Mal was ganz anderes... ein Ford Pickup, Model A

  • Gedankenspinnerei zum Thema Stabilität.


    Vielleicht kann man ja exponierte und filigrane Bauteile wie Kotflügel und Dachsäulen mit Polyester Harz und einer GFK Matte von hinten/innen verstärken?

  • Heisses Gefährt!


    Gedanken ohne Spinnerei: ;-)


    Die Kabine werde ich innen mit Alustreben oder Messingstreben versteifen. (Messing kann ich löten, bekommt daher eventuell den Vorzug.) Bei den Kotflügeln wird das so eine Sache werden. Vielleicht werden das Kunststoffteile, weil die dann doch einfach zäher sind. Aber darüber mache ich dann mir Gedanken, wenn ich dabei bin.


    Wird halt ein Modell werden, bei dem man lieber 100 Strafpunkte kassiert als einen Videoreifen Überschlag... :lol:

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • Weiter gings! Wie angekündigt die zwei umlaufenden Versteifungen an der Lade, die in Verlängerung die Pfosten für die Seitenplanken aufnehmen.



    Man kann hier auf den beiden Bildern erkennen, wie ich "um die Ecke" gekommen bin, klassisch wie die Römer Brücken gebaut haben oder Kirchenfenster. Immer schöne kleine Teilchen geschnitten und einen neben den anderen gepappt.




    Wenn morgen alles gut durchgetrocknet ist, gehts dann noch mal mit dem Schleifpapier drüber.


    Für heute reicht es.


    Grüßle

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • ...o.k. mit Holz kannst du also richtig gut umgehen! Das ist unschwer zu erkennen. Wenn ich aber richtig sehe, ist das Balsaholz und ich vermute, dass das kein Vitrinenmodell wird - hält die Oberfläche denn solchen mechanischen Belastungen im Fahrbetrieb standen??

  • Hallo Micha,
    das ist eine gute Frage. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass Balsaholz entsprechend behandelt im Schiffsmodellbau und im Flugmodellbau einiges ausgehalten hat. Von daher habe ich die Hoffnung, dass es auch hier seine Zwecke erfüllt. Klar muss ich an einigen Stellen etwas stabileres Holz dahinter kleben, Buchensperrholz z. B.


    Die Kabine bekommt innen einen Metallrahmen, um bei einem Überschlag nicht gleich Brennholz zu bekommen. Gute Erfahrung habe ich mit dem EzeKote gemacht, das gut in das Balsaholz eindringt und es recht hart macht.


    Aber wie schon geschrieben, es wird mit Sicherheit ein Modell, mit dem man nicht das Letzte ausreizen will, wenn man durchs Gelände fährt.

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • Urlaub hat schon was Schönes! Man kann dranbleiben....


    Heute kam die Heckklappe dran. Da die Platte ja etwas in die Wanne reingeht, musste einmal rings rum der Rand berücksichtigt werden. Noch nicht ganz verschliffen, aber durchaus schon vorzeigbar:


    Interessant auch, in der großen Fläche prangt ja in Real der Schriftzug "Ford", der auch im Modell nicht fehlen darf. Weil es diesen Schriftzug aber nicht genau in der Größe gibt, wie ich ihn will, muss man eben etwas künstlerischer an die Sache herangehen. Nachteil: Der Schriftzug ist nicht in einem Stück herstellbar. Da gibt es zwischen den "F" und dem Rest einen Abstand.


    Jetzt wollte ich zuerst eine dünne Aluplatte nehmen und die Buchstaben/Schriftzug daraus rausfeilen. Doch da erinnerte ich mich noch an die Mühe, die ich damals in meinen Hummer H2 reinsteckte. Und da waren es noch richtig große Buchstaben. Bei dem kleinen Schriftzug würde ich ja Weihnachten 2018 noch am Schraubstock sitzen... Nene, das brauchts nicht. fie


    Also starten wir mal einen manuellen, technisch unterstützten Versuch mit Dr emel und meinen Zahnarztbohrern und Fräsern. Erster Versuch, überwiegend noch zum Probieren:




    Erkenntnis:
    Rein von Hand wird das Gesamtbild nicht schön. Also werde ich das Selbe noch einmal machen, dann aber mit der hochdrehenden Ständerbohrmaschine, damit die Frästiefe gleichmäßiger wird. Bin mal gespannt, wie das dann aussieht.


    Jetzt hab ich aber erst mal Hunger, also "Modellbau von Nahrungsmittel in 1:1" ... 8)

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • :D jo, so einigermaßen..... klebt aber auf einem Abfallstückchen und nicht auf der Heckklappe... 8)

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • Mal sehen, wie viele "Versuche" noch übrig bleiben... ;)


    Heute wollte ich mal etwas grobschlosserige Arbeit machen, also habe ich die beiden dicken Platten für die Kabinenrückwand und Dach verleimt und begonnen, sie in Form zu bringen. Schleifen ist zwar gut, aber mit einem zum Schnitzmesser umfunktionierten Hobbymesser ging es relativ zügig. Hier dann das Ergebnis:



    Hier sieht man noch die Kontur, die Dach und Rückwand haben, die ich auf diese Weise erreicht habe. Anfangs dachte ich dann noch, ich könnte auch die dickeren teile noch mit dem Messer verjüngen, aber im Interesse der Stabilität lasse ich das einfach so. sieht man nachher nicht wirklich. Oder, wenn es mich stört, auch später noch aushöhlen. Dann hole ich mir aber noch ein paar Schnitzmesser... :D


    Damit das Rückfenster nicht so dick aussieht, habe ich wie an Schießscharten noch kräftig abgeschrägt. Hier muss ich noch eine Runde schleifen, aber für heute reicht es mir. Man merkt einfach, wenn es mal nach 16 Uhr ist, dass dann das Licht weg ist. Und nein, ich habe leider noch keine Superhyper-Bastelstrahler.
    (Ich glaube, ich muss morgen mal im Baumarkt schauen, ob der was günstiges da hat...)




    Und das hier zeigt deutlich, wo gehobelt wird, da fallen Späne! Wäre prima Anzündspäne für den Grill oder Kamin... 8)



    Morgen nach dem zweiten Kaffee gehts wieder an den Schriftzug...

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
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  • Wo gehobelt wird, fallen eben Späne.


    Ich finde es alleine deshalb schon sehr interessant, daß du nicht, wie die meisten hier, PS Platten nimmst, sondern Holz.
    Das letzte Mal das ich ein Fahrzeug aus Holz gesehen habe, war ein Modellbau Kollege aus Spanien, der einen 1918er Truck in 1:8 als rc Modell gebaut hat, inkl Holz Felgen wie im original.


    Sowas finde ich immer toll, wenn jemand ein Material nutzt das ehr nicht zu denen gehört, die "Standard" sind.


    Ich werde dich auch als Ford Fan im Auge behalten.

    Gruß vom Heikomann
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Robert Bosch)
    Kriege kommen & gehen doch meine Soldaten stehen ewig ( 2Pac )

    Ihr dürft mich auch gerne besuchen http://hk-modelle.de.tl/

  • Heute ging es wieder weiter. Nachdem mir dann die Kabinenvorderwand aus Balsa doch zu schwach erschien, hab ich sie als Schablone benutzt und das Ding aus 5mm Sperrholz noch mal gefertigt. Jetzt macht die einen soliden Eindruck und wird hier mit dem Rest verleimt.


    Was man jetzt nicht sieht, die Türen habe ich auch schon mal per Schleifmaschine der runden Kontur der Kabine angeglichen. Noch nicht fertig, aber schon recht passabel




    Die Leimtrockenphase habe ich dann gleich mal mit Kleinhandwerkskunst gefüllt. Die Ladefläche hat ja eine Heckklappe und die will ja stilgerecht montiert sein.
    So begann es:



    Einmal rüber, einmal nüber, einmal gut gefummelt und schon sah das Teil so aus, wie ich es haben wollte. (Gut... man sieht hier nicht, dass es der zweite Anlauf war... :-) )


    Probeliegen... passt!


    Um aus dem Bügel ein schönes Scharnier zu machen, braucht man auch etwas, um das herum es sich bewegt. Klassische Scharniere dieser Art sehen so aus, dass man aussen zwei Flanken hat und dazwischen der stehende Teil. Also, Dr Emel auf Drehzahl gebracht...


    Das Gegenstück war dann etwas leichter zu machen, weil es diesen Doppelknick nicht hatte. Hier mal gezeigt, wie man das Ding rund bekommt. Einen Bohrer mit 1,5 mm in den Schraubstock gespannt, den Messingstreifen mit der Zange grob vorgebogen, dann um den Bohgrer gelegt und mit einer stabilen Kombizange dann den Rest mit etwas Kraft um den Bohrer gedrückt und im Anschluß zum Gegenstück geform, also aussen abgeschliffen, bis das teil zwischen die beiden Flanken passt.



    Und so sieht dann das fertige Scharnier aus, noch mit den Fingern gehalten, um einen Größenvergleich zu bekommen.


    Tataaaaahhhh!!!! Eh voilà! Gut gelungen! Jetzt nur noch die Schrauben besorgen (M1,5 für das Scharnier, und passende Schrauben, um die Scharniere an der Klappe zu befestigen.



    Jetzt überlege ich gerade noch, ob es reicht, die Scharniere nur mit 3 oder 4 Schrauben zu befestigen oder ob ich einen Hauch 2-Komponentenkleber verwenden soll. Wahrscheinlich schon, sicher ist sicher...


    Mahlzeit!

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • @ Corsajäher
    Ja, das schon, aber die Balsaholzfeilspäne sind so leicht, die fliegen beim leichtesten Hauch.


    @ Schrauberhexe: Aber krümel nicht das Sofa voll, gelle?? :aufreg::D


    @ Ralf: Ich warte auch erst mal ab. Zuerst mal anschrauben und prüfen und wenn es dann nicht geht, kann man immer noch etwas Kleb dazwischen machen. Wird die bessere Vorgehensweise sein.

    Gruß Stefan


    Bevor isch misch uffrech, isses mir lieber egal....
    (Altes, hessisches Sprichwort!)

  • ...


    Jetzt überlege ich gerade noch, ob es reicht, die Scharniere nur mit 3 oder 4 Schrauben zu befestigen oder ob ich einen Hauch 2-Komponentenkleber verwenden soll. Wahrscheinlich schon, sicher ist sicher...


    Mahlzeit!



    Ich denke mit Kleber zusätzlich liegst Du nicht verkehrt, denn die Schrauben gehen doch nur in/durch Balsa oder? :scratch: