Felgen beschweren

    • Die 440g die Tommy da anspricht beziehen sich auf das Komplettgewicht eines Rades und nicht auf das einzelne Bleigewicht.

      Das liegt im schnitt um die 200g pro stück.

      Man kann aber je nach Felge auch 2 Gewichte unterbringen. ;)

      Hier am Beispiel meines 2,2" Kat Rades:





      Die Ringe sind hier ca. 10-12mm stark.
      Wer glaubt, der flieht nicht !!! :evil: (Jesaja 28:16) :saint:

      Gruß
      Bernd

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    • hi

      ich mache es immer so, Beef Tubes in die Achse rein und KFZ wuchtgewichte um die Felge geklebt.
      Nicht all zu viel. Ein Rad hat bei mir immer so zwischen 190 und 250 Gramm.

      Persönlich finde ich das Gewicht im Rad ziemlich wichtig, da meiner Meinung nach das ganze außfedern erst mit etwas Gewicht im Reifen funktioniert.
      Dazu kommt, das der Reifen einfach auch mehr Traktion bietet wie unaufgebleit.

      Matze

      :guckstdu: Pajero's Pajero Projekt

      the Beast is back on the Trail....
    • Moinsen,
      ... ich bin von der Favorisierung extraschwerer Felgen wieder weg gekommen - die bei Lastwechseln zu überwindenden Momente sind einfach so groß, daß die Bauteile des Antriebsstranges wirklich über Gebühr beansprucht werden.
      Insbesondere leiern die in den Diff-Körben sitzenden Halbwellen-Mitnehmer im Aufnahmesitz der Halbwellen schneller aus als mir lieb sein kann.

      Diese Mitnehmer sind (die Bastler wissen es) als Formteile ausgelegt und entweder aus Kunststoff (i.d.R. nylonverstärkt) oder aus Metall (fließgepresst) aber immer deutlich weicher als die Halbwellen selber. Zu diesem Problem des weichen Materials kommt noch dazu, daß die Aufnahmesitze für die abgeflachten Halbwellen in der Regel als "Wurfpassungen" ausgeführt sind, d.h. die Flachstücke der Wellen sitzen sowieso schon mit ordentlich Luft in den Mitnehmern - und arbeiten sich nur allzu schnell in die Aufnahmesitze ein, wenn Wechsel in der Drehrichtung - meist unter ordentlich Last - auftreten.

      Außerdem werden durch die erhöhte Massenträgheit in den angetriebenen Teilen (Rädern) alle weiteren Gelenke im Antriebsstrang deutlich höher belastet als ohne mitdrehende Felgengewichte. Zusätzlich zum Spiel in den Halbwellensitzen erzeugt das dann in der Regel eingekerbte Gelenkstifte in den Gelenken der Kardanwellen sowie der vorderen Antriebswellen (Antriebsgelenk im Lenkbereich). Und wenn nicht der Gelenkstift als Erstes die Grätsche macht, sind es die Sitze dieser Stifte, die (un)verhältnismäßg schnell ausleiern und hier wieder ihren Beitrag zum gesamten Spiel im Antriebsstrang leisten.

      Das kann sich recht flott zu einem Spiel von einer viertel Radumdrehung summieren.
      Nicht gut für's exakte Fahren - ganz abgesehen davon, daß mehr Spiel auch immer mehr Belastung der Bauteile bedeutet und den Verschleiß beschleunigt.

      Beeftubes sowie möglichst schwere Achsgehäuse, C-Hubs und Knuckles sowie Knuckle-Gewichte sind meiner überarbeiteten Meinung nach die ideale (wenn auch nicht wirklich gewichtige) Lösung.
      Schwere Felgen lehne ich nicht grundsätzlich ab, denn sie funktionieren auch. Man muß halt hier den gesunden Mittelweg zwischen Gewicht und Belastung finden.
      Was auch positiv beiträgt ist, wenn man die Außenhülle der Längslenker (Links) nicht aus Alurohr macht sondern aus 6x1mm Stahlrohr (ich hol meins aus dem Bauhaus). Da kommen dann auch nochmal ein paar Gramm unterhalb des Chassis zusammen - und dieses Gewicht addiert sich zu den ungefederten Massen, hilft also gegen Kippneigung.
      Und natürlich das Prinzip: je höher desto leichter.
      Grüße vom tüftelnden Tom !
      Erwachsen?
      War ich schon.
      War doof.


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    • Hallo Tom!

      Danke für Deinen ausführlichen Beitrag! Deine Erklärungen sind logisch nachvollziehbar! Gut finde ich an Deinen Ausführungen auch, das Du Deine Meinung nicht als die eierlegende Wollmilchsau darstellst und den anderen Lösungen ihren Platz einräumst. Ich lese Deine Beiträge gerne, da Du sachlich bleibst und versuchst auch so zu schreiben das Null-Ahnung Frösche wie ich da mit kommen - Danke!

      An dieser Stelle möchte ich auch allen anderen für Ihre Geduld und das Teilen Ihrer Erfahrungen danken! Ein super Forum! Mit diesen Informationen bin ich schon ein Stück weiter und werden dann in der Praxis abwägen können was für mich wichtig ist.

      Aber eine Frage habe ich noch zu den Beeftubes, so wie ich das mitbekommen habe, sind diese aus Messing - dreht Ihr die Euch selbst, oder gibt es diese passend für die Achsgehäuse fertig zu kaufen? Sind die Beeftubes aus einem Teil oder zwei Halbschalen (wegen der Montage der Achsen)?
      Nachdem Edison erfolgreich einen Glühfaden hergestellt hat, soll er gesagt haben: "Ich kennen jetzt 1999 Wege wie es nicht funktioniert." :P