Lackiere Auftragsarbeiten? Tipp und Tricks zum lackieren

  • Sieht super aus! Wollte eigentlich grad Bilder von meinem fertig lackierten Jeep zeigen aber das lass ich jetzt besser. :no:

  • Vielen Dank, aber du kannst deine Bilder gerne Posten. Das soll ja hier einen regen Austausch ermöglichen. Das meine Arbeiten etwas professioneller wirken liegt auch daran, dass ich das schon eine Weile mache. Also nur her mit den Bildern. Anhand von Bildern kann man etwaige Fehler und vorallem gelungene Dinge besser erkennen als im einer bloßen Erklärung.

  • Nun gut. :-) Muss noch einiges gemacht werden aber das schlimmste hab ich erledigt. Die Karo sitzt mit Magneten auf dem Chassis bombenfest. Demnächst wird sie dann von unten noch in schwarz lackiert. Neue Stoßfänger für vorn und hinten sind auch schon unterwegs. Kleinere Reifen kommen auch noch drauf, hab hier noch welche liegen. Sollte dann etwas stimmiger aussehen, mit denen auf den Bilder gibts bei voller Verschränkung und maximalen Lenkwinkel auch Probleme mit der Freigängigkeit.

    Der Lack ist bis auf ein paar kleinere Stellen wirklich ganz gut geworden.



  • Danke fürs Lob, bin auch ganz überrascht. Ist ja mein erstes Modell und daher alles noch Neuland für mich.

    Abkleben werde ich da nichts, da ich noch Innenkotflügel und Rockslider montieren werde, wird hinterher nicht mehr viel von der Karosse von unten zu sehen sein. Das bissl was über bleibt, male ich einfach vorsichtig mit Pinsel an.

  • bla das sieht doch gut aus würde ich sagen, welche Farben hast du denn genommen, die Tamiya? Mir persönlich gefällt die Lackierung gut! Allerdings hätte ich die Motorhaube bzw. den Aufsatz verspachtelt damit es aussieht wie aus einem Guss. Sieht einfach Scaliger aus finde ich. Aber der Lack ist gut geworden.


    Glasi vielen Dank für die Anerkennung. War einfach eine verrückte Idee, das Muster des Ford Mustang welcher in dem Video von Ken Block gefahren wird auf einen Jeep zu übertragen. Es war zwar eine Menge Arbeit, hat sich aber definitiv gelohnt. Mir gefällt das Endergebnis auch sehr gut und ich bereue es nicht, es gemacht zu haben. Ist wie du sagt mal etwas Anderes. Aber Pläne für eine neue Karo in einem ähnlich verrückten Design, in eine komplett andere Richtung schwirren mir schon durch den Kopf. :headbang:

  • Hallo Dominique,


    Dein Jeep gefällt mir auch sehr gut, eigentlich schon zu schade um im Gelände zu fahren und Kratzer zu riskieren! Aber ich kenne das von meinen aktiven Zeiten als Glattbahn Fahrer und den gebrushten Lexan Hauben, wenn fertig wollte ich damit auch in die freie Wildbahn. Wobei die Lackierung einer Lexan Karo natürlich durch das Lexan geschützt ist.

    Das ist bei Deiner super Arbeit etwas anderes. Auf jeden Fall wirst Du damit auffallen! Sehr schön!!! :thumbup:


    bla Tino, Du brauchst Deine Arbeit nicht zu verstecken! Erstens ist es für das erste Modell einfach nur super geworden! Und zweitens kommt es nicht darauf an Lackierungen zu vergleichen, sondern das Endergebnis einer jeden Lackierung zu bestaunen! Eine gebrushte Karo sieht natürlich anders aus, aber es bedarf auch viel Übung und langer Erfahrung so etwas wie Dominique geschaffen hat, zu lackieren. Stell Dein erstes Modell deswegen nicht in den Schatten - das sieht sehr gut aus!


    Herzliche Grüße, Detlef

  • bla das sieht doch gut aus würde ich sagen, welche Farben hast du denn genommen, die Tamiya? Mir persönlich gefällt die Lackierung gut! Allerdings hätte ich die Motorhaube bzw. den Aufsatz verspachtelt damit es aussieht wie aus einem Guss. Sieht einfach Scaliger aus finde ich. Aber der Lack ist gut geworden.


    Glasi vielen Dank für die Anerkennung. War einfach eine verrückte Idee, das Muster des Ford Mustang welcher in dem Video von Ken Block gefahren wird auf einen Jeep zu übertragen. Es war zwar eine Menge Arbeit, hat sich aber definitiv gelohnt. Mir gefällt das Endergebnis auch sehr gut und ich bereue es nicht, es gemacht zu haben. Ist wie du sagt mal etwas Anderes. Aber Pläne für eine neue Karo in einem ähnlich verrückten Design, in eine komplett andere Richtung schwirren mir schon durch den Kopf. :headbang:

    Ja, sind die Tamiya Farben. Das mit dem anspachteln hatte ich auch erst überleget aber wegen der Unerfahrenheit dann wieder verworfen. Sowas probiere ich dann vielleicht beim nächsten Modell. :D Jetzt muss ich mich zuerst weiter um den Innenraum kümmern und die restliche Technik vernünftig unterbringen.


    Ich muss aber gestehen, dass ich jetzt etwas Blut geleckt habe und mir vorstellen könnte dem Unlimited noch den kleinen Bruder beiseite zu stellen. :D Was kostet denn so eine halbwegs brauchbare Airbrush Ausrüstung? Muss man da gleich nen halben Monatslohn investieren?

  • Hallo Tino,


    Wie überall im Leben gibt es von bis nach oben keine Grenze. Aus eigenen Erfahrungen würde ich Dir von einer Unterbecherpistole abraten wenn Du irgendwann auch Motive brushen möchtest.

    Eine Unterbecherpistole arbeitet nach dem Unterdruck Prinzip, die Farbe sollte immer recht dünnflüssig sein und wirklich kleine Motive oder Flächen/Linien lassen sich damit nicht gut lackieren. Beim Kompressor würde ich auch nicht sparen, er sollte leise sein, mit einen Lufttank und einen Lufttrockner sowie einer Druckminderung ausgestattet sein. Der Lufttank dient beim Brushen in erster Linie dazu, das der Luftstrom kontinuierlich und gleichbleibend ist, ohne einen Lufttank ist der Luftstrom "pulsierend" nach dem Takt des Kompressors. Der Vergleich zu einem stabilen Gleichstrom aus einer Batterie (gleichbleibend) und einem pulsierenden Gleichstrom aus einem billigen Netzteil ist ähnlich. Ein Lufttrockner ist notwendig damit kein Kondenswasser aus dem Kompressor das Lackieren stört und ein Druckminderer ist notwendig um den Druck der Viskosität der Farbe, dem verwendeten Düsendurchmesser und dem Farbauftragsbild angepasst zu werden. Manch mal ist beim Brushen ein geringer Druck gewollt, damit die Farbe nicht zu sehr vernebelt oder sogar leicht "raussprenkelt".


    Es gibt Oberbecher Pistolen für große Flächen mit großer Düse (0,5mm oder mehr) und großem Farbbecher und Oberbecher Pistolen mit kleinen Düsen (0,3mm oder 0,2mm) und mit kleinen Farbbechern um kleinere Flächen wie bei Motiven oder Farbverläufe zu lackieren.

    Es gibt auch besondere Lackierpistolen, mit denen man Freihand Linien lackieren kann, die feiner als ein menschliches Haar sind, aber so etwas ist wirklich für absolute Graphik Profis.

    Wechsel Systeme bieten tauschbare Düse und Nadel für einen Korpus, wie die allerdings sind kann ich nicht sagen. Zu meiner aktiven Zeit hatte ich Pistolen mit festen Düsen.


    Wichtig sind auch das Zubehör, gute Airbrush Folien, die genug Klebekraft haben um vom Luftstrom der Pistole nicht weggeblasen zu werden und so wenig Haftkraft haben, das sie schon bestehende Farbschichten beim Abziehen nicht mit entfernen. Gute Skalpelle, eventuell ein Skalpell mit drehbarer Klinge um Kreise sauber zu schneiden und eine gute Schneidunterlage und Schablonen, Pipetten und Farbmisch Becher, sowie gute Farben. Ich habe viel mit Acrylfarben auf Wasserbasis gearbeitet.


    Ein Tipp beim Farbmischen. Ich hatte mir Papierringe gemacht, die ich auf einen Dorn einer Trennscheibe für Proxxon und Co festmachen konnte. So viele Papierringe wie ich Farben hatte und natürlich jeden Papierring mit der entsprechenden Farbe lackiert. Jeder Ring wurde einmal eingekerbt.

    Sinn und Zweck ist, die Farbe erkenntlich zu machen, die nach dem Mischen bestimmter Farben in einem bestimmten Verhältnis raus kommt. Die Farbringe lassen sich ineinander verschachteln und sichtbar bleibt ein Teil, der das Mischungsverhältnis darstellt.


    Im letzten Kreis als Beispiel die Ringe 25% Gelb, 25% rot und 50% Blau ineinander verschachtelt. Wird die Scheibe dann mit einem Dremmel schnell gedreht, ist für das Auge die Mischfarbe sichtbar.

    Eine schwarze und weiße Scheibe sind auch notwendig um das Aufhellen oder Abhellen einer Farbe zu simulieren.


    Um das Ganze noch zu verbessern kann eine im Durchmesser etwas größere Scheibe aus stabiler Pappe gefertigt werden, die z.B. eine 100er Einteilung zeigt um auch etwas schwierigere detaillierte Farbmischungen einzustellen und darzustellen.


    Wenn es Dich gepackt hat, würde ich nicht an Material und Qualität sparen, sondern ehr am Faktor "Zeit" wann Du alles zusammen hast und es nach Stufen, also was Du mit dem was Du Dir zulegst machen kannst.


    Herzliche Grüße, Detlef

  • Danke für die ausführliche Antwort. Fehlt nur noch nen Preis. :D Wenigstens mal so ne grobe Richtung wo die Reise hingeht reicht ja schon. Motive möchte ich gar nicht machen, geht mir eher um einfache Lackierungen der Autos, eventuell mal mehrfarbig aber ohne Schnickschnack.

  • Zum Anfang geht es meines Erachtens auch erst mit Spraydosen. Das ist der günstigste Einstieg um zu sehen ob es einem liegt und Spaß macht. Auch Mehrfarbig ist kein Problem.


    Gerade wenn Lexan Karos von innen lackiert werden, kann bei zweifarbigen Lackierungen ein Bereich angeklebt werden und hinterher mit der zweiten Farbe das ganze Auto lackiert werden.


    Zuerst Neon-Blau lackiert, der Bereich der Gelb werden sollte wurde abgeklebt. Anschließend komplett mit Neon-Gelb lackiert und anschließend nochmal mit Weiß hinterlegt.



    Aufkleber mit einen Ploter in zwei Farben schneiden lassen und an der Trennlinie Zusammen gefrimmelt.


    Solche Motive erfordern dann schon mehr Arbeit...


    ...besonders die Flagge mit den Schattierungen. Negativ lackiert bedeutet zuerst mit den Schattierungen anzufangen und mit der silbernen Hintergrundfarbe aufzuhören.

  • Schick und stimmig! :thumbup:



    Grüße aus dem Südwesten

    Peter

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    "Tute hoc intristi, tibi omne est exedendum"
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  • Also dass was Lifthrasir geschrieben, hat ist echt super erklärt. Vor allem das mit dem Farben mischen, genial :cheers:. Man lernt nie aus. Die Idee ist super.

    Also wenn du "nur" einfache Lackierungen machen willst, dann lohnt sich eine Airbrush nicht wirklich. Großflächig lackieren tust du am Besten mit Sprühdosen. Da wird das Ergebnis zwar nie so gut wie bei einer Lackierpistole oder Airbrush aber es ist bedeutend günstiger. Mit einer guten Airbrush kannst du nur begrenzt flächig lackieren, dazu brauchst du dann eine Lackierpistole. Diese benötigen aber einen ordentlichen Kompresser welcher genug Luft fördert. Zudem wäre dann eine Absauganlage und Atemschutz empfehlenswert. Da sind Dosen bedeutend einfacher.