Lipo Akkus und Fernsteuerungen im Flugzeug transportieren

  • Vergangenen Freitag bin ich per Flugzeug (Eurowings) zum Herbsttrial nach Asbach geflogen. Zwei Abende vorher, beim einchecken lese ich den Beförderungsbedingungen etwas über Lipo Batterien, ein No-Go in Flugzeugen. Leicht panisch habe ich mich kreuz und quer gelesen und kam zu folgendem Ergebnis:


    Lipo Akkus im Koffer sind nicht erlaubt.
    Lipo Akkus im Handgepäck sind erlaubt, wenn: Kleiner als 100 Wh unbegrenzte Anzahl, größer als 100 Wh und kleiner als 160 Wh zwei Stück erlaubt.
    Berechnung: Lipo 2 s , 5000 aH = 7,2 x 5000 = 36 Wh


    Weiterhin steht in den Beförderungsbedingungen keine elektronischen Geräte im Koffer. Was ist jetzt die Fernsteuerung und der High Tech Lader?? Keine Ahnung. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und hab die Fernsteuerungen und meinen Pichler-Lader auch ins Handgepäck gepackt. Die Akkus hab ich in der Originalschachtel in einem Lipo-Sack verstaut. Die Akkus habe ich den Fernsteuerungen entnommen und separat eingepackt.


    Der Check in Bremen beim Hinflug ergab folgendes:
    Mein Handgepäck wurde nach dem Durchleuchten direkt aufs Nebengleis geleitet und von Hand nachkontrolliert. War dann auch alles kein Problem, kurze Rückfrage vom Personal wofür die einzelnen Geräte benutzt werden, alles gut.


    Der Check in Stuttgart beim Rückflug ergab folgendes:
    Ich konnte das Röntgenbild meines Handgepäcks sehen. Sieht schon wild aus, wie die Lipos mit ihren Kabeln auf dem Bildschirm wirken.
    Witzigerweise ging das Handgepäck in Stuttgart aber ohne Handkontrolle durch. Kann es vielleicht sein, dass innerhalb Deutschlands die Datensätze vom Hinflug zum Zielflughafen verschickt werden? Keine Ahnung. Auf alle Fälle kein Problem.


    Fragt mich jetzt bitte nicht, wie das ganze bei Auslandsflügen klappt.
    Keine Ahnung wie die Sheriffs in USA oder Israel bei so einem Handgepäck reagieren würden.
    Die Beförderungsbestimmungen gelten weltweit, ich hänge unten noch ein paar Links an.


    Infos von der IATA: http://www.iata.org/whatwedo/c…attery_PassengerFlyer.jpg
    Infos von der FAA: https://www.faa.gov/about/offi…sengers_and_batteries.pdf


    Eine gute Infoseite der Drohnenflieger: https://medium.com/@Schnitzel/…eug-mit-lipos-2396ad1a13b


    Vielleicht können die Admins die Seite anpinnen?

    Gruß Peter


    Wer Andern eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät .


    Eine lockere Schraube gibt dem Leben mehr Spiel!

  • Witzigerweise ging das Handgepäck in Stuttgart aber ohne Handkontrolle durch. Kann es vielleicht sein, dass innerhalb Deutschlands die Datensätze vom Hinflug zum Zielflughafen verschickt werden? Keine Ahnung. Auf alle Fälle kein Problem.


    Das liegt daran das man die Sicherheit beim Einchecken in Deutschland teilweise nicht so ernst nimmt. Meine Erfahrung zumindest ( viel Flieger ).

    Ich trage im Körper einiges an Titan mit mir rum, habe dafür einen Pass. Einmal vergessen, Berlin hat das nicht mal mitbekommen, während

    Stuttgart einen riesen Stress gemacht hat.


    Nun zur Technik, Mail an die Fluggesellschaft, Start und Ziel angeben und was alles mitkommen soll. Die Antwort ist dann Bindend. Jede Fluggesellschaft

    sieht das anders. Mail ausdrucken und mitnehmen zum Flug. Hat mir schon oft Stress erspart.


    Grüße Andreas

  • Bin beruflich häufig mit Drohne um die Welt (auch USA) und es ist mittlerweile so, dass die meisten Sicherheitschecker LiPos kennen. Die Drohne nebst Steuerung und Ladegerät war in nem speziellen Koffer im aufgegebenen Gepäck unterwegs und deutlich gekennzeichnet. Der wurde öfter mal aufgemacht, aber kam immer unbeschadet an.

    Die Akkus haben wir mit abgeklebten Steckern in LiPo-Bags im Handgepäck transportiert. Niemand hat sich je die Mühe gemacht zusammenzurechnen, wieviel Watt-Stunden wir dabei haben.


    Aber es ist wie immer: beim ersten Check kommst Du mit allen Feuerzeugen, die Du dabei hast, durch. Beim nächsten hast Du keines mehr.