Formel1-Projekt, ohne Baukasten

  • Hier mein selbstgedruckter OpenRc Formel1-Wagen in 1:10.


    Momentan noch ne 2016er Version (bei der wirds vermutlich nicht bleiben, es gibt schliesslich alles, was man für ne aktuelle Auto-Version braucht), bereift mit Tamiya F104-Reifen.


    Das Ding läuft selbst mit nem Tamiya-Standard-Blechmotor schon überraschend schnell, aber so ganz Stock ist das Ding nicht vernünftig zu fahren. Einige Verbesserungen hab ich von Anfang an eingebaut (z.B. ein Differential, keine Ahnung, was man rauchen muss, um auf die Idee zu kommen, dass es ohne auch geht), oder eine richtige Akkuhalterung (laut dem Konstrukteur soll man den einfach reinlegen, wasn Blödsinn), einige weitere folgen noch.


    Elektronik ist nicht viel drin (viel passt auch nich rein, hehe): ein 4200er 2s2p-Akku (normale Racingpacks passen nicht, man braucht zwingend die "roar-approved), Quicrun 1060 Regler, der Standard-Empfänger der FS-GT3C, und ein MG90s- Servo mit Metallgetriebe.
    Achja: und natürlich eine Blink-LED, im Rücklicht. Die hab ich quick&dirty mit nem Vorwiderstand direkt an den Empfänger gestöpselt. Sieht man auf den Bildern nix von (da war die durchsichtige Rücklichtkappe gar nicht dran).


    Wenn ich es schaffe, das Teil _vernünftig_ zum fahren zu bekommen (auf ner guten Strecke geht das mit dem Stock-Auto, aber nicht aufm Parkplatz), wird noch bisschen aufgerüstet, gibt ja auch stärkere Motoren und ein kleineres HZR... 8o


    Falls jemand genaueres wissen will, fragt einfach....

  • Inzwischen auch mit funktionierendem Regenlicht: ne 5mm Blink-LED in rot, ein 220Ohm-Vorwiderstand (passt beides zusammen ins Rücklicht), ein Stück Kabel und ein Stecker, der an den Stromanschluss des Empfängers passt- fertig.
    Beim Einschalten fängt das Geblinke an....


    Gerade wird eine neue Vorderchse gedruckt: volkommen ungefedert fährt sich das Ding einfach zu unruhig. Mal sehen, ob das reichen wird.


    Heute waren auch meine selbst konstruierten Curbs das erste Mal im Einsatz, und haben sich hervorragend bewährt. Die sind so konstruiert, dass man sie ziemlich gefahrlos überfahren kann (unten 2mm hoch, oben 2cm), und alle Teile lassen sich aneinanderstecken, wie ne Carrera-Rennbahn. Somit kann ich, wenn ich dann mal genbug von den Dingern hab, richtig schöne Strecken "mal fix aufbauen".


    Über das Oval bin ich mal versehentlich mit ziemlichem Tempo rüber- das Auto macht nen ordentlichen Hüpfer, weiter nix.


    Nen Abflug gab es auch, hat beinahe den Frontspoiler gekostet (toll, der hat nämlich ne sehr lange Druckzeit), ich werd ihn kleben- und hab in weiser Vorraussicht eh gleich zwei gedruckt.
    Dafür gabs keine Verletzten... :saint:

  • Das Auto hat ursprüglich gar keine Federung.
    Wenn man auf ner Top-Piste in ner Halle oder so fährt, geht das auch, ein kleines bisschen flexibel ist die vordere Radführung.


    Inzwischen ist aber die neue Vorderachse fertig, und eingebaut, die ist nun gefedert-zwar nicht viel, aber die Baukasten - F1 haben vorn auch nicht viel-wird schon reichen.


    Dass es etwas höher liegt, kommt daher, dass ich Tamiya-Reifen fahre. Die haben etwas mehr Durchmesser als die, die man sich zm Auto drucken soll. Aber mal ehrlich: Plastikreifen auf nem F1?? golly
    Das gibt Blödsinn auf Rädern, würd ich sagen (und alle, die es versucht haben, sagen es auch, selbst mit Filaflex und Ninjaflex wird das nichts vernünftiges).
    Die Tamiyas haben nen Wahnsinnsgrip: ich hätte das Auto in ner schnellen Kurve fast umgeworfen. :rolleyes:
    Schier unglaublich....ich muss mal sehen, ob ich den irgendwie zum übersteuern bekomme, das macht schnell (wenn mans fahren kann, hehe).
    Durch die nunmehr weiche Vorderachse (weich weil gefedert) fürchte ich aber, nun wird die Kiste eher untersteuern....mal gucken.
    Notfalls gibts auch für hinten einen gefederten Nachrüstsatz, aber das ist deutlich mehr Aufwand, den zu verbauen (bzw. zu drucken).

  • Die Tamiyas haben nen Wahnsinnsgrip: ich hätte das Auto in ner schnellen Kurve fast umgeworfen.

    und das mit Baukastenreifen....
    Es gibt als Tuningoption noch weichere von Tamiya :D


    Ansonsten, mit Moosi´s fahren ?
    Ich bin da Grip mässig nicht so auf dem laufenden, F1 Cars hatten mich nie so angemacht.


    Muss mal meinen ollen Schumi Ferrari ausgraben, ist ne 1:10 Glühzünder, war mal ein Tausch zu Schumi´s Glanzzeiten, kaum benutzt, eben wegen mangel an geeignete Strecken.

    Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.


    (vermutlich Einstein)

  • Nene, da bist du auf dem Holzweg.
    Wenn die Vorderachse gefedert ist baut sie mehr Gripp auf,
    dadurch kommt es eher zum übersteuern.
    Hinten hart bedeutet weniger Haftung, weil die Reifen nicht so gut auf die Bodenunebenheiten reagieren können.


    lg
    Frank

  • @caessy Nene, das sind schon die weichen, für den F104.
    Hab ich beim Seidel geholt....keine Ahnung, was in den Baukästen liegt- die haben mich zwar immer gereizt (weil es wirklich Raketen sind), aber die sind einfach zu empfindlich fürn Parkplatz.
    Aber stimmt schon: es gäbe bessere als die Tamiya-Reifen. Hätt ich mir auch gekauft, nur: die meisten davon sind bereits mit den Felgen verklebt, und das nutzt mir nichts, weil die üblichen Felgen nicht auf mein Auto passen.


    Moosgummi: die haben nur auf bestimmten Untergründen mehr Grip.
    Bei Nässe überhauptnicht.
    Und wenn sie schmutzig werden, hast du auch sowas von verloren damit...


    Ja, den Schumacher Verbrenner kenne ich (falls es nicht mehrere von gibt)- war der nicht von De Agostini oder so? Kyosho?
    Das Teil hat oder hatte ein Kumpel von mir mal- der könnt gegen meinen, im Jetzt-Zustand, wohl grade noch konkurrenzfähig sein. Aber wenn ich das Fahrverhalten in den Griff bekomme, nicht mehr lange, hehe...
    Carson hat da die Launcher-Motorenserie, die gehn bis runter auf 12 Turns, bei >150W.
    Da kommt kein Verbrenner mehr hinterher.


    Das mit mehr Grip könnte stimmen, wenn ich so drüber nachdenke: das Auto hebt in schnellen Kurven die inneren Hufe- wenn die VA gefedert ist, müsste die länger komplett am Boden bleiben.
    Leuchtet ein....mal sehen ob ich heute zm fahren kommen werde, die neue Vorderachse ist schonmal drin.
    Vielleicht kommen heute auch schon die Kugelköpfe für die Lenkung, die selstgedruckten Plastik-Spurstangen haben auch eher Spielzeug-Qualität.


    Mal was anderes: ich hab ja den Quicrun 1060-Regler drin. Der dürfte nicht unbekannt sein:
    Ist es normal, dass der nur so lala bremst??

  • Ja, den Schumacher Verbrenner kenne ich (falls es nicht mehrere von gibt)- war der nicht von De Agostini oder so? Kyosho?

    Keine ahnung, wie meines heißt, sich schimpft. Vorderachse ist änlich wie die von Tamiya F103, ebenso der Heckspoiler. Wenn ich Zeit hab, mach ich mal ne Bild von.

    Mal was anderes: ich hab ja den Quicrun 1060-Regler drin.

    Klick > Hobbywing Quicrun 1060 Brushed ESC 60A Regler


    Viel Spass dabei :D Ich hab den 1060 in ruhe gelassen, nur auf Lipo-modus umgestellt gehabt.
    Wenn ich bremse und die Stellung halte, wirft der Regler sprichwörtlich den Anker.
    Lieber den 1080 nehme, mehr Reserven und ne Programmbox ist dabei, ist halt wesentlich einfacher zu händeln.

    Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.


    (vermutlich Einstein)

  • Mhm, liegt wahrscheinlich daran, dass ich ne vollkommen andere Untersetzung im Auto hab, als hier allgemein üblich, hehe.
    Daher auch die eher schwache Bremse (die bremst, spürbar, aber ehe das Tempo raus ist, das dauert....).
    Ohne Bremse sollt das Auto ewig weit....von daher: sie tut was- nur eben nicht viel.


    Werd bei der nächsten Ausfahrt mal sehen, ob der im Programm ohne Rückwärtsgang besser bremst, aber vermutlich nicht.


    Inzwischen hab ich mir die Vorderachse mal vorgenommen.
    Die ist nun gefedert, und die Lenkung ist etwas besser als die vorgesehene Lösung, die eher an Dickie-Spielzeuge erinnert.
    Der stabile Messingdraht bei mir soll eigentlich nur ne aufgebogene Büroklammer sein, man kanns mit der Sparsamkeit auch übertreiben.... :thumbdown:


    Inzwischen hab ich Spurstangen mit richtigen Kugelköpfen in der M3-Ausführung verbaut.
    Ein Servosaver von Tamiya ist unterwegs zu mir, und wenn ich _den_ habe, versuche ich, da mal eine _richtige_ Lenkung zu bauen.
    Da sieht man, wie das planmässig gedacht ist:




    Die originalen Spurstangen mit nem Stück Servosaver:


    Allenfalls Spielzeugqualität. Die Achsschenkel werden an die Spurstangen geschraubt, so dass man die Wahl zwischen "zu lose" oder "klemmt" hat. Da das Gewinde auch an den Spurstangen fleissig arbeitet, schlackert das alles schon, wenn man die Lenkung fertig programmiert hat.... :D


    Hier Original vs. meine Spurstangen, gewisse Unterschiede dürften erkennbar sein:



    Man hätte auch die M2 oder M2.5-Ausführung verwenden können, aber an dem Auto gibts bei mir halt nur M3.
    Jeweils eine Seite der Kugelköpfe musste ich ein bisschen kürzen, sonst wären die Spurstangen zu lang gewesen. Nun sind sie sogar einstellbar.... 8)


    Wenn mein nächster Plan auch aufgeht (sieht nach einigem herummessen so aus) wird die Lenkung noch weit besser, aber dazu dann was, wenn es soweit ist.

  • Keine ahnung, wie meines heißt, sich schimpft.

    Sodelle, endlich kam ich an der Kiste ran, mit den F1 Glühzünder Resten.
    Hersteller ? Keine Ahnung ! Hat auch deutliche Gebrauchsspuren, anders wie ich mich erinnerte.
    Motor dreht, zum testen fehlt mir aber Sprit und funktionaler Glühzünder.

  • Hm-der riesige Kühlkopf kommt mir bekannt vor- wahrscheinlich ist das das selbe Auto wie von meinem Bekannten.
    Bin ziemlich sicher, dass es von Kyosho war.
    Inzwischen gibt es davon mindestens einen Nachfolger, der hat nen ganz anderen Kühlkopf (schmaler).


    An meinem Auto hab ich heute den ganzen Tag heruminschenört und nun habe ich endliuch eine Direktlenkung!


    Der selbergedruckte Servosaver hat ja nie wirklich funktioniert (PLA federt nunmal quasi nich)- und auch, nachdem ich die "Feder" durch Gummiringe zum federn gebracht hatte, wurds nicht ernsthaft besser.
    Inzwischen ist das ganze Geraffel verschwunden, es gibt nur noch das Servo mit aufgesetztem Servosaver (von Tamiya, diieser hier: )
    , und daran sitzen direkt die Spurstangen!


    Das sieht dann so aus:



    Ausser Kugelköpfen ist da nix mehr.
    Damit das so geht, musste ich einige Teile umkonstruieren und neu drucken:


    -oberer und unterer Querlenker mussten gekürzt werden
    -der Vorderachsblock, der beide verbindet, musste ebenfalls gekürzt werden
    -das vordere Chassisteil bekam neue Bohrungen für den Servohalter, und die alten wurden gleich verschlossen
    -der Servohalter musste auch neu
    -die Achsschenkel mussten auch etwas modifiziert werden, das hatte ich aber neulich schon gemacht.


    Die neue Lenkung spielt in einer völlig anderen Liga als die originale, denn sie ist völlig spielfrei, präzise und schnell.
    Da wird sich auch der Verschleiss in Grenzen halten-solche Kugelköpfe halten ziemlich lange, und ausser denen bewegt sich da nix mehr.
    Mal schauen, wenn das Wetter passt, ist heute die Probefahrt- besser kann die Lenkung nicht mehr werden (höchstens noch ein besseres Servo, aber ich finde das TowerPro MG90s gar nicht so schlecht).

  • Die Federung taugt so nix.
    Entweder liegt es an der nicht vorhandenen Dämpfung oder an meinen zu weichen Federn- das Fahrverhalten war erbärmlich.
    Inzwischen ist die wieder raus und siehe da- es geht.


    Zwischendurch bin ich wieder auf das 14er Motorritzel umgestiegen, mit dem 13er war die Beschleunigung so brachial, dass dabei dauernd das Heck ausbrach. Es ist also in Richtung Topspeed noch Luft... :thumbup:


    Kleines Video

  • Grip ist nicht das Problem.
    Ich kann das Auto mühelos umkippen: einfach bei bissel Tempo mal einlenken.
    Daher war es recht gefährlich mit der kurzen Untersetzung: erst schwänzeln, dann Rolle seitwärts....
    Auf dem Beton, auf dem ich fahre, kleben die Tamiyas regelrecht.
    Ehrlich gesagt, hätte ich auf der Hinterachse gern ein bisschen weniger- mit nem übersteuernden Auto komm ich klar.
    Ich denke, der Schwerpunkt liegt zu hoch: die Bausatzmodelle haben ja nur nen Hauch einer Karossierie obendrauf, das ist beim OpenRC anders: bei dem wiegt die Karo mehr als das Chassis.


    Ich würd ja mal andere Reifen versuchen, nur: die meisten scheints nur fertig verklebt, zu geben?
    Das nutzt mir nichts, weil der OpenRC ganz andere Felgen hat-käufliche passen da nicht.
    Allenfalls kann ich mal die F104 hart probieren...


    Oder versuchen, den Wagen etwas tiefer zu legen. Zwar find ich Bodenfreiheit grundsätzlich gut (mit den mindestens 4mm der Wettbewerbsautos kann man aufm Parkplatz nix anfangen), aber wenn die Karre dann kippt, ist das auch blöd.
    Ich schätze, ein, zwei Millimeter kann man noch herausholen, ohne massiv umzukonstruieren.
    Bei mehr müsste dann auch die Motorhaube neu....das würde aufwendig.


    Mal gucken. Jedenfalls kann ich für mich jetzt schon eines sagen: der Aufwand, den zu drucken (Gesamt-Druckzeit mehrere Tage, ich hab so grob zehn Tage für alles gebraucht, aber zwischendurch auch andere Sachen gedruckt), hat sich absolut gelohnt.
    Das Ding macht nen Heidenspass, auch wenn es nicht ganz einfach zu fahren ist.
    Ich bleib da noch dran, später will ich mir ne aktuellere Version bauen, wenn mich nicht alles täuscht, ist die 2017er auch bisschen breiter.

  • So- inzwischen ist der Lenkungs-Umbau online.
    https://www.thingiverse.com/thing:3104997
    Wer will, kann ihn also auch einbauen.


    Hab ihn als w.i-p. markiert,aber nur, weil ich mich eventuell noch mal an den Servohalter setzen will, der gefällt mir rein optisch nicht (bauen kann man das so, funktioniert einwandfrei), und weil ich noch nicht weiss, ob die 2017er Version eventuell ne breitere Vorderachse hat.