Robbe land rover discovery - Revitalisierung

  • Hallo,

    ich bin ja recht neu hier im Forum, will mich aber dennoch an ein neues Thema rangeben (ich bin auch nicht so der erfahrene Foren-autor..). Verzeit mir also wenn nicht alles auf anhieb so klappt.

    Neben den "fahrenden" Karren in meinem Fuhrpark liegt auch seit ein paar Jahren ein Haufen Einzelteile eines einstigen "Robbe land rover discovery" in meinem Keller. Da ich in den letzten Monaten immer öfter das Gefühl hatte, ich brauche ein drittes, fahrtaugliches Fahrzeug, damit alle drei meiner Mädels was zu fahren haben, habe ich den Haufen aus dem Regal gezogen, ein bischen überlegt, und mit daran begeben, das Ding wieder fahrtüchtig zu machen.

    Da Getriebe und einiges an der Aufhängung Schrott war, musste ich mich mit folgenden Überlegungen herumschlagen:

    - Da es keine sinnvollen Ersatzteile gibt, was tun?

    - woher bekomme ich ein Getriebe?

    - repariere ich blos die Aufhängung - oder baue ich die komplett um?


    Also habe ich angefangen, aus ein paar Teilen aus der "Grabbelkiste" und neuen Zahnrädern ein Haupt- und ein Verteilergetriebe zu bauen - damit hat alles angefangen. Wenn man natürlich ein Getriebe selber baut, bei den eingesetzten Teilen nicht unbedingt immer optimal passende Teile hat, muss man erst mal ein bischen planen, denn im alten Robbe disco ist ein chassis verbaut, das nicht unbedingt für alle Möglichkeiten offen ist.

    Ich hab mal ein paar bilder von der ursprünglichen Bauanleitung gemacht, damit man eine Vorstellung hat, wie weit weg der alte Robbe discovery von heutigen chassis-formen ist - da sieht man, dass das eigentlich auf Basis des alten Robbe - Panther entstanden ist.

    Das Gute an dem alten Zeug: es ist sehr handwerklich gemacht, und läd ein, hier zu verbessern.

  • Schön ! :thumbup:

    Das Chassis hab ich noch, da sitzt seit langen ein D90 drauf, einer der ersten Hardbody Karossen, die ich mir zurecht gebastelt hatte. Meine Discovery Haube habe ich damals in einem Anfall von Wahnsinn an einem Liebhaber verkauft gehabt.:hand_head: Ein Bild hab ich noch davon, man achte auf die hyperseltene Innenausstattung.

    Zweite Bild, wo jetzt das Chassis drunter ist.

    Ja, das Chassis war schlicht und funktional.

    Die ABS Karosse Discovery Nr.1 gibt es als "Nachformung" immer noch zu kaufen

    Bucht 191892391442

    oder http://www.kamtec.co.uk/Land-Rover-Discovery-ABS

  • ... schickes Projekt ... Schon lange keinen mehr gesehen ...


    Ein paar Ersatzuzeile kann man ja schon noch finden ...

    Firmen wie "der Getriebedoktor" haben ja lange die Achsen modifiziert ... vielleicht findet sich da

    ja noch etwas jenseits des e-shop Angebotes ...


    Ansonsten denke ich, wenn Du umbauen und modifizieren möchtest, würden Komponenten vom MST CMX

    ganz gut passen.

    Aber es werden sicher noch andere Vorschläge kommen ... :)


    Grüße

    Wolf

  • Hallo, beim Optimieren bin ich erst mal an diesen Stellen weitergekommen:

    - neues Hauptgetriebe, aus einem Tamiya-Zahnrad von einem Glattbahner, mit einer Achse und Halbschalen für Kugellager in zwei Alu-Platten eingepasst (Abstandhalter zwischen den Aluplatten aus Langmuttern M3, daneben den Motor eingesetzt. von da gehts weiter mit einem Doppelkardan aus Tamiya-Kardans (Ersatzteile CC-01) in das Verteilergetriebe, das habe ich ähnlich gebaut, Zahnräder aus Stahl, einstufig.

    Habe auch das Chassis estwas verstärkt und dem eigentlichen Modell in der Länge angepasst. Vorne und hinten habe ich Alu-U-Profile als Grundlage für die Stoßstangen angebaut.

    An den Achsen habe ich aus Alu durchgängige "Lenkungshalter" angebracht, da die ursprünglichen kleinen Alustücke sich dauern verdreht haben.

    Damit ich die Links neu ablängen und einstellen kann, habe ich mir eine "Helling" (nennt man glaube ich so im Schiffsbau) gebaut. Dann liegen die achsen da wo sie sein sollen, das Chassis liegt darüber, und ich kann schön die Gewindesstangen ablängen und einpassen. Habe aber die M2 + 3mm Messingrohrlinks des orginalchassis nicht weiterverfolgt, sondern bin auf M3 umgestiegen. Ich zeig mal ein paar Fotos...

    So sieht das momentan aus, habe mal Dämpfer aus der "Grabbelkiste" reingehängt...

    Hier ein Detail von der Verstärkten Vorderachse...

  • So, ich bin euch auch noch Bilder von den Getriebeteilen schuldig:

    Da sieht man die Kobi von der Seite...


    Und hier von Oben. Den Motor hatte ich damals schon eingebaut, das ist ein Robbe speed 600BB, was man damals so mit ordentlich Drehmoment und Kugellagern so bekommen hat, ist aber vielleicht etwas zu schnell, muss ich mal ausprobieren. Beim Orginalgetriebe hatte ich bereits das erste Stiernrad gegen ein größeres Stahlzahnrad + kleinerem Ritzel ausgetauscht, war aber eigentlich immer noch fast ein Rennwagen. Der Rest vom Originalgetriebe hat sich mit der Zeit zersetzt, was bei Messinzahnrädern aber auch kein Wunder ist...

  • So, Jetzt muss noch ein neuer Platz für den Lenkservo gefunden werden, weil ich die Anlenkung nach Vorne verlegt habe, um hinter der Vorderachse freie Bahn für Links und Dämpferansätze zu haben.

    Und ich muss mir Gedanken um Räder machen. hier mal die Originalräder + locker aufgelegte Karo (und ja, die Bemalung ist eine Jugendsünde die ich zwar bedauere, aber nicht ändern will, mann muss schließlich zu Fehlern stehen)

    Die Verschränkung ist auf jeden Fall besser als im Orginalzustand...

    Und an der Karo kann man noch viel machen, damit sie trotzdem hübscher wird...

  • So, was gibts noch: Ach ja, habe mir vom kleinen Bruder Unimog mal die Räder mit 96mm Durchmesser geliehen.

    Der will Sauber gemacht werden, und freut sich auf mehr Licht...

    Aber nun zu den Rädern:

    Problem: 8mm Sechskantmitnehmer bei Robbe - wer hat sowas denn noch???

    Antwort: Adapter bauen in dem man eine Sechskantlangmutter in eine Felge mit 12mm Mitnehmer einschraubt, vorher alles gut mit Trennmittel einpinselt (ich bevorzuge schnöden Kerzenwachs) ein bischen Glasfaser oder Draht reinlegen und mit UHU-Endfest ausgießen. das ganze vier mal und man erhält:


    12mm Adapter...

  • So sieht dann ein 96mm Rad am Wagen aus (wobei das Profil und die Felge eher doch beim Unimog bleiben möchten...)

    Durchmesser stimmt glaube ich...


    Aber die Breite, bzw. der Offsett kollidieren etwas beim Einlenken mit den Dämpfern. Da muss ich entweder schmalere Reifen nehmen, Felgen mit großem Offset, oder an der Dämpferstellung Optimieren - oder schlankere Dämpfer...

    Hier noch mal von anderer Seite...


  • Wie Ihr seht, es gibt noch unendlich viel zu tun, Habe aber die Hoffnung, dass ich in Kürze mal das Chassis probefahren kann, um Getriebe usw. zu Testen.

    Folgende Fragen habe ich aber:

    - Ich suche scalige Räder: Duchmesser ca. 96mm, Breite ca. 30mm, für 1,9er Felgen. Was könnt Ihr empfehlen, woher bekomme ich das?

    - vielleicht brauche ich ja wirklich schlankere Federbeine (kleiner als Durchmesser 18mm, Länge ca. 90mm) Kennt Ihr da was?


    Melde mich wenn wieder was Neues gibt...

  • hi Karlson,

    - Ich suche scalige Räder: Duchmesser ca. 96mm, Breite ca. 30mm, für 1,9er Felgen. Was könnt Ihr empfehlen, woher bekomme ich das?

    - vielleicht brauche ich ja wirklich schlankere Federbeine (kleiner als Durchmesser 18mm, Länge ca. 90mm)

    wegen den Reifen und Dämpfern kannst Du ja mal beim Kris in seinem Shop gucken.

    Diese Reifen fahre ich und bin mehr als begeistert von denen, die sehen aus wie ein Strassenreifen sind im Gelände aber einwandfrei.


    https://www.snakepitrc.de/epag…382411/Products/BRTR19393


    Die Dämpfer sind ebenfalls genau das was Du suchst und haben einen Durchmesser von nur 12mm.


    https://www.snakepitrc.de/epag…11/Products/BRQ90333-90BK

  • So, Räder und Dämpfer sind noch im Laden, bin noch in der Formfindungsphase, aber Danke für die Angaben, die Sachen sehen wirklich gut aus. Überhaupt hat "der Kris" schöne Sachen in seinem Laden: "...Eben ... Geländewagen/Pickup ohne Höherlegung und "Monster" Reifen...". Ich bin zwar kein militanter Scaler (ich bin da sowieso nicht festgelegt, soll eben Spass machen...) aber ich mag auch keine "Monstertrucks". Auch meinen TRX4-Defender versuche ich weniger brachial hinzubiegen.

    Im Moment, (wenn mal Zeit ist) bastele ich noch am Fahrwerk, bzw, werde jetzt mit dem restlichen Chassis weitermachen, also Radkästen, Bodenplatte, Karosseriebefestigung usw.

  • Hier habe ich ein paar Fotos von meiner Lenkungsoptimierung. Danke übrigens an die Verfasser des SCX10 - Lenkungsoptimierungs- Thread, Ihr habt mir sehr weitergeholfen, denn eure Probleme sind / waren auch meine Probleme:

    So sieht das Ergebnis aus:

    Also, was habe ich gemacht: Ich habe die Spurstange verbreitert, bzw. den Anlenkungshebel verändert. Dann habe ich eine Umlenkung gebaut, um die Lenkstange weiter Außen, möglichst im Drehpunkt der Achse ansetzen zu können, und die Lenkstange nicht ganz so schräg stellen zu müssen. Der Servo sitzt oberhalb des Rahmens , steckt durch und lenkt dann die Umlenkung an. So konnte ich die ungewollte Einlenkung beim Einfedern / Verschränken erheblich reduzieren. Hat mich aber auch etwas Gehirnschmalz gekostet, um überhaupt die Geometrie auszutüfteln, denn Platz hat die Karre da vorne nicht.

    Im Original ist Spurstange und Anlenkung hinter der Vorderachse, das kriege ich aber räumlich mit der neuen 4-Punkt Aufhängung nicht hin.

    Ich habe noch ein paar Fotos von der aus Messing gelöteten Umlenkung:

    und verschraubt

    Das Teil wird unten auf den Rahmen aufgesteckt:

    Dann noch die Anlenkungen ablängen und anbauen:

  • So, jetzt müssen noch diverse Versäuberungsarbeiten gemacht werden, wie z.B. die Stützrohre um die Links:

    Verstärkungen an den Stellen wo ich den Chassisrahmen bedrohlich dünn schneiden musste, damit das Lenkgestänge sich bewegen kann:

    Jetzt ist gerade noch genug Platz für Empfenger und Fahrtregler "im Motorraum".


    Jetzt werde ich als nächstes mal Alu gegen Kunststoffplatten tauschen, denn ich muss einen neuen "Boden" bauen auf dem das Interieur und die Karosserie angeklickt werden.


    schöne Grüße und Danke für die guten Tipps...:thumbup:

  • So, ohne Bilder gucken schafft man was - die Ergebnisse der letzten Tage:


    Habe angefangen einen neuen Unterboden um das Chassis zu bauen. Dazu musste der kleine Bruder Unimog noch mal seine Räder leihen:


    Von der Seite, da sieht man auch die schon eingebauten Kugelklipse mit denen die Karosserie befestigt wird:

    und mal probehalber mit Karosserie:

    Hier der Kugelklippmechanismus:

  • Heute sind auch neue Reifen, neue Stoßdämpfer und ein neuer Quickrun 1080 angekommen. Bei den Stoßdämpfern hatte ich 95mm von Carson bestellt, angekommen ist aber eher 100mm (von Loch zu Loch) habe aber keine Lust die zurückzusenden, und habe die trotzdem eingebaut. Ist jetzt etwas hochbeiniger aber da kann ich ggf. noch was dran machen. Bei den Reifen habe ich mich für die Dirtgrabber entschieden. Eigentlich ja schlanke Reifen, sehen aber trotzdem recht groß aus. Die Felgen sind iegendwelche billo Stahl Felgen vom Chinamann, tuns, aber haben im Vergleich zu den Rädern vom Unimog einen deutlich größeren Offset. Bin Alles in Allem ganz zufrieden, aber es muss noch viel passieren:


    Hier die neuen Reifen:


    Und mal den Akku reinlegen, damit das Gewicht besser passt:

    Mit Karo sieht das dann so aus:

    Etwas hochbeiniger als ich eigentlich wollte, aber das hat auch seine guten Seiten:

    Oder etwa nicht:

    An den vordern Kotflügeln muss ich wohl noch etwas arbeiten, sonst "arbeiten" später die Reifen daran.

  • So, die Elektronikfamilie begutachtet auch schon mal das zukünftige neue Heim:


    noch eine Seitenansicht:


    Und jetzt kommt noch viel Arbeit:

    - ganz viele Stellen am Unterboden versäubern

    - Halterungen für die Akkus bauen

    - schauen wo die Elektrionikkomponenten hin wollen

    - Löten

    - Testfahren

    - Stoßstange formschön zurechtbasteln

    - Lackieren

    - Interieur wieder einbauen - oder was schöneres selber bauen

    - Die arg mitgenommene Karo etwas pflegen, und verschönern

    - wieder Lackieren

    und und und - aber das dann frühestens ab morgen...


    So, schönen Abend für heute

  • ... da hat sich ja schön ganz viel getan in der letzten Zeit ...Schönes "WannenChassis!

    Und ja -- so ein Forumloser Sonntag mit Bastelzeit ist schon gut für den Baufortschritt :jaja:

    Habe ich bei mir auch festgestellt ...


    Grüße

    Wolf

  • Bin doch noch da, mist "hängengeblieben"...


    Quote

    ... da hat sich ja schön ganz viel getan in der letzten Zeit

    Wenn man denkt wie die Karre ursprünglich aufgebaut war, ist das ein echter Quantensprung. Im Original war eigentlich alles unterdimensioniert, nur die Fahrgeschwindigkeit, die war überdimensioniert.


    Ja, so eine Wanne erspart einem ungefär 70% Dreck an Stellen wo man ihn nicht haben will. Nur bei Tauchfahrten im Schlamm muss man schauen wie mans wieder rausbekommt. Habe aber vorsorglich Löcher in den Boden gemacht. Denn wenn oben was reinkommt, solls unten auch wieder raus...

    Aber hier wars im Wesentlichen dass ich die alte Karobefestigung wieder reaktivieren wollte, und die braucht nun mal einen stabilen Unterboden...

  • ... auf alle Fälle prima gelöst ...


    Und was das "hängenbleiben" angeht -- ab und zu braucht es halt auch mal etwas Inspiration, wie andere das eine oder andere lösen ...


    Grüße

    Wolf