• Hallo, ich lerne mich gerade in das neue Hobby ein. Ich les3 immer wieder vom “Aufbleien der Felgen”. Was verwendet Ihr dazu und wo/ wie genau wird das montiert? Sind das Wuchtgewichte vom Reifenhändler wie sie an unseren großen Autos verwendet werden? Wieviel Gramm ungefähr pro Rad bei 1:10 Autos mit Hard Body?

  • Schau mal ebay Artikelnummer 192614927060

    Als Beispiel !

    Diese Gewichte verklebe ich schon seit Jahren, bei einer 1.9" Felge in der regel 75 gramm.

    Einfach auf den Innenring außen verkleben, fertig.

    Manche Leut schnibbeln sich Bleiband zurecht oder Bleireste aus dem Dachdecker Handwerk.

    Kann billiger sein, aber auch mehr an Arbeit.

    Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

    (vermutlich Einstein)


    WER SCHWEIGT, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit IDIOTEN zu diskutieren.

    (Garantiert von Einstein)

  • Die Frage ist des Gewichts ist eine schwierige Frage... eine Frage, tausend Meinungen :lol!!:


    Persönlich handhabe ich es wie caessy, eine Lage Klebegewichte welche ca. 75-80gr ausmachen.

    Allerdings gibt es auch schwere Felgen, da kann man sich das aufbleiben komplett sparen.


    mfg

    Thomas

    Fuhrpark: Reely Freemen und irgendwas mit TRX-4 Achsen im Bau :lol!!:

  • Servus Wolfgang,


    pauschal kann man die Frage nicht beantworten!


    Es kommt auf das Fahrzeug, das Gewicht, den Schwerpunkt, die Breite, dem Setup usw. an.


    Je schwerer ein Scaler/Crawler ist um so realistischer ist das Fahrbild. Wenn es darum geht, dass er nicht so leicht kippt, ist Gewicht an Achse/Rädern natürlich gut.


    Es gibt aber auch Beef Tubes, Messing-Rohre IN den Achs-Gehäusen, diese verursachen auch keine Unwucht. Dazu kann man Messing C-Hubs und Messing-Gewichte verwenden, welche an die Felgen-Mitnehmer geschraubt werden.


    Wucht-Gewichte vom Reifenhandel sind meist kostenlos und werden oft verwendet. Damit hat manschnell Unwucht an den Rädern, da die Gewichte nie zu 100 % um den Umfang des Beadlock-Innenrings passen. Man sollte die Gewichte zumindest mit Klebeband umwickeln, da sich diese bei Wheelspin oder harten Landungen schon mal lösen.


    Ich verwende, wie andere auch, selbstklebende Dachdecker-Bleifolie. Gibt es in 1,0, 1,5, 2,0 .... Millimeter. Die Bleifolie kann man mit Teppichmesser und Stahllineal sauber auf Breite schneiden und nach dem aufkleben natürlich mit Klebeband sichern.


    Die Bleifolie trägt außerdem am wenigsten auf und man kann problemlos auch 2 oder 3 Lagen aufeinander kleben. Auf dem Foto siehst Du Felgen mit Bleifolie.



    Kann natürllich jeder machen wie er will aber deine Frage ist hoffentlich beantwortet.


    Grüße

    Walter

  • Bleireste aus dem Dachdecker Handwerk

    Ich verwende, wie andere auch, selbstklebende Dachdecker-Bleifolie. Gibt es in 1,0, 1,5, 2,0 .... Millimeter. Die Bleifolie kann man mit Teppichmesser und Stahllineal sauber auf Breite schneiden und nach dem aufkleben natürlich mit Klebeband sichern.


    Ein befreundeter Zimmermann versorgt mich immer mal wieder mit Nachschub, das fällt auch bei der Sanierung von Dächern immer mal wieder als Abfall an.


    Lässt sich gut verarbeiten und trägt nicht viel auf.


    Meine Räder haben insgesamt (Felge+Blei+Reifen) i.d.R. zwischen 250-280g/Rad, da hat aber jeder seine eigene "Religion".



    .

  • Hallo Wolfgangh,


    Wie Walter alpenkraxler schon andeutete, ist es nicht immer sinnvoll die Räder aufzubleien.


    Der Grund liegt, wie auch schon angesprochen, darin den Schwerpunkt durch mehr Gewicht möglichst weit unten, nach unten zu verlagern damit die Fahrzeuge im Gelände nicht so schnell kippen. Räder, Achsen und Links (Längslenker um die Achsen beweglich zu befestigen) sind dabei gerne gewählte Komponenten, da sie der Anforderung "möglichst weit unten" entsprechen.

    Das Aufbleien der Räder ist eine der günstigsten Alternativen, hat aber auch seine Nachteile. Objektiv bewertet, das zusätzliche Blei wirkt sich negativ auf den Antriebsstrang aus, denn um das schwerer gewordene Rad in Bewegung zu setzen muss mehr Kraft erzeugt werden, das sich wiederum mechanisch belastend auf alle Komponenten im Antriebsstrang auswirkt. Je größer der Umfang der Felge und des Ringes der Bleigewichte, desto größer die Belastung. Schau mal Eiskunstläufern zu, wenn sie eine Pirouette drehen, sind die Arme ausgestreckt drehen sie sich langsamer, sind die Arme am Körper drehen sie sich schneller. Ein anderer Nachteil, die auf der Felge aufgeklebten Gewichte nehmen einen Platz ein, der Außendurchmesser der Felge wird größer. Reifeneinlagen können so eventuell viel schwieriger zu montieren sein oder sie können gar dazu führen, das Reifen eiern in Seitenführung oder einen Höhenschlag bekommen. Weiterhin erhöhen aufgebleite Räder die ungefederte Masse.

    Als Gegenargument können die niedrigen Drehzahlen und Geschwindigkeiten aufgeführt werden und das diese Punkte deswegen bei den Scalecrawlern kaum zum Tragen kommen. Doch sollten sie benannt werden und jeder sollte selber entscheiden. Ich persönlich habe Messing Hubs (Radträger), Messing Links und Messingteile an den Achsen eingesetzt um den Schwerpunkt nach unten zu verlagern.


    Ein Tipp, wenn Dir Begriffe in ihrer Bedeutung nicht klar sind, schau im Lexikon nach, dort ist vieles erklärt! Wie z.B. Beeftubes, das sind Messingröhrchen, die so gemacht sind, das sie Hohlräume in den Achsgehäusen ausfüllen ohne die Drehbewegung der Achsen zu behindern, das bringt ebenfalls mehr Gewicht nach unten.


    Herzliche Grüße, Detlef

  • Servus,

    wie ist das denn mit Blei-/Stahlkugeln die man in die Reifen füllt.

    Die sind doch durch rollen immer am untersten Punkt der Reifen, und damit an idealer Position.

    Bei entsprechender Einfüllmenge würden die doch auch noch die Felge stützen.

    Somit könnte man evtl. sogar auf die Reifeneinlagen verzichten.

    Oder liege ich da völlig verkehrt?

    Mein Knickmog ist Schwerpunktmäßig, mal dezent ausgedrückt, nicht so optimal,;)

    daher die Überlegungen.

    Gruß

    Manfred

  • Bei entsprechender Einfüllmenge würden die doch auch noch die Felge stützen.

    Ich denke das du da recht viele Kugeln einfüllen müsstest. Dieses Gewicht wird aber dann ganz schön hoch.

    Gestüzt wird da mit Sicherheit nichts. Die Kugeln werden verdrängt, sie sind ja lose und nicht miteinander verbunden, so daß der Reifen nach wie vor einknicken wird. Vergleiche das mal mit eine Chillsack zum drauffläzen, da verdrängst du auch den Inhalt.

  • wie ist das denn mit Blei-/Stahlkugeln die man in die Reifen füllt.

    Ich hätte da bedenken, wegen Reibung an den Reifenflanken, grad wenn man über Hindernisse hinweg steuert,

    Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

    (vermutlich Einstein)


    WER SCHWEIGT, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit IDIOTEN zu diskutieren.

    (Garantiert von Einstein)

  • wie ist das denn mit Blei-/Stahlkugeln die man in die Reifen füllt.

    Hallo Manfred,


    vergiss das mal ... macht überhaupt keinen Sinn! Einlagen brauchen die scaligen Reifen um gut arbeiten zu können und in Schräglagen zu stützen.


    Kugeln in den Reifen funktionieren nicht. Je nach Geschwindigkeit, Kurvenfahrt oder Schräglagen verschieben sich die Kugeln derart ungünstig, dass sie nicht mehr rollen sondern schnell mal blockieren. Das wollen wir doch nicht, oder?


    Bleikugeln bauen Reibung auf und es bilden sich schnell "Knäuel" weil sie nicht wirklich rund sind. Da müsstest Du schon Lagerkugeln nehmen und an den Flanken der Reifen haben diese immer noch Reibung.


    Gute Reifen mit guten Einlagen sind die weitaus bessere Lösung! Beef Tubes und Achsgewichte wie sie MatzeTF2 für den MST CMX/CFX gemacht hat, sind die bessere Lösung. Auf dem Foto sieht man die Gewichte an der Hinterachse ...



    Und wie Detlef Lifthrasir schon geschrieben hat, kommen die drehenden Massen von verbleiten Felgen bei den von uns gefahrenen Geschwindigkeiten nicht besonders zum tragen. Sofern man keine Unwuchten einbaut.


    Grüße

    Walter

  • Och nöö, nich schon wieder... :Heul:



    Na gut, dann wolln mer mal :

    da die Gewichte nie zu 100 % um den Umfang des Beadlock-Innenrings passen.

    ...was aber auch gar nicht nötig ist, bei den geringen Raddrehzahlen die wir fahren. Um hier eine Beeinträchtigung hervorzurufen müsste man die Gewichte schon mit Absicht einseitig verteilen, und das macht kein Mensch.



    Aber selbst wenn man perfekt verteillen muss weil man sonst nicht schlafen kann, also alle Gewichte auf den mm den exakt gleichen Abstand zueinander haben, heisst das noch lange nicht, das beim fertigen Rad keine Unwucht besteht !


    Reifen können von Haus aus eine derbe Unwucht mit sich bringen ( kein Scherz ! ), ab Werk gewuchtete Felgen gibts mWn. auch nicht ( interessiert aber eher nur bei schlecht gestanzten Steelies ), die Montage all der Teile birgt auch ein Risiko sich ne Unwucht einzufangen, die Verbindung Rad > Achswelle ist auch nicht immer ganz so sauber zentriert wie man sich das denkt, und Einlagen ( die man im Reifen richtig verteilen sollte um sie nicht an einer Stelle zu stauchen = Gewicht an einer Stelle konzentriert wird ) gibts ja auch noch...



    Man muss echt keine Wissenschaft draus machen, einfach optisch gleichmässig verteilen reicht aus. Hats übrigens auch immer, denn sonst würden sich hier im Forum alle Nase lang die Leute drüber beschweren - machense aber nich. Alle fahren zufrieden durchs Gehölz. Woran das wohl liegen mag ? hmm





    Gruss,

    Axel.

  • heisst das noch lange nicht, das beim fertigen Rad keine Unwucht besteht !

    Axel, da hast Du natürlich recht. :jaja:


    Aber knabber mal was von einem Wucht-Gewicht ab ... :D Bei der Bleifolie nimmst ein Teppichmesser und schneidest ganz easy links und rechts etwas Bleifolie ab bis die Unwucht minimal ist. Hat also mehrere Vorteile. Und ein Rad auswuchten ist so ja kein großer Akt.


    Aber egal, ich fahre seit vielen Jahren mit Bleifolie und meine Achsen, Lager usw. fahre ich jahrelang ohne Probleme.


    Man sieht ja oft genug wie viel Spaß manche an Wheelspin haben ... und an hüpfenden Achsen ... thinking Unwuchten setzen sich im Antrieb fort, d. h. Diffs, Antriebswellen usw. werden richtig belastet. Ich will das nicht ... :D


    Aber das Thema ist im Forum schon X-Mal diskutiert worden und der Grundsatz bleibt der gleiche. Jeder macht es auf seine Weise.


    Gruß

    Walter

  • Aber knabber mal was von einem Wucht-Gewicht ab ... :D Bei der Bleifolie nimmst ein Teppichmesser und schneidest ganz easy links und rechts etwas Bleifolie ab bis die Unwucht minimal ist. Hat also mehrere Vorteile. Und ein Rad auswuchten ist so ja kein großer Akt.

    Bin ich voll bei dir. Davon unberührt, es hat ja auch keiner geschrieben, das es schadet, sauber zu verkleben / gar tatsächlich zu wuchten. ;)


    Ging mir nur um die nicht vorhandene Notwendigkeit, wie immer. :bier:




    Gruss,

    Axel.