Der Rabe baut sich einen ........ Trial-Hydraulik-Knicklenker mit Doppelportalachsen

  • Tach

    Heute war ich genervt vom Verkehr (in köln regnet es. Prompt steht alles:wut:)

    Und was macht man dann? Genau. Kontemplatives Nutenfeilen mit einer 2mm Hieb 5 -Feile.

    Vorher konnte ich aber meine ganzen Aggressionen beim erzeugen der Mitnehmerstifte loswerden. (Stifte kaufen ist mir zu teuer)

    Man nehme stumpfe oder billigste ibä-2mm-Bohrer und klemme sie in den Schraubstock. Die Magnete dienen der Höheneinstellung



    Man ritze den Bohrerschaft leicht mit einer miniflex an



    Man nehme eine kleine Zange

    Ohne anritzen bricht es wie PS wo es will

    Mit anritzen knackt es ohne grossen aufwand glatt und passend


    Aus einem 2er Bohrer bekommt man so 3 stifte.


    Dann ging es aber ans feilen




    Passt




    Spannend werden die 1,? Mm für die kleinen Zahnräder. Da muss ich mal den Fundus nach genügend kleinen feilen durchwühlen.

  • Ach guck, der Trick mit den Bohrern ist selbst mir als Fahrzeugbaumechaniker neu.


    Man lernt nie aus.


    Und wie immer, einfach super Bilder der Entstehung deiner Einzelteile. So kann man das sehr gut verstehen wie was und wo.


    Gruß Nico

  • Tach,

    heute geht es mal anders herum. Zuerst das Ergebnis und dann der Weg dahin .



    Mein erstes Portal ist nun fertig und läuft, wie man sieht, recht fluffig. Die Zahnräder müssen sich noch etwas aneinander gewöhnen und shimmen ist auch noch angesagt, aber im Prinzip war es das mit den unteren Portalen.


    Jetzt kommt quasi der Striptease eines Portals. :lol2:







    Davor hat es heute eine längere drhe-session für die achsen gegeben.


    Dann kam die Frage , wie ich den die ganzen löcher für die Mitnehmer machen will.

    Plötzlich kam ich auf diese idee


    Diese Bohrlehren sind gebohrt und gerieben. D.h. die Achsen passen spack da rein. Im Schraubstock reicht dadurch der druck von aussen um auch die Achsen vor verdrehen zu schützen.

    Das sechskantreststück gibt dem Bohrer die Richtung vor. Und wenn man den Bohrer nicht durch das Werkstück prügelt kommt er auch ohne Versatz unten passend wieder aus der Achse raus.

  • Die Idee hatte ich bei der Konstruktion natürlich ebenfalls. Aber damals habe ich mich bewusst dagegen entschieden.


    Warum? Ich traue meine Fähigkeiten richt ig genau und wiederholbar zu arbeiten immer noch nicht :oops:


    Die ganzen Lagersitze so hin zu bekommen, das nix klemmt und jede Welle doppelt gelagert ist , ist für mich immer noch eine grosse Herausforderung. Dazu noch einen sauberen Passring traute ich mir einfach nicht zu.

    Mit der aktuellen Lösung erhoffe ich mir , das die wellen sich selbst in die lager finden und dann einfach nur der deckel in der passenden position festgeklemmt wird.


    Wir werden sehen obs klappt. Deckel neu machen ist ja nicht soviel arbeit.

  • Hallo Ralf,


    mir ist aufgefallen, daß die Zahnräder in den Portalen verschiedene

    Zahnformen haben.

    Die Zähne vom großen Zahnrad sehen irgendwie "spitzer" aus.

    Sollten nicht Zahnräder, die ineinanderlaufen, die gleiche Zahnform haben?


    Ich habe allerdings keine Ahnung von dieser Materie!
    Ist jetzt nur eine dumme Frage eines Unwissenden!



    Gruß!

    Frank

    Der tut nix, der will nur spielen...


    Ich bin sehr spontan - man muß mir nur genügend Zeit geben!

  • Danke für die Aufklärung!



    Gruß!

    Frank

    Der tut nix, der will nur spielen...


    Ich bin sehr spontan - man muß mir nur genügend Zeit geben!

  • Tach,

    nach der erfrischend albernen licht-spielerei bei der Rakete gab es heute auch "ernsthafte" Sachen zu tun. Zunächst, aus verschiedenen Gründen, wurden die 12er Zahnrädchen nochmal gefräst. Dieses Mal in Messing. Dann begann eine unendliche fummelei um die winzigen mitnehmerstifte und die nuten zu erstellen und anzupassen.


    Aber am ende sieht es ganz gut aus.

    Und da bei den schönen messingrädern die hässlichen und schlecht gefrästen aludinger so gar ncht passen, habe ich auch material für die grossen räder bestellt und werde die auch nochmal machen.

  • Ich habe die aus Pom gemacht. Die großen werden halten aber bei den kleinen bin ich mir nicht so sicher. Ich denke es ist gut für den Fall der Fälle ordentliche Ersatzteile zu haben.

  • Moin,


    ein cooles Projekt, in das Du wieder mal unglaublich viel Arbeit, Zeit und Geld steckst. Ich befürchte nur, dass die Performance des Vehikels damit nicht mithalten wird. Durch die Hydraulik wirst Du zwar das Knickgelenk bewegen können und zumindest theoretisch einen relativ kleinen Wendekreis hinbekommen, aber im Antriebsstrang werden ohne Differenziale immense Verspannungen auftreten. Ich habe von deinen technischen Umsetzungen so gut wie keine Ahnung, aber ich habe ja auch einen Knicklenker. Meiner ist jedoch über einen Regler durch 4 einzelne RB-Getriebemotoren angetrieben. Dadurch habe ich quasi ein elektronisches Diff in Längs- und Querrichtung und ich erreiche durch den fünften Getriebemotor für die Lenkung einen immens kleinen Wendekreis. Das geht natürlich ein wenig zu lasten des Vortriebs auf weichem Untergrund. Dass Du keine Einzelmotoren einbauen möchtest, hatte ich schon gelesen, kann ich auch nachvollziehen. Besteht denn vielelicht die Möglichkeit, in der Vorderachse ein Differenzial einzubauen? Ich denke, dass sich dies bei Kurvenfahrten auf festem Untergrund extrem bemerkbar machen würde.


    Außerdem noch eine Frage zur Hydraulik. Da Du nun schon die Komponenten verbaut hast, würde ich mir weitere Einsatzzwecke dafür überlegen. Hast Du da schon Ideen? Für eine einzige Funktion ist Hydraulik eigentlich zu aufwändig und zu teuer.


    Ansonsten ein tolles Projekt mit schönen Ausführungen zur Metallbearbeitung, die meine Möglichkeiten und Fähigkeiten um Längen übersteigen.


    Gruß

    Andreas

  • Hallo,

    ...aber im Antriebsstrang werden ohne Differenziale immense Verspannungen auftreten.

    Das ist in der Theorie (und auch in der Praxis) richtig.


    Ich denke aber, das ist bei so einem Modell komplett zu vernachlässigen. Bevor da ein (Metall-)Teil des Antriebs Schaden nimmt, rutscht einfach das betreffende Rad über den Untergrund.


    Der Grip ist da wo wir fahren eigentlich nie so hoch, das man durch Verspannung dem Antrieb irgendwo schadet.


    Deine Überlegung ist auf jeden Fall richtig, betrifft ja theoretisch auch jeden normalen Scaler. Mit permanentem Allradantrieb und gesperrten Achsen entstehen ja auch Verspannungen. Beim 1:1 sollte man das vermeiden, beim Modell völlig belanglos. Das gleiche trifft auch auf Overdrive und Underdrive zu.


    Ich glaube, es hat sich noch niemand sein Modell zerlegt in Folge dieser Verspannungen.



    Und Ralf:

    Allerfeinster, echter Modellbau den du hier zeigst ! Sehr erfrischend, weit über dem Niveau der "Hurra, ich hab eine Schraube reingedreht!!!"- Poster. Sehr, sehr fein.

    Achtung Reim :


    Chapeau und Abo


    Gruß Sebi

  • Hallo,


    Bevor da ein (Metall-)Teil des Antriebs Schaden nimmt, rutscht einfach das betreffende Rad über den Untergrund.

    Da hast Du sicherlich völlig recht, das ginge aber zu lasten des Wendekreises, so dass man den Vorteil der Knicklenkung wieder verspielen würde. Außerdem sieht es echt blöd aus, wenn die eine Achse bei Volleinschlag nur rutscht. Bedenke bitte auch, dass es bei einer Knicklenkung viel extremer ist als bei einer Achsschenkellenkung und da sieht es vor allem bei falschem Ackermann auch schon echt bescheiden aus.

    Er nutzt die sperrbaren Differenziale vom Trx4.

    Gut möglich, aber kann er sie auch entsperren? Vielleicht habe ich bei dem langen Baubericht auch den Überblick verloren und es war bereits Thema, auf die schnelle habe ich aber nichts gefunden. Ralf wird es uns aber sicher erläutern können.


    Gruß

    Andreas