Ein Bootsanhänger für mein Sumpfboot Swamp Dawq

  • Moin Forengemeinde...


    Da ich so ein klein wenig im Bootsfieber bin, aber keine Lust habe Boote zum Wasser zu ragen, muss für meine neueste Errungenschaft ein Traxxas Blast ein Bootsanhänger her.


    Kaufen? Es gibt nur einen von Integy für satte 225 Euro und die RC4WD zum nochmals überteuerteren Preis...


    Drucken, jawoll, dann druck ich einen.


    Eine Vorlage war recht schnell gefunden:


    https://www.thingiverse.com/thing:3509204


    Allerdings geht das nicht, die Teile übersteigen die Maße meines Druckers.

    Und gefedert is der Trailer auch nicht --> doof :-(


    Daher habe ich jetzt begonnen meinen eigenen Anhänger zu zeichnen.



    Das Boot ist 603mm lang, und heute habe ich mal einen 3-teiligen Rahmen gezeichnet der diesem Maß entspricht.


    Die Löcher im seitlich im Rahmen dienen der Blattfederaufhängung, jede Achse ist eigenständig blattgefedert.


    Hierzu bediene ich mich von Teilen die es bereits auf Thingiverse gibt, lediglich anpassen muss ich das ein oder andere.



    Heute Mittag werde ich mit dem Druck beginnen, und mir noch Gedanken über die Halter für das Boot machen.



    LG

  • Hallo Guden,


    das klingt interessant und wird verfolgt!


    Einzig: der Rahmen soll aus drei Teilen bestehen, blind aneinander geschraubt? Mir fehlt die Erfahrung bzgl. 3d-Druck - ich würde aber, noch eine durchgehende Versteifung einbringen?! :scratch:

    Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht... :cheers:

  • Als Versteifung könnte ich durch die Löcher noch Gewindestangen ziehen...


    Bisher ist geplant die Teile jeweils mit 6 mal m3x25 zu verschrauben



    Ich muss das alles mal testen, völliges Neuland.


    Allerdings ist der Rahmen 10mm breit, und 15mm dick, das ist schon nicht wenig...



    Dann muss ja auch noch was drauf um das Boot zu halten, eventuell integriere ich da die Versteifungen?


    Wie gesagt, heute Mittag mache ich mal einen Probedruck :-)

  • So, der Testdruck des Rahmens ist fertig.





    Er erschien mir anfangs vielleicht etwas lang, aber ich werde das Boot soweit nach vorne verschieben dass die Schiffsschraube hinten kaum über den Rahmen ragen wird..




    Ich denke dann passt das optisch wieder.

    Ein klein wenig Luft zum Defender muss ja auch sein.


    Der Testdruck hat mir auch Fehler im Layout offenbart: Die Bohrungen für die Blattfederhalter können so nicht bleiben, da sie teilweise die Querstreben durchlöchern, das ist sehr unschön.


    Daher werde ich erneut einen Rahmen zeichnen, dieser wird dünner sein und seine Stärke durch eine Art Aufbaureeling erhalten.


    Apropos Stärke: Der jetzige Rahmen ist stabil, auch wenn er blindverschraubt ist, dies allerdings zweireihig.



    Da muss ich mir jetzt mal wieder Gedanken machen, was aber nicht so tragisch ist, da das Hauptproblem Radaufhängung/Blattfedern ja bereits gelöst ist.


    Achso, Befestigung des Bootes: Wie man auf dem letzten bild sieht, steht das Boot da auf dem mitgelieferten Ständer.

    Für diesen werde ich Halter auf den Rahmen bauen, so dass ich ihn zum einen nutze um das Boot zu transportieren, ihn aber auch einfach abnehmen kann wenn ich mal etwas am Boot arbeiten muss, oder auch für Akkuwechsel etc.



    LG

  • Sehr interessantes Thema. Da bleib ich doch mal sitzen :popcorn:


    Ich habe selber noch keine 3D-druck Erfahrung. Aber wäre es ggf. realisierbar die äußeren 4kante hohl zu gestalten, dass man ein Messing oder Alu Rohr (4kant oder rund) reinschieben kann zur Versteifung der Verbindungsstellen?


    Gruß Hraban

  • Mjoar, zur Zeit tut sich hier nichts, die Zeit gibt es nicht her.


    Innen hohl drucken geht nur dann, wenn hinten und vorne offen ist, damit man die benötigte Stützstruktur im Inneren entfernen kann.


    Die Stützstruktur braucht man halt, weil der Drucker ja von unten nach oben druckt, und dann die obere Fläche nicht in die Luft drucken kann.


    Man kann auch Hohlprofile drucken, diese dann aber nur senkrecht stehend.


    So ein komplettes Rahmenteil innen hohl zu drucken... ich glaube das geht nicht.


    Die Drucker können zwar ein sogenanntes "bridging", also auch mal Strecke in der Luft überwinden, aber ob das bei so einem Teil sinnvoll ist oder gar funktioniert?


    Das weiß ich leider nicht.


    Man könnte aber auch mit Aluprofil arbeiten, und die Querstreben und alles was zum Aufbau nötig ist drucken, das ginge natürlich auch.



    LG

  • Mjoar, zur Zeit tut sich hier nichts, die Zeit gibt es nicht her.

    Passt schon. :popcorn:


    Man könnte aber auch mit Aluprofil arbeiten, und die Querstreben und alles was zum Aufbau nötig ist drucken, das ginge natürlich auch.

    Auch eine interessante Variante.

    Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Umsetzung.


    Gruß Hraban

  • Guden

    Changed the title of the thread from “Ein Bootsanhänger für mein Traxxas Blast” to “Ein Bootsanhänger für mein Sumpfboot Swamp Dawq”.
  • Es hat sich noch ein wenig getan.


    Zunächst einmal: Ich habe die Blast gegen eine Mauer gefahren, und die Nase hat jetzt ein Loch und die Form der Nase von Herr von Boedefeld :-S


    Also werde ich mir auf kurz oder lang ein anderes Boot zum schnell fahren zulegen, aber das soll jetzt hier nicht das Thema sein.



    Bau ich halt einen Anhänger für mein Sumpfboot, Swamp Dawq :-)


    Dieser wird 10cm kürzer und hat auch nur eine gefederte Achse.


    Die neuen Teile sehen fertig dann so aus:



    Einige Teile braucht man doppelt.


    Dann habe ich mal einige Probedrucke und Korrekturen gestartet (unfassbar was man da immer wieder übersieht) und kam zu folgendem Ergebnis:





    Das orangene Filament ist übrigens grauenhaft, aber für den Prototypenanhänger ist mir das egal, Hauptsache es ist irgendwann mal aufgebraucht.


    Räder habe ich 1.9 mit 96mm Gummis, und die mittlere Querstrebe wurde gekürzt:





    Da ich damit mein Boot an unseren Weiher ziehe, war Geländegängigkeit ein Thema, ich denke diese ist relativ gut geworden, auch wegen der Portalachse (leider sieht man die nicht - noch nicht, reiche ich nach):




    Was jetzt noch fehlt sind seitliche Pfeiler die das Boot am verrutschen hindern, diese kommen auf die Querstreben wo bereits die Löcher vorhanden sind.


    Ich habe diese Bauteile mit 10% Infill gedruckt, das geht zwar recht fix, und spart auch etwas Material, aber es ist NICHT mehr möglich nachträglich irgendwo ein Loch zu bohren etc.


    Ein entsprechendes Teil muss dann neu gedruckt werden.


    Wenn ich den Anhänger final fertig habe, wird er wohl wieder aus Vollmaterial gedruckt werden, dann kann man auch mal nachträglich noch etwas ändern.


    Heute Mittag/Abend steht eine Probefahrt an, noch ohne Boot, ich will einfach nur wissen wie geländegängig das Gespann wird.


    Danach kommen die seitlichen Stützen, Radkästen werde ich noch machen und Licht.

    Auf den Bildern ist noch die alte Achse, auf dem Bild von Fusion 360 allerdings schon die neue, verstärkte.

    Muss ich halt noch drucken.

    Ebenso die 4 oberen Längsstreben, diese habe ich noch ein wenig abgeändert.



    LG

  • Probefahrt überstanden, Geländegängigkeit ist irgendwo zwischen wow und unheimlich angesiedelt, herrlich :-)


    Dann habe ich begonnen mi8r Gedanken zu machen wie ich das Boot am besten befestige.


    Vorne werde ich es einfach einhaken, dazu werde ich mir die Tage noch etwas überlegen. Braucht ja nur seitlich und nach vorne gegen verrutschen gesichert zu sein, und nach oben eben nicht raushüpfen.


    Hinten bin ich da schon weiter, habe mir "Poller" für meine Querstreben gedruckt, in die das Boot sauber reingleitet



    Diese dann auf die Querstreben geschraubt:





    die Schrauben stehen nach oben, weil dort links und rechts Deckel drauf kommen, nach innen abgepolstert mit Moosgummi:



    Wenn das Boot dort drinnen liegt, und die Deckel drauf sind, ist das gesichert :-)




    Oben kommen Flügelmuttern M3 drauf, die ich leider noch nicht hier habe.


    Dann wird das Boot einfach vorne eingespannt, und hinten mit 4 Flügelmuttern fixiert.


    geht relativ schnell, und hält gut :-)



    Habe ich die Geländegängikeit schon erwähnt? :lol::lol:




    Die Tage dann wie gesagt noch die Halter für vorne.


    Werde jetzt erst einmal ein paar Boxen für Step-down-Wandler drucken.



    LG

  • Freut mich, dass die erste Testfahrt schon erfolgreich war.

    Beabsichtigst du die Möglichkeit zu haben das Sumpfi möglichst scale mäßig slippen zu können?

    Dafür müsste es nach lösen einer wie auch immer gearteten Sicherung aber nach hinten vom hänger rutschen können. Wenn ich es richtig erkannt habe siehst du im Moment nur die "(Hand-)Kran" variante vor, oder?


    Gruß Hraban

  • Sooooo...


    Wieder einmal ist etwas Zeit vergangen, aber ich war fleißig ^^


    Nach und nach sind mir Verbesserungen eingefallen, die ich auch umgehend umgesetzt habe.


    Dann kamen immer wieder ein paar Rückschläge, weil man zwar Teile angepasst hat, aber vergisst dass sich das auch auf andere teile auswirkt...


    Naja, auf jeden Fall ist es jetzt soweit, dass er meinen Anforderungen entspricht.


    Stabil, und gut zu drucken sollte er sein.

    Also nichts was irgendwie ätzenden Support beim Drucken braucht, oder unschöne Oberflächen erzeugt.


    Verschraubt ist alles mit Edelstahlschrauben, ausschließlich M3 und Zylinderkopf.


    Ausgelegt ist der Anhänger für Räder mit einem Durchmesser bis 96mm.


    Final sieht das bei Fusion 360 dann so aus (manche Teile werden mehrfach benötigt) :




    Nachdem ich nun also alles konstruiert hatte, habe ich die ganzen Teile gedruckt.


    Da kommt mehr zusammen als man denken möchte:





    Dann habe ich das mal in 2 Gruppen sortiert, nämlich Rahmen




    und Achse




    Dann ging es ans zusammenbauen.


    Tja, was soll ich sagen? Eigenlob stinkt zwar, aber das war wirklich geil, einen selbst erstellten Bausatz zusammen zu bauen.

    Vor allem wenn (endlich) alles passt, ein wirklich erhabenes Gefühl (ja ja, schon gut, ich komm wieder runter xD ).


    Natürlich habe ich jeden schritt bebildert, Ziel ist es nämlich, eine Bauanleitung damit zu machen, die selbsterklärend ist.


    Einfach bauen anhand von Bildern, so wie bei Lego früher :-)


    Es wurden dann ca. 80 Bilder, welche ich noch irgendwie zusammenfassen muss, aber nicht heute.


    Ich überlege auch (wozu auch sonst die Bauanleitung) diesen Anhänger online zu stellen, dafür müsste ich dann auch noch Schrauben zählen und eine Liste erstellen.


    Wenn man da mal selbst ran geht, sieht man erst einmal wie viel Arbeit in solchen Sachen steckt, die wir dann wie selbstverständlich - und natürlich auch gratis - bei Thingiverse runterladen...



    Bla-bla-bla...


    Ich zeig euch noch ein paar Bilder vom (fast) fertigen Anhänger :-)







    Hier findet ein 9-Volt-Akku platz, da ich noch LED nachrüsten werde



    dann mit dem Sumpfboot:







    Was noch zu tun ist: Einen Stoßfänger konstruieren mit Platz für Licht, und Verkabelung zum Akku.


    Eventuell noch eine Stütze falls ich den Anhänger mal abmache.


    Ansonsten war es das dann jetzt.


    Hoffe es gefällt, ich jedenfalls freu mich wie Bolle, auch weil ich durch diese Aktion einiges bei Fusion 360 gelernt habe :-)



    LG

  • So, heute noch 2 Teile konstruiert für die Beleuchtung.


    Da wäre der Träger für die roten LED:





    welcher dann von unten mit 2 Schrauben M3 x 30 angeschraubt wird...



    Dann die Kabelführung die oben das Gegenstück bildet und auch gleichzeitig die Kabel versteckt:



    sieht montiert dann so aus (Kabel kommen nun auf der rechten Seite innen im Rahmen raus):




    Jetzt brauche ich noch einen guten Platz sowie Halter für den Schalter.

    Darum kümmere ich mich eventuell morgen.


    Trotzdem wollte ich es mal leuchten sehen (man sieht stellenweise die Kabel, das wird später nicht mehr der Fall sein):








    LG

  • Sind das nur Rücklichter? Dann würden 2 Kabel zum Lampenträger ausreichen. ;) nicht 3 oder 4 pro Seite. Die Widerstände mach ich immer am Anfang schon rein, alle auf einer Platine und von da aus dann zu den jeweiligen Leuchten. Einmal Plus an alle und dann die jeweils geschaltete Masse mit Widerstand drin. Bei gruppierten LEDs (Rücklichtgruppe, Standlicht und allen zu gleich leuchtenden gleichen LEDs) kommt bei mir auch nur 1 Widerstand dran.

  • Es leuchtet.


    Mehr möchte ich zum jetzigen Zeitpunk und in Anbetracht meiner LED-Kenntnisse sowie Lötkünsten nicht sagen.


    :-P


    Das sind fertig konfektionierte LED mit Kabeln daran und Widerstand drin.

    Die lasse ich so.

    Weil ich mich damit nicht auskenne, kaufe ich das Zeug halt fertig.


    Und ehrlich gesagt geht mir selbst diese Verkabelung schon auf den *biep* aber es sieht halt doof aus wenn mein Wagen Licht hat, aber der Trailer nicht :S



    LG

  • Und ehrlich gesagt geht mir selbst diese Verkabelung schon auf den *biep*

    Das is verständlich ;) Jetzt musstest du ja 4 Kabelpaare an den 9V Block (und evtl. Schalter) anbringen.

    Aber das kann man alles lernen. So wie mit der Funke (da seh ich nur schwarz-wesßes Rauschen) ;)
    Eine to-do-Anleitung:
    5mm LEDs in die Löcher stecken. 2 LEDs sind ja direkt nebeneinander. Die langen Beine miteinander verbinden, die kurzen ebenfalls. Das auf beiden Seiten. Dann von links nach rechts (oder umgekehrt) die langen Beinchen miteinander verbinden, die kurzen dann auch. Dann noch gleich ein 2-Adriges Kabel an langes und kurzes Beinchen zu dem 9V Block ziehen, in eines der beiden Kabel dann einen 120-160Ohm Widerstand rein - fertig.