Trail Sow - Reloaded

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Trail Sow - Reloaded

      Modellbau Freunde, Modellbau Freundinnen,



      ich hab mich hinreißen lassen, mich überreden lassen, hier für Euch einen Umbaufred zur Tastatur zu bringen. So werde ich hier zeigen was der Jeck, also ich, schon wieder treibt. Da ich mich zu einem Umbau meiner kleinen Drecksau entschlossen habe. Umbau bedeutet in diesem Fall, dass Wägelchen erhält ein komplett neues Chassis incl. neuem Fahrwerk.



      Wer meinen YouTube Kanal kennt wird sich fragen warum ich das tue ? Da gerade in meinem letzten Filmchen das Autochen sein Vermögen noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Hat es ja ! Doch es sind die vielen Kleinigkeiten eines Erstlingswerkes an Unzulänglichkeiten welche ich hier erst gar nicht auflisten möchte. Die bereits ausgeprägten Eigenschaften an Geländegängigkeit werde ich noch einmal steigern.




      Die wachsenden Ansprüche meinerseits an Vorbildtreue und maßstabsgerechter Umsetzung werde ich nach meinem Maßstab etwas vernachlässigen, da die Karosse ja bereits steht. Obwohl es auch hier Anpassungen geben wird. Der Focus aber richtet sich auf die technische Ausrüstung. Ich möchte hier einige neue Ideen und Ansätze einbringen und testen die ich dann in einem weiteren Modell dessen Bau ich parallel beginne, auf die Spitze treiben werde.




      Trail Sow 2.0

      Wie das mit solchen Projekten immer ist, die "to Do List" wird sehr schnell sehr lang, so auch bei mir ! Nur das Problem ist, es geht um einen PickUp. Wer schon mal einen gebaut hat weiß wie viel Platz in einem solchen Wagen ist, nämlich gar keiner ! Und doch hab ich mir einiges vor genommen ! Doch erst hab ich mal in einer geordneten Explosionszerlegung das Modell stillgelegt.



      Ich werde beim Antriebskonzept neue Wege gehen. Wer meine Modelle kennt weiß das ich leise, niedertourige und kraftvolle Antriebskonzepte schätze, immer dabei im Augenwinkel der Stromverbrauch. Ansonsten ist Hubraum durch nicht zu ersetzen als durch ... ! Genau ! Weiterhin werde ich wieder einen MEX Rahmen verwenden der wieder meine aufwändigen Umbauten erfährt, wie ich sie am Taiga Donkey bereits umgesetzt habe. Die ich natürlich weiter Richtung Geländegängigkeit optimiere. Für jene die meine Umbauten noch nicht kennen, hier ein kleiner Einblick in den Bau des Taiga Donkey.



      Baugruppen wie Schraubenfedern, Stabilisator, Panhard, Radiusstäbe, Dreieckslenker, 2 Gang Getriebe, sperrbare Differentiale, Plane/Spriegel, neue Türen und so weiter seien hier nur am Rande im voraus erwähnt um die grobe Richtung zu skizzieren. Ein größeres Augenmerk werde ich auf die Lenkung legen, da ich dem Wagen ein neutraleres Fahrverhalten geben möchte als dies mit den verbreiteten RC4WD Achsen möglich ist. Ich konstruiere bereits an einer eigenen BTA welche die Gesetze der Lenkgeometrie nach Ackermann berücksichtigt. Den ersten Prototypen werde ich die Tage hier schon zeigen.


      Ich bin selbst voller Vorfreude in Bezug auf diesen Umbau. Da ich mir hiermit ein Wägelchen für alle Tage bauen werde, haltbar, standfest, kraftvoll, scale und performant !


      So wünsche ich für den weiteren Verlauf der Saison 2017



      Reglerqualm und Ritzelbruch !!!


      Bis es heißt Trail Sow Reloaded ! Damit der Gruß des Modellbauers vom Eifelstein,


      Michael


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Trail Daddy ()

    • Los ging es erst mal mit dem Rahmen den ich zunächst gestrippt habe.


      Die Haupttraversen hab ich natürlich von der Pulverbeschichtung befreit da hier so einiges angelötet werden wird. Die ersten Anlötteile wären die Aufnahmen für die Radiusstäbe der Vorderachse. Doch am Donkey hatte ich bereits das Problem das ich diese weit in die Mitte setzen musste, entgegen dem Vorbild.


      Um das zu umgehen, hab ich die seitliche Silhouette der Hauptrahmentraversen erst einmal geschlossen. Danach zogen die Sitze der Schraubenfedern ein, sowie die Aufnahmen der Radiusstäbe.


      Diese Radiusstäbe haben mir im Frühjahr auf der SCT bereits mächtig Probleme bereitet. Daher hab ich die bereits überarbeitet. Wer meine Modelle kennt bemerkt hier vielleicht schon das ich von meiner Messingbauweise abweiche. An hoch belasteten Teilen setze ich inzwischen auf Stahl, der sich ja auch sehr gut hartlöten lässt.


      Die Radiusstäbe selbst jedoch erstelle ich in Mischbauweise, da sie in erster Linie Zug Belastungen ausgesetzt sind. Doch in meiner überarbeiteten Version stellt sich ein Effekt ein, der sich bereits in der Urversion ankündigte. Ich habe die Achsaufnahme verstärkt und die Gummilager geändert.


      Aus einer Gummi Unterlegscheibe aus dem Sanitärbereich arbeite ich mir Ringe in 8x3mm und 6x3mm heraus.


      Hier noch mal die Radiusstäbe im ganzen.


      Werden die nun mit weichem Loctite in die Achsen eingesetzt bis die Gummilager leicht gepresst werden, behalten die Radiusstäbe eine hohe Flexibilität. Je fester nun die Befestigungsschrauben angezogen werden, die Gummilager also gepresst werden, je steifer wird die Lagerung der Achse am Radiusstab. So stellt sich die Wirkung eines Stabilisators ein den ich stufenlos justieren kann !



      Ein Kniff den ich so nicht geplant hatte, den ich aber gerne in Kauf nehme. Jetzt fehlt noch das Panhard Setup, doch bevor ich das setzen kann muss ich wissen wo die Lenkstange stehen wird. Da die Position des Lenkservos festgelegt ist vom Hersteller. Damit folgt eine der schwierigsten Aufgaben an der Vorderachse.

      Ich möchte eine echte BTA nach Ackermann bauen. Die Lenkhebelgesetze nach Ackermann bewirken das beim einlenken der Vorderräder das kurveninnere Rad auf einen stärkeren Winkel gestellt wird als das außen laufende. Da der Kreisbogen innen der Kurve ja kleiner also enger ist, schiebt die Achse nicht mehr so stark über das kurvenäußere Rad, das untersteuern wird weitestgehend minimiert, selbst bei gesperrter Achse. Mehr noch, bei gesperrter Achse erwarte ich ein übersteuern, da das kurveninnere Rad auf kleinerem Radius bei gleicher Drehzahl mehr Weg zurück legen möchte. So sollte sich das nach außen schieben zu einem nach innen ziehen umkehren.
      Und da die Differentiale meiner Achsen über Seilzüge ferngesteuert gesperrt werden können, erwarte ich eine enorme Bereicherung fahrdynamischer steuerbarer Eigenschaften im Gelände.



      Was diese Bauteile mit meiner Ackermann BTA zu tun haben, zeige ich Euch in Kürze, mein Prototyp steht bereits. vain


      Gruß aus der ModellBauBar

      TD


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Trail Daddy ()

    • Trail Daddy schrieb:


      Ich möchte eine echte BTA nach Ackermann bauen. Die Lenkhebelgesetze nach Ackermann bewirken das beim einlenken der Vorderräder das kurveninnere Rad auf einen stärkeren Winkel gestellt wird als das außen laufende. Da der Kreisbogen innen der Kurve ja kleiner also enger ist, schiebt die Achse nicht mehr so stark über das kurvenäußere Rad, das untersteuern wird weitestgehend minimiert, selbst bei gesperrter Achse.



      Was diese Bauteile mit meiner Ackermann BTA zu tun haben, zeige ich Euch in Kürze, mein Prototyp steht bereits. vain

      -Na da bin ich ja mal gespannt.
      ..... liebe Grüße aus Nordhessen vom Klaus, dem Axiallos glücklichen Modellbaumessie
      Och, die paar Meter kann ich auch fahren
    • Männers,

      danke für Euer Interesse !


      Ich bin gerade dabei die Teile an zu fertigen um meine Lenkung in der finalen Bauweise zu löten. Dabei mache ich einige Bilder um detailiert zeigen zu können was ich da baue. Der Prototyp steht ja bereits und funtioniert so wie er soll. Was übrigens faszinierend ist ! :D Ich habs Grinsen selbst nicht aus dem Gesicht bekommen als ich das ganze zusemmen gebaut hab.

      Doch nützt ja nix wenn ich die Kamera drauf halte und zeige wie die Räder stehen ! Ich möchte Euch das im Detail zeigen, daher bitte etwas Geduld mit mir. Ich baue nicht nur eine BTA sondern eine komplette Lenkung, die Lenkhebel an meiner Vorderachse hab ich entfernt, da bau ich was neues, gewichtiges, was sich dem Vorbild ein wenig annähert. vain

      Am Weekend gibts mehr denke ich ........


      TD


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.
    • Oldie schrieb:

      Ich fände es klasse wenn du deine Bilder direkt hier im Forum hoch laden würdest.
      Leider ist es in einem Forum nicht immer möglich es allen Recht zu machen. Wenn ich hier meine Bilder in voller Größe hochlade möchte dann der Nächste das ich sie kleiner mache wegen seiner Ladezeiten etc. pp. !

      Tipp meinerseits wenn Du interessiert bist, schau mal in meine Signatur da findest nen Link zu meiner HP. Dort gibt es eine wesentlich ausführlichere Dokumentation als ich sie hier schreiben werde zum Umbau meiner Trail Sow. Dort gibts für meine Bilder sogar eine Vergrößerungsfunktion. ;) Dort hab ich sogar schon Bilder des Prototypen online ! vain



      @All

      Mit der finalen Version dauert leider noch etwas, ich suche noch nach einer Detaillösung.



      TD


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.
    • supermoeck schrieb:

      Aber wenn ich das jetzt auf ein reales Fahrzeug beziehen würde, dann ist das einfach eine Druckstrebe. Würde sie von Vorne nach hinten zur Achse gehen, dann ist es eine Zugstrebe.
      Der allgemeine Sprachgebrauch sagt Längslenker ! Denn eine Druckstrebe wird bei Fahrtrichtungsumker schließlich zur Zugstrebe :D und umgekehrt. Ja was ist sie denn nun ?( ?

      Übrigens, würde sie von vorne nach hinten zur Achse gehen, wäre es eine Druckstrebe. Doch das nach Deiner Definition nur mal am Rande. ;)


      Als Radiusstab wird der vordere "Längslenker" des Defender beispielsweise richtigerweise bezeichnet weil, die Achse auf jeder Seite eine doppelte Aufnahme daran hat. Woran sie auf einem Radius einem Kreisbahnausschnitt auf und ab geführt wird. Der Neigungswinkel des Kardananschlusses der Achse verändert sich dabei.
      Eine Achsaufhängung mit unteren Längslenkern und einem oben liegenden Dreieckslenker beispielweise, wie sie beim Defender hinten Standard ist, führt die Achse nahezu senkrecht stehend auf und ab. Den Kardananschluss also in der Horizontalen hält.

      Das sind kleine feine technische Unterschiede und Definitionen. Nee nich wirklich weil das ist schon ziemlich grobe OffRoad Technik.

      Ich hoffe ich konnte Licht ins Dunkle bringen.

      TD


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.
    • Trail Daddy schrieb:

      Als Radiusstab wird der vordere "Längslenker" des Defender beispielsweise richtigerweise bezeichnet weil, die Achse auf jeder Seite eine doppelte Aufnahme daran hat. Woran sie auf einem Radius einem Kreisbahnausschnitt auf und ab geführt wird. Der Neigungswinkel des Kardananschlusses der Achse verändert sich dabei.Eine Achsaufhängung mit unteren Längslenkern und einem oben liegenden Dreieckslenker beispielweise, wie sie beim Defender hinten Standard ist, führt die Achse nahezu senkrecht stehend auf und ab. Den Kardananschluss also in der Horizontalen hält.

      Das sind kleine feine technische Unterschiede und Definitionen. Nee nich wirklich weil das ist schon ziemlich grobe OffRoad Technik.

      Ich hoffe ich konnte Licht ins Dunkle bringen.

      Mhh, ja, Du konntest Licht ins Dunkle bringen, den kannte ich noch nicht, hab mich technisch mit dem Defender nicht so befasst bis jetzt, den hatte ich noch nicht auf der Bühne.
      Gruß Jürgen
    • @supermoeck,

      ist ja nur ein kleiner Appetithappen. Wenn ich das Panhard Setup fertig habe kommt die ausführliche Dokumentation zur Vorderachse. Mir ist vergangene Woche ne andere Baustelle dazwischen gekommen, so hab ich nicht viel geschafft. Doch wollte ich mal ein kleines Update machen.
      Naja und ich hab halt auch Spass am Videoschnit gefunden. Bin da noch auf der Suche nach einem eigenen Stil und experimentiere halt noch viel. So müsst Ihr noch was darunter leiden :D . Als Opener find ich son Clip aber schon mal genial, da er in kurzen Flash`s zeigt was kommt.

      Danke für Deine Wertschätzung. Die Einzelteile sind noch nicht fertig bearbeitet, doch funktioniert das System schon super. Für mich ein echter Wurf der die Geländegängigkeit weit nach vorn bringen wird. Da dieses untersteuern bei gesperrter Achse bereits nahezu verschwinden wird.
      Und was die Achse am Ende wiegt, darauf freue ich mich besonders. Die beiden Disc/Klammern bringen je schon mal 43Gr mit. Der Schwerpunkt wandert, undzwar nach unten ! dance Die BTA werd ich auch noch etwas massiver ausführen :D . Und stählerne Kugelköpfe jaaa ..... :spinner:

      Doch jetzt erst mal Lenkungsdämpfer und Panhard .....


      Gruß

      M.


      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.
    • Weiter gehts ......

      Ich dachte mir mal eben noch die Drecksau wieder zusammen werfen. :D Naja wie das bei mir so ist, hab ich das Konzept nun doch noch mal umgeworfen. pardon

      Ich verwende hier nun ein anderes Paar Achsen und gehe zum MEX D44 MAXpro Satz über. Der eine glatte Kopie der RC4WD K44 Achse darstellt ! Knaller Zeug zum Knaller Preis, meine uneingeschränkte Empfehlung.

      Ich sagte Dämpfer haben bei mir keine Kugelköpfe mehr. Die Schraubenfedern nun auch nicht mehr. Ich gehe über zu vorbildgerechten Gummilagern. Die Frontachse macht mir dies möglich. Indem ich nur ein kleines unscheinbares Teil benötige, welches einen grossen Effekt erzeugt. Aber seht selbst.




      Natürlich wieder in Handarbeit :D aber das brauch ich wohl nicht mehr zu sagen.




      Hier zu sehen nach dem löten im Hintergrund und vorn das montagefertige Teil, in V2a Qualität.




      Doch komme ich zum Clou dieses Umbaus. Hier zu sehen oben die original Kolbenstange meiner 100er Dämpfer, ja richtig 100m mit 30mm Hub ! Die beiden anderen sind Ersatz Kolbenstangen baugleicher 110er Dämpfer. In der Mitte zu sehen hab ich den Schaft um weitere 5mm auf 3mm Durchmesser herunter gedreht. Das M3 Gewinde konnte ich nun auf 9mm Länge weiter schneiden. Die brauche ich um meine Gummilager zu verbauen.





      Ein bissl unscharf das Pic, aber geht, Sorry.





      Mit dieser Aufnahme gewinne ich in der Höhe 18mm gegenüber der Standard Kugelköpfe. Das unter Beibehaltung der gesamten 30mm Hub der Dämpfer ! Wenn nun gemessen von den Standard 80mm Dämpfern im Vergleich betrachtet, unterm Strich sich die Fahrzeughöhe um 3mm nach unten bewegt obwohl ich den Federweg um 50% erweitert habe. Kann man sagen das es sich nun um ein sehr heftiges Offroad Fahrwerk handelt. Welches man dem Fahrzeug überhaupt nicht ansieht.






      Die nun sehr langen Federwege sind als relativ zu betrachten. Da durch die von mir verwendeten Gummilager die auch an der Achsaufnahme sowie an den Rahmenlagern Verwendung finden, der Beweglichkeit der Achse eine gewisse Trägheit gibt. Alles verhärtet sich wenn es auf Ende der Wege zu geht.
      So kann ich das Fahrzeug relativ weit in den SAG (Negativ Federweg) legen, erzeuge also ein ganz normales Bild des Fahrzeugs. Doch wenns ins Gelände geht wird die Stunde schlagen. Da ich in den Endanschlägen eine hohe Elastizität erzeuge. In extremlagen erst wird sich das Fahrwerk in die letzten Millimeter drücken, wobei es sich verhärtet gekoppelt mit progressiver Federabstimmung. Diese Effekte konnte ich bereits feststellen an einem anderen Fahrwerk das ich für einen Freund gebaut habe.

      Sorry mein Gutster, dass ich hier schon wieder einen Schritt weiter gehe. Aber Ideen entstehen bei mir eben auch aus dem Tun.



      Jetzt folgt der Neubau meiner Ackermann Lenkung passend zu dieser Achse, dazu in Kürze mehr.

      Gruß aus der Modellbaubar.

      TD











      für mehr Informationen einfach auf das Bild klicken.