BoomRacing Fahrgestell mit Comanche Karosserie

  • BoomRacing Chassis, Teil 1




    Hallo Rockcrawler,

    nach vielen Jahren der Modellbauabstinenz, habe ich wieder ein neues Projekt aufgelegt. Mit dem Fahrgestell des Boom Racing Defender D110 und dem Conversion Kit soll ein ScaleCrawler entstehen. Die Rahmenkomponenten habe ich, soweit es zusammen gepasst hat, montiert. Die Fahrwerksstreben sind auf den Radstand von 313 mm angepasst worden. Zeit spielt beim Zusammenbau keine Rolle, alleine das Ergebnis zählt. Natürlich auch die Freude am Bauen. Der Projektumfang hat ein bisher nicht gekanntes Ausmass angenommen und ich werde jede Herausforderung annehmen, soweit es im Rahmen meiner Möglichkeiten ist. Bisher habe ich noch keinen Kontakt zu einem Forum gesucht. Stattdessen habe ich einen Modellbau-Blog eröffnet. Unter https://scalecrawler.wordpress.com/ ist der bisherige und auch zukünftige Baufortschritt dokumentiert. Dort gibt es bisher leider wenig "Fachsimpelei" und der Erfahrungsaustausch bleibt dabei auch auf der Strecke, daher habe ich mich entschlosssen Rockcrawler zu werden. Es wäre mir eine Freude mit Gleichgesinnten Kontakt aufnehmen zu können. Einige Bilder meines bisherigen Projektes als Anhang.

  • Moin SC,


    Der Anfang sieht schon mal vielversprechend aus. Hier wirst du sicherlich Anregungen und Tips bekommen...


    Der Bomber sieht schon gut aus, nun noch in Stahl nachmachen und alles super, auch wenn er mir n Tick zu wichtig scheint. Aber das kommt ja immer auf das Konzept an.


    Was sollen das für Bügel werden?


    So long

    Gruß Hoffy


    Wer meine CAD Spielereien zum Drucken finden möchte, suche nach "shapeways hoffys-rc-parts" und werde bei google fündig...

  • Hallo Hoffy,

    Tipps und Anregungen sind mir sehr wichtig. Ich denke Du meinst mit Stahl den Rahmen. Der Rahmen hat bisher nur den Zweck die Bais für den Rest zu sein. Er wird zunächst nur modifiziert. Zum Beginn habe ich Baustellen im Überfluss, da will ich erst einmal vorankommen. Werde aber für die Zukunft nichts ausschliessen. Ich muss auch erst das Gefühl für das Fahrzeug bekommen. Bauen ist das eine, ob er dann auch wie gewünscht fährt, sehe ich erst später. Bin selbst gespannt, ob das was ich verwirklichen will überhaupt realistisch fährt. Mein bisher vorgesehener Bauumfang kannst Du ja gerne in meinem Modellbau-Blog nachlesen. Zug um Zug stelle ich das auch im RC-Forum ein.

    Der Bügel ist Bestandteil des späteren Sicherheitskäfigs. Dazu muss ich aber erst die Bodengruppe für das Fahrehaus aufbauen, sonst macht mir die Erdanziehungskraft einen Strich durch die Rechnung.:)

  • Ach menno, immer diese Autokerrektur... meinte dem Bumber, sprich Stoßstange, dessen Abhandlung du ja nun schon in “Pappe“ erstellt hast... Diese nun noch auf 0,5er Stahlblech übertragen, etwas biegen, löten und fertig...

    Gruß Hoffy


    Wer meine CAD Spielereien zum Drucken finden möchte, suche nach "shapeways hoffys-rc-parts" und werde bei google fündig...

  • Hallo Ansebert pleasantry ich habe eben mal etwas in Deinem Blog quergelesen. Schöner Schreibstil! Deine Intensionen kann ich total gut nachvollziehen. Nach langer Modellbau-Abstinenz ging es mir ähnlich. Infiziert durch Videoclips von Scale Crawlern mit Seilwinde und realistischem Fahrbild wollte ich das auch. Ich bin gespannt, was aus Deinem Projekt wird.

  • Ja genau, das ist mein Ziel. Habe die Abwicklung aber überarbeitet. Sie wird filigraner und die Form an der Unterseite modifiziert. Es wird ja kein Militärfahrzeug.

    Über die Materialwahl grübele ich aber noch. Geplant war wohl Alu, aber das kommt noch auf verschiedene Faktoren an. Das Gesamtgewicht wil ich nicht aus dem Auge verlieren. Kommt doch einiges dran. Gefühlsmäßig fährt ein etwas schwerers Fahrzeug vielleicht realistischer, aber da gibt es ja auch noch die Schwerkraft. Daher will ich mit dem Gewicht nicht gleich zuschlagen. Zuladen kann ich später immer noch, dann auch noch die Gewichtsverteilung beeinflüssen, oder Teile nachträglich schwerer bauen.

    Das sind alles Überlegungen zu denen ich noch keine Antwort habe. Werde wohl vorab die Waage in unserer Küche bemühen müssen. Dann können vielleicht erste Vergleiche angestellt werden.

    Mein Konzept übrigens, bauen was geht, spielen und geniessen.

  • Hallo Oliver,

    danke für das Kompliment, dass ich als Ansporn annehme. Wie ich weiter sehe bist Du schon tiefer in den Blog eingestiegen. Die Leidenschaft die wohl nicht nur uns erwischt hat, will ich beim Schreiben weitergeben. Anspruch hat für mich zumindest nicht nur eine Seite. Zudem sind wir ja auch noch "Nachbarn". Ausser meinem Sohn ist hier nicht viel los, bis jetzt! Freue mich wenn wir in Kontakt bleiben und will mich weiter in allen Richtungen bemühen.

  • BoomRacing Chassis, Teil 2


    Bisher veröffentlicht:

    Teil 1


    Heute will ich einmal auf den bisherigen Bauverlauf eingehen. Nach langen Recherchen und Videostudium war mir zumindest klar, das mein Projekt nicht auf Blattfedern fahren sollte. Meine ganz eigene Analyse dazu findet jeder Interessent, in folgenden Artikel auf meinem Modellbau-Blog. Blattfeder oder was sonst?


    Vorab einige Informationen zur Basis, das Boomracing Fahrgestell des Defender 110. Diese Entscheidung basierte alleine auf der realistischen Optik der Fahrwerkskomponenten und dem wundervollen Fahrbild. Zu dem Zeitpunkt war mir schon klar, dass ich mir einen langjährigen Traum verwirklichen wollte, einen eigenen Pickup. In 1:1 wurde es nichts, aber es gab ja bereits neue Erkenntnisse in 1:10.


    Der Weg von einem Defender zum Pickup könnte z.B. so aussehen. Mit einem Radstand von 331 mm ist er zunächst für die geplante Hochzeit mit der Comanche Karosse zu lang. Um hier eine Passung zu schaffen, habe ich mir das Boomracing Conversion-Kit zugelegt und alles ab-, um- und angebaut.


    Natürlich hat hier nicht alles zusammengepasst. Das Conversion-Kit ist in erster Linie für eine Radführung mittels Blattfedern vorgesehen. Daher haben sich zwei Baustellen heraus kristallisiert. Einmal die Anlenkung des Panhardstabes, dessen Befestigunglöcher nicht zu den Bohrungen des Rahmens passte. Im nachfolgenden Bild das Original und dahinter die noch unbearbeitete Lösung. Nach Fertigstellung schwarz lackiert und schmeichelhaft abgerundet.



    Die im Bausatz beigefügten Zug- und Druckstreben sind i.d.R. zu lang. Dazu habe ich mir 6,0 mm Alurohre und Gewindestäbe M4 zugelegt. Zum Ablängen der Rohre verwendete ich einen Rohrabschneider aus dem Installations-Handwerk. Das wird winklig, erzeugt aber einen nach innen gerichteten Grat. Ein Stufenbohrer löst das Problem (linkes Bauteil, bereits mit Gewindestab bestückt). Nun noch den abgelängte Gewindestab durchschieben. Die benötigten Kugelköpfe in M4 steuerte wieder Boomracing bei (BRWM4RECOMBO).




    Da das Fahrwerk ohne Dämpfer der Schwerkraft nichts entgegenzusetzen hat, baute ich noch aus einem Aluwinkel mit 30mm Schenkellänge eine Schablone.




    Im Abstand von 313 mm, nehmen zwei Bohrung von 4,0 mm Durchmesser die Radachsen auf. Die letzlich eingebauten Dämpfer liften das Fahrwerk nach oben. Um die Geometrie optimal auszumessen, habe ich zunächst nur jeweils zwei Kugelköpfe und eine Gewindestange eingebaut.

    Mit der Vorderachse habe ich begonnen. Die beiden Halterungen für die vorderen Dämpfer hatten am Rahmen nur eine Stelle, die sich für deren Montage als einzig sinnvoll erwiesen.


    Dort sind zwei untere und eine obere Strebe verbaut. Der Panhardstab kann weiterverwendet werden und ersetzt die vierte Strebe.

    Ein ganzer Arbeitstag war erforderlich um die oberen und unteren Längen so auszurichten, dass unter anderem die Antriebswellenabtriebe der beiden Achsen ihre horizontale Lage beim Einfedern nicht mehr veränderten. Knickt das Gelenk zu stark ab, baut es eine stark erhöhte Reibungskraft auf. Das behindert den Vortrieb und zerstört über kurz oder lang die Kardangelenke. Der vollständigen Artikel ist weit umfangreicher auf meinem Blog im Artikel Fahrwerkskomponenten herstellen nachzulesen.


    Lieferant aller Boomracing Komponenten: snakepitrc

    Wird mit der Ermittlung der Dämpferlänge fortgesetzt...

  • Der Jeep Comanche muss auf die Räder!

    BoomRacing Chassis, Teil 3


    Bisher veröffentlicht:

    Teil 1

    Teil 2


    Nachdem ich alle Fahrwerksstreben ausgerichtet hatte, wurde mir leider auch klar, dass ich die Stoßdämpfer-Erstausrüstung mit 95 mm Baulänge zu optimistisch gewählt hatte. Der Baukasten bestand nur aus dem Rahmen, Dämpfer und Felgen/ Räder waren nicht Bestandteil. Es gibt diese Variante aber auch und weiterhin eine dritte vollständig mit Defender 110 Aufbau.



    In der Schablone war erstmals erkennbar, welche Dämpferlängen im ausgerichteten Fahrwerk tatsächlich nötig sind. Vorne sind es maximal 90 mm, hinten maximal 75-80 mm. Berücksichtigt habe ich dabei auch den negativen Federweg. Jedes Geländefahrzeug reduziert durch sein Eigengewicht schon den nutzbaren Hubweg um ca. 1/3 des Federweges. Um das zu ermitteln, wurde das Fahrwerk mit allen Komponenten wie Akku, Servo, Fahrregler und dem Gewicht für Karosserie sowie möglichen Anbauteilen belastet. Dazu wurde auch Zusatzballast auf dem Rahmen verteilt.




    Je Dämpferpaar wurden die drei verfügbaren Federn in verschiedenen Drahtstärken, solange ein- und ausgebaut bis ein negativer Federweg von ca. 30% erreicht waren. In meinem Fall war das vorne die mittlere und hinten die weichste Federpaarung. Der in meinem Fall zur Verfügung stehende Hubweg des vorderen Dämpfers beträgt 20 mm. Unter Belastung gehen also 6 mm Federweg "scheinbar" verloren. Am Hinterbau musste ich etwas zaubern. Durch die Pritsche sind keine Dämpferdome montierbar. Es muss mit entsprechend kurzen Dämpfern und entsprechender Befestigung laboriert werden. Die aktuelle, aber noch vorläufige Version ist hier noch nicht montiert.


    Warum dieser Aufwand? Räder müssen aus der horizontalen Lage nicht nur nach oben ausweichen sondern in Schlaglöcher auch nach unten. Wäre dies nicht der Fall, sinkt das Vorderrad im Schlagloch ab und das Auto folgt unmittelbar, um dann erst bei "Bodenkontakt" wieder einzufedern. Das führt zu einer unruhigen, wenig geschmeidigen Fahrweise.

    Um das einmal in der Praxis zu sehen muss man sich nur ein Video des RC4WD Trailfinder in Baukastenabstimmung ansehen. Das stellt keine Bewertung dar, es ist nur die nüchterne Analyse eines bockharten Fahrwerkes.


    Wenn die Karosserie im Fahrbetrieb perfekt horizontal bleibt und nur die Räder der Topografie nach oben und unten folgen, ist der perfekte Zustand erreicht. Das ist sehr theoretisch und in der Praxis gibt es solches Normgelände natürlich nicht immer. Die Optimierung ist aber eines meiner Ziele.


    Im echten Fahrbetrieb werde ich die Einstellungen dann noch einmal überprüfen und ggf. weiter optimieren. Eine nachträgliche Anpassung der Strebenlängen will ich noch nicht ganz ausschließen. Praxis ist der Gegenbeweis von Theorie!


    Den Bau von Servohalterungen usw. erspare ich mir an der Stelle. Bei Interesse bitte eine kurze Nachricht per Mail!




    Im nächsten Bauschritt dokumentiere ich mein Problem mit einer zu kurzen Kardanwelle, die im Bild noch fehlt.

  • Hallo Oliver,

    kann bisher leider keine persönliche Erfahrungen zum fahrenden Chassis vortragen. Die Entscheidung habe ich alleine aufgrund seiner bildschönen Optik und vielen Videos gefasst, zumeist mit Defender-Aufbauten. Das würde ja in die von dir geplante Kategorie passen. Auf Youtube findest du unter asiatees oder boom racing eine schöne Auswahl. Hier eine erste Verlinkung https://www.youtube.com/watch?v=dmc0LlIcYQQ.


    Lieferant in Deutschland ist snakepitrc in Hannover, der mich bisher auch sehr gut betreut hat. In den Videos zeigte sich dieses unglaublich realisitische Fahrverhalten. Nach meiner schon sehr intensiven Bauphase kann ich zudem Passgenauigkeit und eine makellose Verarbeitung hervorheben. Alleine damit wächst schon die Vorfreude auf den ersten Proberitt gewaltig. Es gibt noch viel zu tun...

  • Hallo Herbert,


    schönes Video. Ich wünschte, ich hätte solches Terrain vor der Haustür.

    Bei Kris aus der RC-Schlangengrube habe ich unter anderem auch die neue Jeep Karosserie her. Mir hat er dazu eher das MST CFX-W Chassis empfohlen, aber ich bin mir wegen der Portalachsen nicht so ganz sicher. Ist aber ein anderes Thema, das nicht in Deinem Bauprojekt behandelt werden muss ;)

  • Hallo Oliver,

    beim BoomRacing Chassis musst du aber auch beachten, das dessen Radstand nicht zur Jeep Karosse passt. Ein ähnlicher Weg wie bei mir, würde auch vor dir liegen! Der Vorschlag von Kris ist da sicher keine schlechte Lösung. Es passt alles ohne große Umbauten zueinander. Hier wird es auch Zeit, dass BoomRacing mit 313 mm Radstand nachzieht. Der Markt dafür ist da. Nicht das mir der Umbau keinen Spass gemacht hat, gefahren wäre ich aber auch gerne. Einzig die Umstände haben mich abgehalten. Der Scherz war jetzt 50/50. :whistling:

    Portalachsen sind für Scaler eher untypisch. Ich sehe da immer einen Unimog. :rolleyes:


    P.S. Stromberg ist ein Eldorado für Naturliebhaber jeglicher Form, auch die 4-Rad angetriebenen!

  • Hallo Herbert,


    zu dem Jeep Wrangler werde ich zu gegebener Zeit einen eigenen Thread starten. Noch bin ich am Überlegen und Recherchieren. Ich möchte da Deinen Baubericht jetzt nicht missbrauchen. Du bist dann aber gerne eingeladen, Deine Gedanken dann in in meinem Thread zu teilen hi


    Die Gegend um Stromberg schaut im Satellitenbild ganz interessant aus. Das ist von mir gerade mal rund 40 Minuten Fahrzeit. Wäre also durchaus mal eine Reise wert.

  • Hallo Oliver,

    im Vergleich zu Kollegen mit denen ich mich die vergangenen Tage austauschte, bist du fast in der Nachbarschaft.


    Hier in Stromberg gibt es zwei Steinbrüche, eine Felsenklamm, mehrere Mountain-Bike-Strecken und Kilometer lange Waldwege, steil, schmal alles vorhanden...

    Auf das Bauprojekt freue ich mich sowieso!!