigen Segeln die man nicht erst zusammen kleben muss. Leider habe ich das zu spät gemerkt - hab ich halt zwei Baukästen. Nicht das schlechteste sollte der Dampfer bei Sturm einmal leck schlagen oder der Mast brechen. Zack - und schon sind Ersatzteile zur Hand rofl

  • ich habe das Gefühl, dass auch du nicht mit Pinzettengleichen Fingern auf die Welt gekommen bist...Man, das ist klein, kann deine Frustration durchaus nachvollziehen. Aus dem Grund würde ich auch nie so Standmodelle historischer Sekelschiffe bauen wollen, wo man selbst als Uhrmacher die Kriese kriegt. Das sind glaube ich Nischenprodukte für "andere" Menschen...

  • Ich wed mir das Baukästchen der Fa. JoJo bestellen und dann kund tun was er so zu bieten hat.

    Was den Bau von Standmodellen anbelangt kann ich nur sagen - so schwer ist das gar nicht.

    Wenn da jemand Interesse dran hat kann ich die Lektüre " Historische Schiffsmodelle. Das Handbuch für Modellbauer" von Mondfeld empfehlen.

    Im Falle meiner Jolle ist das ganze eigentlich nur so schwierig weil die Spanten tatsächlich unheimlich dünn sind, halt im Maßstab 1:10 gehalten. Und darauf sollen nun die Planken geklebt werden und halten.

    Im eigentlichen historischen Modellbau sind die Spanten wesentlich dicker und die Boote werden in der Regel doppelt beplankt und mit dünnen Stahlstiften während der Trocknung des Leims auf den Spanten fixiert.

    Ich hab bei meinem Segelbootchen den Rumpf in der von Krick vorgesehenen Bauweise komplett über den Haufen geworfen da sich die vorgestanzten Brettchen so gut wie gar nicht an die Rumpfform anpassen lassen.

    Und das ganze soll dann auch noch auf die hauchdünnen Spanten geklebt werden. Und dann auch noch halten!!!!!

    Wie man das in die Form bringen soll und bis Trocknung auch noch fixieren will ist mir ein Rätsel.

    Zudem kommt noch das ein Anfänger oder wenig Geübter total auf dem Schlauch steht da mit keiner Silbe die Vorgehensweise erklärt wird. Lediglich welches Teil mit wem zusammen geklebt werden muss.

    Ja vielen Dank auch - da ist an allen Ecken free style angesagt.

    Also hab ich die Brettchen in Streifen geschnitten und somit Planken imitiert.

    Sieht für meine Begriffe natürlicher aus und ich denke mir das die ersten Jollen aus dem Jahr 1938 auch so gebaut wurden.

    So genug gesabbelt. Ihr denkt Euch sicherlich was labert der da, wir sind schließlich in einem Autole Forum unterwegs. Nur manchmal geht halt der Gaul mit mir durch wenn ich mal wieder die See unter den Stiefeln hattend mir der tpische Geruch um die Nase wehte.


    In diesem Sinne liebe Grüße

    Euer Rheinlandbadenser

    you can go fast - I can go anywhere! :blazer:

  • Das ist aber sowas von einfach:aufreg:Das haben die zwar nicht gesagt aber die spinnen die Krickler. Maßstab hin oder her aber wie soll man aus diesen winzigen hauchdünnen gelaserten Messingteilen ein funktionierendes Ruderscharnier oder Segelblöcke zaubern. Da ist ja Blattgold dicker. Selbst Feinmotoriker sind anschließend reif für die Klapse. Ich hab den ersten Versuch einen Segelblock zusammen zu kleben verzweifelt unterbrochen und das Teil in die Ecke geknallt. Man kann mich schwer aus der Balance bringen aber das ist einfach zu viel des Guten. Zum Glück gibt es von der Fa. Jojo das gleiche Modell mit einem fertigen Beschlagsatz und fertigen Segeln die man nicht erst zusammen kleben muss. Leider habe ich das zu spät gemerkt - hab ich halt zwei Baukästen. Nicht das schlechteste sollte der Dampfer bei Sturm einmal leck schlagen oder der Mast brechen. Zack - und schon sind Ersatzteile zur Hand rofl

    Das ist nicht gelasert, das ist Ätzmetall. Eigentlich mit dem richtigen Werkzeig und Pinzetten und Feingefühl gut zu bearbeiten.

    Ich habe schon damit gearbeitet im Maßstab 1:160. Soll ich Dir weiterhelfen?

  • Nee lass mal ich bestell mir den Kasten von Jojo. Es dreht sich ja auch noch um die Segel. Die zu kleben ist genauso irre.

    you can go fast - I can go anywhere! :blazer:

  • da sich die vorgestanzten Brettchen so gut wie gar nicht an die Rumpfform anpassen lassen.

    Und das ganze soll dann auch noch auf die hauchdünnen Spanten geklebt werden. Und dann auch noch halten!!!!!

    Wie man das in die Form bringen soll und bis Trocknung auch noch fixieren will ist mir ein Rätsel.

    ... hmm sag mal -- hast Du die Planken für den Rumpf "trocken" verarbeitet ? Oder gewässert beziehungsweise über Wasserdampf etwas gefügiger gemacht?


    Wenn nicht --- und zur Veranschaulichung dessen, was ich meine, eines von zahlreichen Videos zu dem Thema...Es war einfach das erste, welches in der Suche aufgetaucht ist ... geht vermutlich auch noch besser oder anders...




    Ich denke, der Verfasser hat nichts dagegen, wenn das hier veröffentlicht wird...

    Vielleicht hilft es ja


    Grüße

    Wolf