Anfängerfragen zum Thema Drehbänke, Drehmeißel und Drehmaterialien

  • Hallo, ich habe mir ne gebrauchte Drehbank gekauft. Ne Güde Gdm400
    Und habe ein bisschen rumgespielt damit. Soweit so gut.
    Aber wenn ich ein Werkstück bohren möchte ist der Bohrer nicht mittig.
    Also Bohrer ins Bohrfutter, Bohrfutter an die Pinole und es ist nicht mittig.


    Was kann man da machen? Ich sehe da keine Einstellmöglichkeit.
    Anbei ein Bild
    Gruss Sebastian

  • Hallo Sebastian,


    also entweder ist der Spindelstock mit der Hauptspindel übelst verstellt, oder der Reitstock - oder auch beides.


    Die Hauptspindel (da wo das Drehfutter läuft) kannst Du folgendermaßen prüfen:


    Ausreichend dicke Welle mit guter Oberfläche (am besten geschliffen) im Futter einspannen und auf dem Support eine Meßuhr platzieren, deren Taster seitlich in der Testwelle anliegt. Dann mit dem Querschlitten mal der Länge nach die Testwelle abfahren und dabei die Meßuhr beobachten. Idealerweise sollte sich der Zeiger der Meßuhr dabei kaum bis gar nicht bewegen, was bei diesen Hobbymaschinen aber kaum zu erreichen ist. Hast Du dort größere Abweichungen steht die Spiendel quasi "schief" und müsste neu ausgerichtet werden.


    Die andere Variante wäre die Einstellung des Reitstockes (das Teil rechst auf der Drehe, wo das Bohrfutter reinkommt). Dort kann man üblicherweise den Reitstock quer "verschieben" und damit die Mittenabweichung kompensieren. Auf dem Bild kann ich leider nicht erkennen, ob es dort diese Verstellmöglichkeit gibt.


    Gruß


    Jan

  • Wo liegt der Grund um diese Abweichung ?
    Wer tut sowas machen ?

    Durch das seitliche Verschieben vom Reitstock kann man kegelförmige Werkstücke zwischen den Spitzen drehen. Man hat dann eine Spitze im Reitstock, und an der Spindel statt dem Dreibackenfutter ebenfalls nur ein Spitze, sowie einen Mitnehmer, der das Werkstück antreibt (weil nur die Spitze würde ja durchdrehen). Vorschub macht man mit dem Bettschlitten und dadurch dass Werkstück und Bett wegen dem Verschobenen Reitstock nicht die selbe Achse haben, wirds ein Kegel statt ein Zylinder ;)


    Machen tut man das in der Regel dann, wenn der zu erstellende Kegel so lang ist, dass der Verfahrweg vom Werkzeugschlitten nicht ausreicht, um ihn damit zu erstellen.

  • Werkzeuge:


    -Paulimot
    -Rc-machines in junglinster/luxembourg. Wäre für dich ein schöner besuch. Da kann man auch viel begrabbeln und anschauen und direkt mitnehmen


    - zu jeddeloh
    - hoffmann group


    Reihenfolge ohne wertung.


    Hoffmann aber nur der vollständigkeit halber. Profiware die für deine maschine eher overdosed ist. Aber da schauen was es so gibt macht spass.




    Material:
    Wilms metall köln.
    Oder der örtliche schlosser
    Baumarktalu ist nur sehr bedingt empfehlenswert. Aber besser als nix. Aber dann uneloxiert. (Eloxiert ist heftig hart aussen )
    Anderes als alu oder maximal messing am anfang würde ich nicht empfehlen.

  • Durch das seitliche Verschieben vom Reitstock kann man kegelförmige Werkstücke zwischen den Spitzen drehen. Man hat dann eine Spitze im Reitstock, und an der Spindel statt dem Dreibackenfutter ebenfalls nur ein Spitze, sowie einen Mitnehmer, der das Werkstück antreibt (weil nur die Spitze würde ja durchdrehen). Vorschub macht man mit dem Bettschlitten und dadurch dass Werkstück und Bett wegen dem Verschobenen Reitstock nicht die selbe Achse haben, wirds ein Kegel statt ein Zylinder ;)
    Machen tut man das in der Regel dann, wenn der zu erstellende Kegel so lang ist, dass der Verfahrweg vom Werkzeugschlitten nicht ausreicht, um ihn damit zu erstellen.

    Und da hab ich mal wieder was dazu gelernt.
    Länger Kegel kenn ich nur CNC oder mit Stechbeitel von der Drexelbank um Baseballschläger zu Drexeln.
    Dachte schon, der Vorbesitzer wollte ggf.aus der Mitte Bohren.

  • @nordschleifler Glückwunsch zur neuen Gebrauchten! Drehen ist eine andere Welt und nach den ersten brauchbaren Ergebnissen habe ich mich gefragt,
    wie ich so lange Modellbau ohne Drehmaschine machen konnte. Es ist einiges viel leichter geworden und ich komme immer besser mit dem Drehen klar.


    Nach einer kleinen Eingewöhnung habe ich mit allerdings einen Schnellwechselhalter (bei Paulimot) gekauft. Das war bis jetzt die Beste investition in die Drehmaschine.
    Der Halter ist zwar ganz schön, aber man muss mit Unterlegplatten arbeiten und das war alles nicht so meins, weil ich nie das Richtige hatte und dann Probleme beim
    drehen hatte.


    @kreison Danke für den Link! Da ist alles schöne erklärt!


    @rabe62 Mit Paulimot und RC- Machines habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. zuJeddelo höre ich zum ersten mal und habe mich da gleich mal umgesehen!




    Dachte schon, der Vorbesitzer wollte ggf.aus der Mitte Bohren.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Dazu müsste doch das Werkstück Außermittig eingespannt werden und das zu Erreichen!?
    Macht für mich keinen Sinn!

    Wir sind jetzt die, mit denen wir früher nicht spielen durften