RMC - Modell A - Offroad ohne Dampf

  • Tach,


    Nachdem der Foremost nun fast fertig ist, dachte ich, die Suche nach einem Nachfolgeprojekt wird lange dauern, aber weit gefehlt. Manchmal geht es schneller als man denkt und so gibt es hier nun den Start meines nächsten Winterprojektes. (Ziel: im winter 17-18 fertig werden)



    Wie der Titel schon sagt, geht es um den Bau eines möglichst Offroad-fähigen, dampfbetriebenen Mehrachsers.


    Masstab 1:10
    Motor: Elmer's #52. Reversible Vertical Twin Wobbler


    Fahrwerk: 1-5 durchtriebene und gelenkte Achsen von typ scx10 I


    Material: gewichtsbedingt viel in alu , nur wenn nötig in messing und stahl


    Modell: weiss ich noch nicht. Kommt drauf an was der Motor so kann und wieviel Achsen ich brauche um den Krempel zu tragen :D



    Und genau hier kommt ihr ins Spiel: Gibt es Interesse am detaillierten Bericht über den Bau des Motors oder wartet ihr lieber auf das fertige Teil und der Bericht fängt mit dem Bau des Fahrwerks an?


    Ab 6,5 Interessenten würde ich mir die Arbeit der Dokumentation des Motors machen.


    Bin gespannt wie die Antworten werden.


    Und natürlich darauf, ob ich das Ding irgendwann wirklich zum fliegen/fahren bekomme.

  • 6,5 Interessenten, Pah.
    650, das hätte knapp werden können. 6,5 hast du bis heut Mittag voll... ;)


    Ein Dampfauto, das ist definitiv interessant, auch wenn sich nicht so viele finden, die das nachbauen, anschauen wollen das sicher viele. Ich auch! ;)


    Mir stellen sich gleich eine Menge Fragen, und auch wenn die nur meine Neugier befriedigen, würde mich sehr interessieren, wie du das wohl lösen wirst.
    - Wie heizen?
    - Wie regeln?
    - Lageabhängigkeit?
    - Anwerfen? Oder läuft der so los?
    - Wie die Richtung bestimmen?
    - Leistung? Kann so ein "kleiner Motor" eigentlich genug?


    also: Meine Stimme für einen Baubericht hast du! :)

    Schönen Gruß vom Jens
    Traxxas Summit 1:8, E-Revo, Stampede, TRX4 Landy, TRX4 Bronco & Vaterra Twin Hammers
    Alles gesteuert von einer 8-Kanal-Pistolenfunke. Du willst wissen, was die kann? Schau in den FS-GT3B-Anleitungsthread!

  • Ich hab gehofft das du es machst und es wird würcklichkeit. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Ich bleib dran und ich bin auch sehr gespannt auf den Motor ich finde es ehe interessanter die Entstehung von einen modell zuzuschauen als das fertige auto da ich denke wie hat er es gemacht Kann ich das auch machen deswegen ab ins Abo. :popcorn::popcorn::popcorn::popcorn:

  • Da wir Stoinabronner mal 3 oder auch 5 sind, sind die 6,5 Interessenten anwesend.


    Gruß Matze

  • Also ich denke auch: Wenn Du Dir schon die Mühe mit dem Dampfantrieb machst, dann gehören da keine schnöden


    Axial-Plaste-Dingens-Achsen drunter! nono Da fällt Dir bestimmt noch was Besseres ein! :jaja: Auch sehe ich ein


    kleines Problem, mit mehr als einer angetriebenen Achse, wenn es "nahe am Original" sein soll! hmm


    Den hier habe ich mal live in Dresden gesehen:




  • Morgen Ralf.


    Da mußte ich erstmal googlen was das überhaupt für ein Motor ist. Bin gespannt wie du manche Probleme lösen willst. Ist natürlich im Abo :popcorn:


    MfG Chris

    beer Freundlichkeit ist ein Bumerang – sie kommt zurück!

  • Tach zusammen,


    gollygollygolly hätte nicht gedacht, das da soviel Resonanz kommt. Aber nun gut, so sei es denn.


    EIn paar Antworten

    Sehr wahrscheunlich mit einem Gas-Brenner.
    Ganz normal mit einem Servo. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann mit dem Umkehrhebel zum rückwärtsfahren auch die Geschwindigkeit regeln.
    Keine Ahnung, gefühlt aber eher unkritisch solange es keinen Überschlag gibt.
    Soll selbststartend sein. Detail später im Bericht.
    Ganz normal per Lenkservo#.


    Null Ahnung. Wenn nicht reicht kann man das ganze beliebig skalieren, ist dann nur doppelte Arbeit.

    doch glatt meinen ersten 5stelligen Beitrag dafür hergebe

    Ich fühle mich geehrt :bier:



    -----------


    Ob es die scx10 Achsen werden oder Eigenbauten und ob es nach einem Vorbild geht oder Freestyle entscheidet sich alles erst dann wenn der Motor funktioniert und ich ein gefühl dafür habe was damit geht und was nicht.


    Zum Antrieb. Vorbildlich mit Kette stelle ich mir zwar lustig vor, wird es aber nicht werden weil damit zuviele Nachteile einher gehen. Ich will ja schlieslich keine Dampfwalze basteln sondern irgendwas Geländetaugliches. Da die Motorgestaltung direkt mit zwei ausgangswellen daher kommt, liegt der klassische mittelmotor mit zwei ausgängen nach vorne und hinten an Kardans nahe.



    --------------------



    Für die, die hier Quer einsteigen noch ein paar Worte darüber, wie ich auf die Idee gekommen bin. Die, die das schon kennen können auf den nächsten Post hüpfen.



    Im Zuge der Arbeiten am Foremost kam so einiges an Metallbearbeitungswerkzeug neu hinzu. Darunter eine Fräsmaschine und eine Drehe.
    Nachdem der Foremost soweit fertig gestellt war, habe ich zur Übung eine kleine Dampfmaschine hergestellt. Bei der Betrachtung des Teils fiel mir auf, dass der sehr gut auf eine standard sc10-getriebeplatte passen würde. Ein Gedanken nach dem anderen und schon geht es los mit dem Baubericht.......

  • Und jetzt geht es los.


    Der Motor:


    Nach ein paar gugeleien bekam ich spitz, dass nicht jede Dampfmaschine selbst starten kann. Schnell wurde Klar, daß man bei einfach wirkenden Maschinen mindestens vier Zylinder braucht und bei doppelt wirkenden Maschinen zwei Zylinder. Das hat was mit den Totpunkten zu tun. Wer das "warum" genauer wissen will möge gugeln. Mittels meiner Altersignoranz habe ich die Details sofort wieder vergessen nachdem die Richtung klar war :D



    Dann ging es los mit dem suchen nach Plänen. Es wimmelt im Netz nur davon, aber wenn man genau hinschaut muss man entweder bezahlen, die Pläne sind für mich nicht verständlich weil auf Fremdsprachig (großräumig übersetzen will ich dann doch nicht) , oder weil die Maschinen einfach viel zu kompliziert / zu schön etc sind.


    Fündig geworden bin ich dann wieder bei Elmer Verbergs vermächtnis. Die Pläne sind relativ gut verständlich, das Englisch gut lesbar und es werden auch Tips zur Herstellung bei Schlüsselstellen gegeben. Einziger Nachteil: Zöllige Bemaßung.


    Von daher war die erste Handlung eine Liste zum schnellen Umrechen der ungewohnten Bruchangaben zu laminieren.

    Unter der Tabelle sieht man auch den Ausdrucks des Plans vom (PDF!) Reversible Vertical Twin Wobbler


    Und schon ging es los. Und zwar mit der Basis in Form einer Platte. Hier lag noch die zweite Heckplatte vom Foremost rum, die ich als Ersatz direkt mit gekauft hatte, glücklicherweise aber nicht gebraucht habe. 12 mm Alu am Stück


    DIe Mittelsäule, die Basis und der Zylinderhalter sind laut plan 12,7 mm dick. pass also. Fast jedenfalls. die Basis musste ich etwas verschmälern. Aber mit knapp über 50mm breite würde die jetzt auch sogar in einen Cross-RC-Rahmen passen.
    Die Basisplatte wurde nach dem sägen einseitg bunt gemacht und die Maße vom Plan übertragen.
    EIn paar löcher 3 und 4 mm gebohrt

    Und anschliessend das mittlere grosse Loch mit dem "viereckbohrer" (fräse und feilen :D ) hergestellt
    Die Schrägen ausparungen für die Kurbelwelle waren was neues für mich. Das schräge einspannen wurde aber mit einer Handyapp erleichtert. Mit dem winkellineal stehe ich irgendwei auf kriegsfuss.

    Zum schluss wurden noch alle aussenflächen mit meinem lieblings-brachial-werkzeug , dem Schlagzahn, geglättet

    Der Ende eines Tages:



    Die Riefen sind in Natura wesentlich unauffälliger. Vor der Endmontage wird aber sowieso noch poliert oder lackiert.

  • Nabend Ralf.


    Genau die Seite hatte ich beim googlen auch sofort gefunden. Da sind richtig goile Sachen dabei. Das Problem bei zölligen Maßen ist immer das manche Maße einem unsinnig erscheinen, dann ändert (rundet) man sie von einem Bauteil aber nicht von dem zweiten.


    MfG Chris


    P.S. in meiner Lehre mußte ich 2 Einzylinder bauen, muß mal schauen wo die sind.

    beer Freundlichkeit ist ein Bumerang – sie kommt zurück!

  • Mit der Richtung meinte ich die Motordrehrichtung. ;)
    Eine selbststartende 2-Zylinder-Dampfmaschine mit Einhebel-Drehrichtungs- und Geschwindigkeitsverstellung, cool!
    Da würde sich mein Sohnemann freuen, die Wilescoteile drehen zwar in beide Richtungen, brauchen aber immer einen Schubser... Leider kann ich kein Metall bearbeiten außer Sägen und Bohren...


    Beim "regeln" fallen mir da noch so ein paar Sachen ein:
    - Zündest du den Brenner manuell? Kein "Fernstart"? Gasüberwachung bei Flammausfall?
    - Brennerleistung fest, kein "RC-Gashebel"? Hast du keine Angst, in Fahrpausen zu überheizen, bis das Sicherheitsventil kommt? Oder gibts eine servobetätigte Pfeife? ;)


    Und Gas- und Wassertank mögen es normal nicht, gekippt zu werden. Dann kommt jeweils Flüssigkeit raus, und das kann Ärger machen...
    Das war was ich meinte.


    Aber so wie du da loslegst, fällt dir da sicher auch noch was feines ein.
    Sieht schon sehr interessant aus bis jetzt! :)

    Schönen Gruß vom Jens
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  • Beim "regeln" fallen mir da noch so ein paar Sachen ein:
    - Zündest du den Brenner manuell? Kein "Fernstart"? Gasüberwachung bei Flammausfall?
    - Brennerleistung fest, kein "RC-Gashebel"? Hast du keine Angst, in Fahrpausen zu überheizen, bis das Sicherheitsventil kommt? Oder gibts eine servobetätigte Pfeife?

    piezo-zündung und gasüberwachung hat inzwischen jeder kleine campinggrill . dachte in meiner ältlichen naivität , dass könnte man adaptieren. schaun mer mal.
    aber danke, das du das ansprichst. so kann ich das nochmal nachlesen. sowas geht auch schnell unter.

    Und Gas- und Wassertank mögen es normal nicht, gekippt zu werden. Dann kommt jeweils Flüssigkeit raus, und das kann Ärger machen...
    Das war was ich meinte.

    so ein campinggas-dingsbums ist doch von natur aus dicht und egal ob gekippt oder nicht, gas kommt aus dem loch.
    einen wassertank dicht zu bekommen sollte ja auch möglich sein. oder bin ich da zu blauäugig ?


    hier! Noch einer

    schön. freut mich :thumbsup:

  • Die üblichen Brenner nehmen das Gas aus der Gasblase, aber das Gas ist ja per Druck verflüssigt.
    Drehst du den Tank "auf den Kopf", so kommt flüssiger Brennstoff aus der Düse und die Sache wird zum Flammenwerfer, weil die schwerere Flüssigkeit natürlich viel weiter fliegt als das Gas.
    Keine Ahnung, ob es da übernehmbare Systeme gibt, die das verhindern...


    Beim Wassertank gibt's halt eine Sauerei, wenn das Wasser in den Auslass schwappt. Der Motor wird natürlich mit Wasser nicht so gut laufen wie mit Dampf, aber außer der Flüssigkeitsverteilung passiert nichts, musst halt in der Umgebung heißwasserfest bauen.


    Die Zündung und Sicherheit aus einem Gasgerät zu benutzen ist eine gute Idee. Ich hab zwar außer in Großgeräten noch keine Flammüberwachung gesehen, aber Gas ist auch nicht so meine Welt. Wenn du da was weißt, ist das sicher nicht verkehrt es zu nutzen.
    So einen Piezo kann man evtl. per Servo drücken, wobei ein elektrisches Zündsystem für einen Viertakter evtl. auch nutzbar sein sollte, und m.E. kleiner/leichter ist.
    Vielleicht geht sogar eine Glühkerze?

    Schönen Gruß vom Jens
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  • Das Problem bei zölligen Maßen ist immer das manche Maße einem unsinnig erscheinen, dann ändert (rundet) man sie von einem Bauteil aber nicht von dem zweiten.

    Sorry, eben überlesen.


    Da gibt es ja diverse herangehensweisen. Ich hab mich dafür entschieden, alles auf 1/10 genau umzurechnen und auch so umzusetzen. einzig schrauben werden auf metrisch angepasst.
    Da ich noch nicht in der Lage bin auf Anhieb ein passendes Maß zu treffen, nähere ich mich sowieso immer in kleinen Schritten an. Daher ist es rel. egal ob z.b. eine welle 6,0 oder 6,1 hat. Wer zuerst da ist hat gewonnen und der Rest wird daraufhin angepasst. Den Feinmechaniker wird es im Grabe herumdrehen, für ich reicht es aber erstmal.