Öldruck Stoßdämpfer

  • Stoßdämpfer sind Trägheitsdämpfer

    Öldruck Stoßdämpfer werden bei Fahrzeugen aller Art eingesetzt um den Kontakt zwischen Rad oder Kette und Fahruntergrund zu verbessern.

    Federn haben die Eigenschaft nach dem Einfedern erst nach mehreren Auf- und Ab-Bewegungen langsam in den Ruhezustand zu kommen. Stoßdämpfer beschleunigen die benötigte Zeit vom Einfedern bis zur Ruhestellung.


    In einem zylinderförmigen Gehäuse, das üblicherweise (bis auf Sonderformen) an einer Seite geschlossen ist und an der gegenüberliegenden Seite einen abgedichteten Durchlass (Bohrung) für eine bewegliche Kolbenstange aufweist befindet sich auf der beweglichen Kolbenstange eine Kolbenplatte die so gebaut ist, das sie den zylindrischen Körper in zwei abhängig variable Räume unterteilt. In dem zylindrischen Körper befindet sich zusätzlich ein spezielles Öl. In der Kolbenplatte werden mehr oder weniger, meist zwischen 1-5 kleinere oder größere Löcher eingebracht, durch die das im zylindrischen Körper befindliche Öl von der einen durch die Kolbenplatte abgetrennte Kammer in die andere fließen kann.

    Wie schnell das Öl bei einer Bewegung der Kolbenplatte von der kleiner werdenden Kammer in die größer werdende Kammer strömen kann ist abhängig von der Anzahl und Größe der Löcher in der Kolbenplatte, sowie der Viskosität des Öl's. Je weniger und/oder kleinere Löcher oder je dickflüssiger das Öl, desto träger arbeitet der Stoßdämpfer. Je mehr und/oder größere Löcher in der Kolbenplatte sowie dünnflüssiger das Öl, desto flinker arbeitet der Stoßdämpfer.


    Da während des Betriebes weder die Viskosität, noch die Anzahl oder Größe der Löcher in der Kolbenplatte verändert werden können, sind Stoßdämpfer als ein durch die genannten Parameter vorbestimmte Massenträgheitsdämpfung zu verstehen.


    Es gibt Sonderformen bei denen die Massenträgheit auch während des Betriebes verändert werden kann.

    Bei einer Sonderform werden in das Dämpfer-Öl kleinste ferromagnetische Partikel eingebracht und um das Dämpfergehäuse herum wird eine Drahtspule gewickelt. Wird an die Spule eine Gleichspannung angelegt, richten sich die ferromagnetischen Partikel im Öl nach dem Magnetfeld der Spule um den Dämpfer aus und die Viskosität des Öl's wird erhöht. Je stärker die angelegte Spannung, je stärker das Magnetfeld und desto stärker die Ausrichtung der ferromagnetischen Partikel. Die Viskosität und somit die Trägheit des Stoßdämpfers lässt sich so vom Basiswert bis zu einem durch die Anzahl und Größe der ferromagnetischen Partikel vor berechneten Maximalwert stufenlos erhöhen.


    Bei einer anderen Sonderform um die Massenträgheit des Stoßdämpfers ohne Wechseln des Öl's zu verändern ist ein Stoßdämpfer an dessen normal verschlossenem Ende ein Drucksystem angebracht wird, mit dem der Druck in der Dämpfereinheit verändert werden kann.

    Diese Art der Stoßdämpfer sind nicht zu verwechseln mit Piggy Stoßdämpfern, bei denen ein zusätzlicher Ölbehälter angebracht wird um das Öl Volumen zu erhöhen und die Oberfläche des Dämpfers zu vergrößern. Diese Maßnahme dient dazu das Öl im Dämpfer wegen extremer Belastung besser zu kühlen, denn wenn das Öl im Dämpfer einen gewissen Temperaturwert überschreitet, verdampft das Öl und die Trägheitsdämpfung setzt aus.


    Auch führen Lufteinschlüsse im Öl dazu, das der Dämpfer seine Massenträgheitsdämpfung verliert. Durch poröse Dichtungen oder vermackte Kolbenstangen kann Luft in den Dämpfer gelangen.

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