Ein 1:10 Unimog aus Plattenware

    • Ein 1:10 Unimog aus Plattenware

      Guten Abend zusammen,

      seit langem fahre ich einen leicht modifizierten Dingo und bin ziemlich zufrieden damit. Allerdings störte mich immer die zwar nicht ganz hässliche, aber wabbelige Lexan-Dingo-Karosse.
      Beim surfen hier und im WWW bin ich auf den Unimog in 1:10 als Frästeilesatz von DT-C Rallye Racing gestossen, den ich recht ansprechend und detailliert finde.
      Also kurz ein paar Wörter gewechselt und einer war meiner.
      Als das Paket mit dem Fahrerhaus ankam war ich etwas erstaunt, ein relativ kleiner Karton, aber alles feinsäuberlich verpackt.
      Da ich noch nicht weiss was hinten drauf kommt, habe ich erst mal nur das Fahrerhaus geordert, dann kann ich von da aus später immer noch entscheiden ob Pritsche, Flatbed oder Sanikoffer

      Also erst mal alles auspacken und auf meinem kleinen Basteltisch verteilen um ein Übersichtsfoto zu machen:



      ein paar Details :





      Nach dem Sichten der Teile war ich dann etwas ratlos, ich bin eher der Bausatzbauer und wusste nicht ob ich mit den ganzen Teilen nicht vielleicht etwas überfordert sein werde, das ist schliesslich das erste mal das ich sowas baue.
      Aber es hilft ja nix, Skalpell, Schleifpapier, Winkel, Glasplatten, Kreppband und Kunststoffkleber standen ja schliesslich schon bereit.
      Als erstes habe ich mir mal eine Zigarette angemacht, mir die einzelnen Platten bzw. Teile angesehen und mich an den Fotos von der Website entlanggehangelt. Nach nem gemütlichen Stündchen wusste ich dann was wofür ist und wo etwas hingehört.
      Bitte seht es mir nach das ich ausschliesslich Abends Bastel und die Fotos deswegen immer unter Kunstlicht und teilweise mit Blitz gemacht werden, ich hoffe das trübt den Spaß am lesen nicht allzusehr.

      Zum Warmmachen geht es erst mal ans Cockpit, dies besteht aus der Sichtplatte, den Seitenteilen und einer Blende oben drüber, alles mit dem Winkel ordentlich ausrichten und sicherheitshalber fixieren:









      Bei den ersten Klebungen habe ich festgestellt das der Kleber ( Revell Contacta ) relativ schnell anzieht, aber die Teile noch ein paar Sekunden verschieb und korrigierbar bleiben. Perfekt für mich. Wichtig ist allerdings mit dem Kleber nicht zu übertreiben bzw. rumzusauen. Er löst das Plastik an und verschweisst es regelrecht, aber das wisst ihr sicherlich besser als ich ;) Zur Sicherheit lege ich immer noch eine dünner Naht von hinten an die Klebestellen, halt hat es aber auch so.

      So warm gemacht ging es dann direkt an das nächste Teil, die Stoßstange, diese besteht aus 7 Teilen und ist natürlich gebogen, was das ganze für mich schon etwas anspruchsvoller machte.
      Als erstes die Teile aus dem Bogen schneiden und die Frässtege mit dem Skalpell entfernen und mal grob zusammenstellen ohne das sie umfallen, davon habe ich natürlich kein Bild.
      Angefangen habe ich dann falschrum, als ich baue alles auf die obere durchgehende Abschlussleiste auf.



      wichtig ist es bei der Stoßstange, das die Teile die im Knick auf Stoß zulaufen, etwas abgeschrägt werden, dann passt es aus meiner Sicht sehr sehr gut:



      Sieht doch gar nicht so schlecht aus :



      Fertig:



      Damit habe ich das Limit an Fotos pro Beitrag erreicht und viel weiter bin ich ehrlich gesagt noch nicht.
      Ich werde versuchen den Baubericht in Blöcken zu erstellen, damit ihr nicht immer für einen Satz und ein Foto hier hereinschauen müsst, sondern richtig was zu sehen habt.
      Ich hoffe bis jetzt hat es euch gefallen.

      Viele Grüße

      Hulkyoh
      SCX 10 Dingo -- DT-03 Neo Fighter --XV-01 -- TT-01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hulkyoh ()

    • Schöner Mog - viel Erfolg beim Aufbau.

      Ich klebe bei meinem Mog mit Pattex Plastik und dem bewährten Ruderer L530TF. Die Kleber die anlösen sind alle recht flott.
      Der Pattex gefällt mir am Besten, der Ruderer klebt am Besten.

      Kannst du bitte mal die Breite und Höhe des Cockpiteinsatzes messen? So etwas suche ich noch dringend - danke.

      Gruß Roland
      "Wenn du zweimal denkst, bevor du einmal redest, sprichst du doppelt weise.“

      Gadra der Einsiedler
    • hulkyoh schrieb:

      @rbspeed ich habe gerade mal nachgemessen, das reine Amaturenbrett ist 17,2 x 2,1 Zentimeter., reicht dir das ?
      ... doch noch eine kurze Frage: sind bei den 17,2mm die beiden Seitenteile mit dabei oder wird es nach dem Zusammenbau um deren Dicke noch breiter?

      Gruß Roland
      "Wenn du zweimal denkst, bevor du einmal redest, sprichst du doppelt weise.“

      Gadra der Einsiedler
    • So, wie versprochen ging es die letzten Tage weiter.

      Als nächstes wurde ein Seitenteil rechtwinklig an die Rückwand geklebt:







      Auf dem Bild etwas schwer zu erkennen, danach kam das Unterteil der Seitenwand. Dort muss man sich in erster Linie am Knick der Rückwand orientieren.
      Ich bin so vorgegangen, das ich das schmale Unterteil zuerst an die Rückwand geklebt und dann trocknen lasse habe.
      Dabei darauf achten das es sauber mit der Rückwand abschliesst aber gleichzeitig auch mit dem oberen Teil der Seitenwand fluchtet, sonst ist da nur Luft zum Kleben ;)
      Wenn es dann an der Rückwand angezogen hat, beiden Seitenteile auf dem Stoß mit Kleber bestreichen und im Winkel aufeinanderkleben. Keine Angst wenn ein Spalt entsteht, der muss später eh feingespachtelt und geschliffen werden, da kann man noch so sauber bauen....



      Hier sieht man den Knick ganz gut:



      Am nächsten Tag ging es dann weiter mit den "Doorboards" also den von aussen sichtbaren Griffmulden der Türe.
      Diese habe ich grob ausgerichtet, vorsichtig mit einer Zwinge fixiert und dann mit einem Lineal den Abstand der Griffmulden zu den Rändern der Türe ausgerichtet.





      Das ganze habe ich natürlich an dem noch losen Seitenteil auch gemacht:



      Sieht doch schon ganz passabel aus und lässt erahnen wie es später mal aussehen soll....

      SCX 10 Dingo -- DT-03 Neo Fighter --XV-01 -- TT-01
    • So, weiter geht es mit dem Tagwerk von Heute:

      Die Motorhaube muss aus zwei Teilen gefertigt werden, da sie flächig von null auf eine Materialstärke nach innen fällt.



      Das war etwas kniffelig, ging aber letztendlich auch. Erst an der Stelle an der beide Platten gegeneinanderstoßen verkleben und während der Trocknungsphase hinten ein Stück 2 mm PS unterlegen damit der Haubenrahmen etwas schräg steht.
      Ich glaube anhand des Fotos kann man das erkennen.

      Wenn alles getrocknet ist, Kleber rundum laufen lassen und damit den feinen Spalt füllen. Wird wahrscheinlich nicht Atombombensicher, hält aber schon ganz gut. Wichtig: Lange trocknen lassen! Viel Kleber, Wenig Material.

      Vor dem Kleben:



      Nach dem Kleben:



      Fertig:



      Als Nebenschauplatz kamen auch die inneren Fensterrahmen an ihren Platz, die später das Fenster zentrieren und Fleisch zum kleben schaffen.
      Das ist eigentlich ganz einfach, mit Scheibe auflegen, überstand der Scheibe ausmitteln und festkleben, fertig.

      Hier trotzdem ein paar lose Bilder:

      Anhalten



      Nach dem Kleben



      Mal testweise Scheibe ohne Folie eingesetzt





      Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim anschauen der Bilder und beim Lesen der Texte.
      Sollte etwas unklar sein oder ihr Fragen haben, schreibt ruhig einen Kommentar , ich versuche so gut wie möglich zu antworten.

      Viele Grüße

      Chris
      SCX 10 Dingo -- DT-03 Neo Fighter --XV-01 -- TT-01