Stahlrahmen im Eigenbau - mein Selbstversuch mit dem Thema "Hartlöten"

  • Was sagen die Experten ? Ich möchte ja gerne weiter hier etwas lernen. ^^

    Macht Spaß wenns dann so funktioniert oder ^^


    Fürn Anfang echt Klasse. Mit der Zeit wirst mit dem Lot noch etwas sparsamer werden. Weiter so ! :thumbup:

    sagt und grüßt, der Michael


    - - Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers - Walter Gropius - -

  • Wo hast Du denn das Silberlot her?


    Bei 10m würde ich bei meiner Bezugsquelle mal locker 50€ los :jaja:

    Bzw wie hoch ist der Silberanteil?

    Ich bin da dem Tip vom Trail Daddy gefolgt und habe die Sachen von hier:


    https://www.sonderlote.de/epag…ts/%22SSTBA%20314-0004%22


    Zugegeben, wirklich billig ist der Spaß ja nicht. Das ist aber auch so eine Sache, die man ja nicht dauernd macht. Kommt halt nur drauf an, ob es einem der Spaß wert ist, ähnlich 3D-Druck, Fräse, Drehbank, etc. Mit 50€ kommt man da auch nicht ganz aus. Der Verbrauch läßt sich, wenn man es denn richtig kann, sicher auch noch senken.

    Günstiger habe es aber noch nicht wirklich irgendwo gefunden mit etwas mehr als 3€ pro 0,5 m.


    Der Silbergehalt ist 55%.

    V.G. OLLI

    Geist is' geil
    :sshithappens:

    Ich : 0 - Schweinehund : 1

  • Das hätte ich ja fast überlesen.

    Wie ist die Hitzebeständigkeit?

    Die Temperatur macht dem Stein wohl nichts. Mechanisch ist der natürlich nicht allzu haltbar, wird aber wohl eine Zeit lang durchhalten. Bei < 1,40€ pro Stück für die kleinen, läßt der sich auch mal ersetzen.

    V.G. OLLI

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  • Ja also der Yton ist wohl der kleinste Kostenfaktor. :lol:


    Beim Preis fürs Lot ist die Drahtstärke neben dem Silbergehalt nicht zu vergessen, Mag sein das es den Draht anderswo paar Cent billiger gibt. Nur unter genannter Quelle ist er vormittags bestellt am nächsten Tag da. Super zuverlässig und Top Quali.


    Olli, die 10m sind schneller am Ende als Dir lieb sein wird :D doch das nur mal am Rande. Und nein billig ist das alles nicht gerade, hat auch keiner behauptet. Aber die Grenzen des Modellbaus werden halt dadurch viel weiter.


    Viel Spaß baim bauen Olli . . .

    sagt und grüßt, der Michael


    - - Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers - Walter Gropius - -

  • Moin Olli,


    da ich mich vor kurzem auch mit der Materie beschäftigt hab, lese ich interessiert mit.

    Du hast ja schon einen schönen Erfolg mit deinen ersten Lötergebnissen, bitte halt uns weiter auf dem Laufenden, du machst das super.

    Da ich mir noch nicht das ganze Equipment zulegen wollte, löte ich noch in „weich“ weiter.

    Aber der Tip mit dem Anbieter ist sehr gut. Ein Erfahrungsaustausch unter Forenmemebern finde ich immer aufschlussreicher als Werbevideos.

    Vielleicht kannst du bald mal schreiben, wie lange du mit den beschriebenen Gasen auskommst.

    Im Netz finde ich nur Angaben von 20 min. für das Map Gas, bzw. das Maxigas, welches auf dem Bild zu sehen ist.

    Vielleicht noch ein Tip zu den Hilfswerkzeugen: bei den Gebrauchtwagenprofis hab ich mal gesehen, daß der Mechniker beim schweißen besondere Magnete zum fixieren der Bauteile benutzt hat. Das mache ich im Kleinen auch beim Weichlöten und es klappt super.


    Viel Spaß noch beim Löten und schönes Wochenende, Olaf

  • Vielleicht kannst du bald mal schreiben, wie lange du mit den beschriebenen Gasen auskommst.

    Im Netz finde ich nur Angaben von 20 min. für das Map Gas, bzw. das Maxigas, welches auf dem Bild zu sehen ist.

    Ich kann es zumindest versuchen, das wird aber bestimmt keine besonders genaue Angabe.

    20 min. kommt mir auf jeden Fall viel zu wenig vor. Das Lötgerät habe ich mit angebrochenen Flaschen bekommen, ein paar Jahre liegen lassen (angeblich sollen die O2-Flaschen Ventile auch gerne mal undicht sein und das Gas, trotz abgedrehtem Ansschluss, entweichen lassen), und alleine in den letzten Tagen bestimmt schon mehr als 20 Minuten benutzt.

    Es sind 4 verschieden große Düsen dabei, von denen ich bei dem dicken Stahl erstmal die größte benutzt habe. Für dünnes Blech reicht vielleicht auch eine kleinere, und das spielt für den Gasverbrauch doch sicher auch eine Rolle, oder ? Bin mir da nicht sicher, fände es aber logisch.


    Schweißmagneten werden sicher auch noch den Weg zu mir finden.

    V.G. OLLI

    Geist is' geil
    :sshithappens:

    Ich : 0 - Schweinehund : 1

  • Jetzt fehlt nur noch ein Kontrollmöglichkeit zur Überprüfung der Nähte. zb. Ultraschall oder schwarzlicht.

    Oder beim nächsten Arzttermin den Rahmen mitnehmen und röntgen lassen!

    Das Gesicht des Arztes würde ich gerne sehen...

    ( Mein Hausarzt, den ich vor Jahren hatte, hätte das evtl. gemacht!

    Wir waren fast Nachbarn und duzten uns!

    Leider lebt er nicht mehr! )


    Aber jetzt: Asche auf mein Haupt!


    Ich besitze so ein kleines Schweißgerät schon seit Jahren und hatte auch mal einen Kurzlehrgang im Autogenschweißen! ( Ende der 80er... )


    Aber ich habe immer noch nicht den "Drive" gehabt, mal einen Rahmen zusammen zu löten... :oops:


    Werde jetzt hier mal zuschauen und hoffe, daß ich mich auch mal traue...



    Gruß!

    Frank

    Der tut nix, der will nur spielen...


    Ich bin sehr spontan - man muß mir nur genügend Zeit geben!

  • Hallo Olli,


    Danke für die Info. Das macht die Sache schon interessanter.

    Wenn man mit z.B. einem Set Flaschen für ca. 40€ einen Rahmen mit diversen zusätzlichen Teilen löten kann, wäre das mit weiterem Material (Lötzinn usw.) eine akzeptable Investition für eine eigene Kreation. Der Spaß am Erfolg wäre natürlich unbezahlbar :headbang:


    Ich bleibe auf jeden Fall dran, bin gespannt, was später aus dem Rahmen wird.


    Gruß Olaf

  • Nabend.

    Ich besitze so ein kleines Schweißgerät schon seit Jahren und hatte auch mal einen Kurzlehrgang im Autogenschweißen! ( Ende der 80er... )

    Na dann mal los. So lange ist das doch noch gar nicht her.

    Aber ich habe immer noch nicht den "Drive" gehabt, mal einen Rahmen zusammen zu löten... :oops:

    Das ging mir bis vor ein paar Tagen genauso, und das kann sich auch bei Dir jederzeit schnell ändern.
    Werde jetzt hier mal zuschauen und hoffe, daß ich mich auch mal traue...

    Trauen - naja, was soll schon groß schief gehen ? Ein paar Euro weg und etwas Stahlschrott produziert, im schlimmsten Fall. Ich glaube aber nicht, dass so kommen würde.

    Der Spaß am Erfolg wäre natürlich unbezahlbar :headbang:

    Ganz genau.

    bin gespannt, was später aus dem Rahmen wird.

    Da sind wir dann schon zu zweit.


    Heute wollte ich mal etwas mit dünnerem Material rumprobieren.

    Weil ich die Bilder davon ja sowieso gemacht habe, können die auch größtenteils hier rein.

    So ergeben sich bestimmt immer wieder mal Rat- und Vorschläge.


    Das wichtigste zuerst: Das waren doch die richtigen Sicherheitsschuhe, oder ? :lol2:




    Es sollten die hinteren Rahmenendstücke werden, dafür habe ich etwas Blech zugeschnnitten.




    Und dann irgendwie passend zueinander ausrichten.



    Eine sparsame Dosierung des Lotes ist noch ein wenig zufällig, mal sehen, wie sich das noch ändert.

    Zum Schluss sah es jedenfalls so aus:




    Ganz unzufrieden bin ich damit jetzt nicht und bei dünnem Material scheint das Lot auch besser zu fließen. Ob das mit der Temperatur zu tun hat ?


    Hurra, 3 Teile fertig, fehlen noch ungefähr 97. X/


    ...

  • Die Schuhe sind in Ordnung, aber die Strümpfe!

    Die sind völlig falsch!

    Die müssen schwarz sein! Bei Stahl IMMER schwarze Strümpfe. Helle Strümpfe NUR bei Messing!

  • Die müssen schwarz sein! Bei Stahl IMMER schwarze Strümpfe.

    Stimmt!

    Ich hatte bei Schweißarbeiten am Pkw mal weiße Socken an.

    Da hat sich eine Schweißperle glatt, bis zwischen die Zehen, durchgebrannt!



    Gruß!

    Frank

    Der tut nix, der will nur spielen...


    Ich bin sehr spontan - man muß mir nur genügend Zeit geben!

  • Also die Sicherheitsschuhe sind super. Ich hab die auch, extra für die Wekstatt :D.


    bei dünnem Material scheint das Lot auch besser zu fließen. Ob das mit der Temperatur zu tun hat ?

    Bestimmt, denn das dünne Blech ist doch viel schneller auf Temperatur. Daher bei solchen Lötungen immer zuerst die massiveren Teile aufheizen.

    Du hast jetzt ein autogen Schweißgerät, damit geht das alles sehr schnell.


    Mit einer Lötlampe dauert das einiges länger. Und an den dünnen Blechteilen kann dann die Wirkung des Flußmittels bereits verbrannt sein. Daher die Blechteile ruhig frühzeitig mit Lot benetzen.


    Mir fallen die schweren Metallteile auf die Du auf dem Yton stehen hast. Ich vermute zum stützen etc. Solche massiven Teile direkt hinter einem zu lötenden Bauteil nehmen viel Hitze weg von der Lötstelle. Sind also ein wenig nachteilig beim Löten.

    sagt und grüßt, der Michael


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  • Trail Daddy hat da Recht!

    Hab eine Gehwegplatte als „Untergrund“ die wird schön heiß und hält die Wärme ein wenig.

    Lot kann man eigtl nur „sparen“ wenn die Spaltmaße so gering wie möglich sind.

    Da „lötet“ man sich mit der Zeit rein. Hab Anfangs auch immer viel zu viel Material reingesemmelt! Dann mal bissl mehr Hitze und siehe da.... weniger kann mehr sein.


    Dein Projekt sieht jedenfalls mal wieder sehr vielversprechend aus.


    :-)

  • Ein paar kleine Neuigkeiten:


    Ein paar Maße waren einfach zu ungenau, da musste ich unbedingt noch mal ran.



    Dann wollte ich mal mit einer Strebe in Heck weitermachen. Selbstgedengelt aus einem Blechstreifen.



    Zwei von den U-Profilen würden zusammen ein geschlossenes Hohlprofil für einen Rahmen ergeben. Das merke ich mir mal für einen späteren Versuch, auch wenn das wohl nicht besonders gleichmäßig werden wird.



    Hier das Ergebnis. Da kann man so richtig herrlich Zeit mit verbringen, und wenn ich da nicht aufpasse, dann mache ich die nächsten 2 Monate nichts anderes mehr. :rolleyes:



    Nicht superschön, aber einmalig. 8)



    Wie bekommt man eigentlich die Brand- und Flussmittelrückstände am besten weg, wenn man keine Strahlkabine hat ? Mit Feile und Schleifleinen dürfte das ewig dauern.


    Zur Not würde ich es einfach dranlassen, zu einem Russeneisen passt das wohl.

    V.G. OLLI

    Geist is' geil
    :sshithappens:

    Ich : 0 - Schweinehund : 1

  • Wie bekommt man eigentlich die Brand- und Flussmittelrückstände am besten weg, wenn man keine Strahlkabine hat ?

    Ich hab' mal hier, irgendwo, gelesen, daß das einer mit Salzsäure macht!



    Gruß!

    Frank

    Der tut nix, der will nur spielen...


    Ich bin sehr spontan - man muß mir nur genügend Zeit geben!

  • Wie bekommt man eigentlich die Brand- und Flussmittelrückstände am besten weg

    Ja das ist ein wenig mühseelig :D ich hab früher Drahtbürsten verwendet an meiner kleinen Tischbohrmaschine. Oder ich hab die Oberfläche mit alten kleinen Bohrern ziseliert. In so ner Sandstrahlkabine geht das jedoch in Minuten.


    Netter Anfang den Du hier machst. Russenstahl soso 8| . . .

    sagt und grüßt, der Michael


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