S.BUS

  • S-BUS System

    Das S.BUS System ist eine codierte bidirektionale Verbindung zwischen S.BUS fähigen Servos oder anderen S.BUS fähigen elektronischen Steuergeräten eines RC Modelles und dem S.BUS Empfänger über nur einen Steckplatz.


    Über einen S.BUS Steckplatz am Empfänger können bei Futaba maximal 18 S-BUS fähige Servos oder elektronische Steuergeräte angeschlossen werden. Bevor die Servos oder Steuergeräte wie ESC oder ähnliches angeschlossen werden, müssen dies über eine passende Steckverbindung am Sender registriert werden. Während dieses Vorganges vergibt der Sender eine Adresse an den Baustein, der auch in dem Baustein gespeichert wird.
    Der Anschluss der Steuergeräte an den Empfänger erfolgt über ein Hauptkabel an das die einzelnen Komponenten mittels Abzweigungen angeschlossen werden. Bei der Übertragung von Steuersignalen wird die vorher vergebene und im Baustein gespeicherte Adresse gesendet um nur dem entsprechenden Baustein anzusteuern. S.BUS fähige Bausteine treten in eine bidirektionale Verbindung mit dem Empfänger, dabei senden sie ihren Adressen entsprechende je nach Steuergerät spezifische codierte Informationen über Ist-Zustände von Servoausschlag, anliegender Betriebsspannung, Temperaturen von wichtigen Bauteilen wie MOSFET, Motordrehzahlen und ähnlichem. Diese Informationen werden vom Empfänger als Telemetrie Daten an den Sender weiter geleitet und sind dort abrufbar. Beim Über- oder Unterschreiten vorher definierter Schwellendaten löst der Sender einen Alarm in Form von Vibration und/oder Ton / Sprache aus.
    Die Spannungsversorgung der Steuergeräte kann über den Empfänger ebenso gesichert werden, wie über UBEC für höhere Spannungen oder Leistungen, die der Empfänger nicht abdecken kann.


    An einen S.BUS-2 Steckplatz können bei Futaba 32 Sensoren wie Temperatur-Sensoren, Drehzahlsensoren, Sensoren zur Spannungsüberwachung, Gyroeinheiten, GPS Einheiten oder ähnliches angeschlossen werden, dabei senden die Sensoren wie z.B. GPS Einheiten Geschwindigkeit, Höhe, Entfernung, Koordinaten des Modells. Auch hier müssen die Sensoren vor dem Anschluss am Sender registriert werden. Warnsignale wie das Überschreiten der höchstzulässigen Flughöhe sind programmierbar und können vom Sender gemeldet werden.


    Als Vorteile des S.BUS Systems sind zu nennen die einfache Verbindung im Model durch weniger Kabel, sowie die flexible zu gestaltende Spannungsversorgung der einzelnen Komponenten mit entsprechend abgestimmten Akkus am richtigen Ort. Die Empfänger können durch einzusparende Steckplätze extrem klein gestaltet werden. Durch die bidirektionale Verbindung und den Austausch von Telemetrie Daten in Echtzeit ist das Bedienen von Modellen, besonders Flugmodellen als wesentlich sicherer zu bewerten.


    P.S. Das S.BUS System gibt es nicht nur von Futaba, so wie ich es anfänglich angenommen hatte! Ergo wird es viel mehr Hersteller geben, die S.BUS fähige Komponenten anbieten, was die Sache noch interessanter macht, besonders für den Flugbereich und den Funktionsmodellbau.

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Comments 3

  • Oh - super, danke für Eure Infos! Beim Googeln kam ich nur auf Futaba S.BUS, deswegen dachte ich es sei ein Feature von Futaba - okay! Ist doch gut das dieser Datentransfer dann doch noch weiter verbreitet ist . ich denke das wird dann wirklich zukunftsorientiert.
    Klar ist der Nachteil das alles ausfällt wenn das Hauptkabel einen Defekt hat - aber wann kommt das vor?

  • S-Bus ist keine Futaba-Erfindung, gibt es auch von anderen Herstellern. Der Nachteil von S-Bus: Fällt die eine Leitung aus, fällt alles aus.
    Ansonsten top erklärt :-D

  • Meine Futaba hat kein bidirektionales s.bus System. Aber 2 meiner anderen Nicht-Futaba Anlagen haben Telemetrie. Bitte nimm das ganz Allgemeine wieder aus den Synonymen. Danke.
    Gruß Ralph